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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung und Aufbau der Untersuchung

Zusammenfassung
Industrielle Unternehmen sehen sich seit geraumer Zeit gravierenden Veränderungen ihres Umfeldes ausgesetzt, die ihren Ausdruck einerseits in der Internationalisierung und Globalisierung der Märkte, andererseits in der Etablierung von Käufermärkten mit oft äußerst differenzierten Kundenwünschen finden. Es handelt sich dabei jedoch keineswegs um eine abgeschlossene, sondern um eine andauernde Entwicklung. Die sich stetig verändernde Nachfrage kritischer Käufer nach Konsumgütern erfordert eine flexible Reaktion seitens der Unternehmen (z.B. in bezug auf Produktqualitäten und -preise). Diese wiederum bewirkt, daß sich die Produktlebenszyklen verkürzen und gleichzeitig die Anzahl von Produktvarianten deutlich steigt. Der daraus resultierende verstärkte Wettbewerbsdruck sowohl zwischen nationalen als auch zwischen nationalen und internationalen Unternehmen zwingt die Wettbewerber dazu,
  • • Kostensenkungspotentiale zu identifizieren,
  • • Möglichkeiten zur Kostenkontrolle zu schaffen,
  • • Maßnahmen zur Steigerung der Produktqualität zu entwickeln sowie
  • • Produktinnovationen zu beschleunigen.1
Katja Schimmelpfeng

2. Betriebliche Leistungserstellung bei hochautomatisierten Technologien

Zusammenfassung
Unter Produktion 1 wird der innerhalb betrieblicher Systeme von Menschen gestaltete und gelenkte Entstehungsprozeß2 von Produkten3 durch Kombination der Faktoren Anlagen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Energie, Arbeitskräfte, Dienstleistungen und Informationen unter Einhaltung technologischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie sozialethischer Normen verstanden.4, 5 Diese allgemeine Definition umfaßt sowohl die traditionelle Vorgehensweise als auch die durch die Erweiterung technischen Wissens sowie den Wandel des Unternehmensumfeldes und des Käuferverhaltens heute übliche automatisierte Produktion.6 Die prinzipielle Struktur des Kombinationsprozesses „Produktion“ zeigt Abbildung 3.
Katja Schimmelpfeng

3. Anlagenwirtschaft und Anlagencontrolling

Zusammenfassung
Der Trend zum Einsatz automatisierter Produktionssysteme hat sich seit den 80er Jahren fortgesetzt. Auslöser waren und sind insbesondere die Verkürzung der Produktlebenszyklen, die steigende Variantenvielfalt als Anpassung an hohe Kundenanforderungen hinsichtlich der Produktqualität und eine erhöhte Lieferflexibilität. Die Komplexität und Flexibilität der Produktionssysteme wiederum implizieren umfangreiche Investitionen und damit höhere Anlagenkosten. Daraus folgt, daß Produktionssysteme als betriebswirtschaftliche Untersuchungsobjekte an Bedeutung gewinnen und die Weiterentwicklung der Anlagenwirtschaft als objektbezogene Disziplin der industriellen Produktionswirtschaft notwendig ist.1
Katja Schimmelpfeng

4. Verfügbarkeitssicherung hochautomatisierter Produktionssysteme

Zusammenfassung
Aus dem Einsatz flexibler und hochautomatisierter Produktionssysteme resultiert aus primär finanzieller Perspektive eine bedeutende Kapitalbindung (immense Anschaffungsauszahlungen), in produktions- und auftragsbezogener Sichtweise ergibt sich die Forderung nach hoher Verfügbarkeit der Systeme in Abhängigkeit von der Auftragslage. Das Spektrum der Verfügbarkeitssicherung geht daher über die Aufgabengebiete der klassischen Instandhaltung hinaus. Die letztgenannte umfaßt — wie schon in Abschnitt 3.2.2.2 erwähnt — sämtliche Aktivitäten der Planung, Durchführung und Kontrolle zur Sicherung, Wiederherstellung und Verbesserung der Anlagenfunktionsfähigkeit.1 Dazu zählen nach der Definition gemäß DIN 31051:
  • • die regelmäßige Pflege von Anlagenteilen (in Form von Reinigung, Schmierung und ggf. Austausch) als umfassende Wartung zur Bewahrung des Sollzustandes,2
  • • die Inspektion, bei der in regelmäßigen Abständen der Zustand der Anlagenteile erfaßt3 und hinsichtlich der Übereinstimmung mit dem Sollzustand überprüft wird, sowie
  • • die Instandsetzung, in deren Rahmen Anlagenteile bei störungsbedingten Ausfällen bzw. aufgrund geplanter Maßnahmen erneuert werden.
Katja Schimmelpfeng

5. Betriebswirtschaftliche Beurteilungsverfahren im Rahmen des Produktionssystemcontrolling

Zusammenfassung
Generell sollte die betriebswirtschaftliche Beurteilung der im Zusammenhang mit der Anschaffung, Nutzung und Entsorgung von Produktionssystemen stehenden Aktivitäten sowohl basierend auf Kosten- und Erlösinformationen als auch unter Berücksichtigung qualitativer Aspekte durchgeführt werden. In der Praxis überwiegt jedoch eine Entscheidungsunterstützung, die sich lediglich an monetär quantifizierbaren Konsequenzen orientiert, da der Großteil der dazu benötigten Informationen relativ problemlos ermittelt werden kann. Trotz der einfachen Durchführbarkeit derartiger Analysen setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, daß auch qualitative Aspekte Berücksichtigung finden müssen.1
Katja Schimmelpfeng

6. Konzeption eines lebenszyklusorientierten Produktionssystemcontrolling

Zusammenfassung
Im Verlauf der Untersuchung wurde bereits der Wandel von der traditionellen Instandhaltung zur umfassenderen Verfügbarkeitssicherung erläutert, die zusätzlich zur Wiederherstellung des Sollzustands adaptive und perfektive Maßnahmen enthält.1 In diesem Zusammenhang erhält auch die Anlagenwirtschaft ein breiteres Anwendungsgebiet, da nicht nur sämtliche die Produktionssysteme betreffenden Maßnahmen betrachtet werden, sondern in einen gesamtanlagenlebenszyklusorientierten Kontext eingebunden werden. Für diese Weiterentwicklung wurde der Begriff Produktionssystemwirtschaft vorgeschlagen.2
Katja Schimmelpfeng

7. Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Ausgelöst durch einen zu beobachtenden verstärkten Wettbewerb aufgrund von Internationalisierung und Globalisierung sowie der daraus abgeleiteten Konsequenz der Flexibilisierung bzw. Automatisierung der Produktionssysteme lag der Betrachtungsschwerpunkt der vorliegenden Untersuchung auf Gestaltungsmöglichkeiten eines Controllingsystems für hochautomatisierte Produktionssysteme einerseits unter besonderer Berücksichtigung der Verfügbarkeitssicherung, bei der lange Zeit lediglich der Aspekt der Kostenverursachung im Vordergrund stand, andererseits unter Orientierung am gesamten Lebenszyklus eines Produktionssystems.
Katja Schimmelpfeng

Backmatter

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