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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die noch immer zunehmende Globalisierung der Beschaffungs- und Absatzmärkte, die beschleunigte Verjüngung von Technologien und das verstärkte Kundenbewußtsein führen in den Betrieben zu Kostenwachstum und steigendem Kostendruck. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre wurde diese Entwicklung mit der Forderung nach einem proaktiven Kostenmanagement beantwortet. Proaktives Kostenmanagement dient Unternehmen in Ländern, in denen technologisch komplexe Produkte mit hohen Löhnen und kapitalintensiven Produktionsprozessen hergestellt werden, zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Trotz gesellschaftlicher Kritik an ständigen Einsparbemühungen kann Kostenmanagement als ein elementarer Beitrag zur Standortsicherung und damit zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland gesehen werden.
Ulrich Schild

2. Ausgangsbedingungen für das Kostenmanagement

Zusammenfassung
Die Schwerpunktverlagerung im internen Rechnungswesen von der Kostenrechnung zum Kostenmanagement und die Forderung nach einer noch fortzuführenden Weiterentwicklung in theoretischer sowie vor allem in instrumentaler Hinsicht müssen vor dem Hintergrund entsprechender Veränderungen der Umwelt gesehen werden.1 Diese noch andauernden Wandlungsprozesse haben die Herangehensweisen der Kostenrechnung für die neuen und im folgenden noch aufzuzeigenden Problemstellungen zunehmend als nicht mehr ausreichend erscheinen lassen und dadurch eine Neuorientierung des internen Rechnungswesens angestoßen. Um die Ausführungen über die Wandlungsprozesse übersichtlicher zu gestalten, werden die darzustellenden Veränderungen der Rahmenbedingungen drei verschiedenen Bereichen zugeordnet. Die Veränderungen der Marktbedingungen werden in diesem Abschnitt und die Veränderungen der technologischen Bedingungen und des Kundenbewußtseins jeweils in den folgenden Abschnitten dargestellt.
Ulrich Schild

3. Konzeption des Kostenmanagements

Zusammenfassung
Die Weiterentwicklung des internen Rechnungswesens zum Kostenmanagement mag gegen Ende der 1980er Jahre1 nach einer längeren Phase nur geringer Fortschritte in der Kostenrechnung zunächst überraschend erfolgt sein, kann aber aus heutiger Sicht durchaus in eine Reihe von Weiterentwicklungen eingereiht werden, die die Geschichte der Kostenrechnung seit ihren Anfangen prägen. Folglich läßt sich der Neuigkeitswert des Kostenmanagements am anschaulichsten vor dem Hintergrund dieser Entwicklungsgeschichte würdigen.
Ulrich Schild

4. Stellung der Lebenszyklusrechnung im internen Rechnungswesen

Zusammenfassung
Zum internen Rechnungswesen wurden lange Zeit ausschließlich die Kosten- und die Investitionsrechnung gezählt. Wie in den letzten Jahren bereits viele andere Veröffentlichungen widmet sich auch diese Arbeit der sog. Lebenszyklusrechnung, die ihrerseits im internen Rechnungswesen nur eine Existenzberechtigung hat, wenn sie von der Kosten- und Investitionsrechnung zweifelsfrei abgegrenzt werden kann und einen Neuigkeitswert aufweist, der die Ausgestaltung eines eigenständigen Instruments begründet. Der Einsatz der Lebenszyklusrechnung im Rahmen des Kostenmanagements muß folglich einen Nutzen bringen, der über die bisherigen Schwerpunktsetzungen im internen Rechungswesen hinausgeht und nicht durch bloße Erweiterung der traditionellen Instrumente erreicht werden kann. Wie zu zeigen sein wird, gelingt diese notwendige Differenzierung nicht, wenn die Lebenszyklusrechnung lediglich als eine Entscheidungsrechnung betrachtet wird, die sich auf ein Produktprojekt unter Beachtung seines Lebenszyklus bezieht. Die notwendige Abgrenzung und die Analyse der sich daraus ergebenden eigenständigen Ausrichtung der Lebenszyklusrechnung erfolgt in diesem Kapitel.
Ulrich Schild

5. Konzeption und Weiterentwicklung der Lebenszyklusrechnung

Zusammenfassung
Das Lebenszykluskonzept ist für die Optimierung der Kostenstrukturen in einem lebenszyklusbezogenen Zielkostenmanagement von großer Bedeutung, weil es die Strukturierung der relevanten Größen im Zeitablauf ermöglicht sowie einen geeigneten Rahmen zur Analyse von phasenbezogenen Interdependenzen bietet. Mit dem Begriff „Lebenszyklus“ wird in Analogie zu natürlichen Lebewesen in der Biologie auf das „Gesetz des Werdens und Vergehens“1 zurückgegriffen und der Zeitraum von der Geburt bis zum Tod erfaßt.2 Übertragen auf nicht natürliche Bezugsobjekte im Bereich der BWL wird darunter der Zeitraum verstanden, in dem etwas zunächst geplant, entwickelt und aufgestellt oder beschafft, dann genutzt oder hergestellt und schließlich stillgelegt und entsorgt wird.3 Der Begriff „Zyklus“ beschreibt ursprünglich einen Kreislauf wiederkehrender Dinge, ist jedoch in diesem Zusammenhang primär als eine Reihe oder Abfolge von Phasen zu interpretieren.4 Diese Phasen werden üblicherweise nach sachlogischen Kriterien sequentiell gegliedert, in zeitlicher Hinsicht jedoch sind Überlappungen und Wiederholungsschleifen denkbar.5 Welche Phasen durchlaufen werden, hängt zum einen von dem zugrundeliegenden Bezugsobjekt und zum anderen von der Ausgestaltung im Einzelfall ab.
Ulrich Schild

6. Optimierung der intertemporalen Kostenstruktur

Zusammenfassung
Die Ausführungen dieses Kapitels zur Optimierung der intertemporalen Kostenstruktur unterteilen sich in zwei Abschnitte: Im Abschnitt 6.1 wird zunächst das lebenszyklusbezogene Zielkostenmanagement als Rahmenkonzept dargestellt, weil sich zeigen läßt, daß sich die Frage nach der optimalen intertemporalen Kostenstruktur besonders stark ausgeprägt bei der Zielkostenspaltung innerhalb des lebenszyklusbezogenen Zielkostenmanagements stellt. Daher wird das lebenszyklusbezogene Zielkostenmanagement, das eine auf „Zielgrößen“ ausgerichtete Ausprägungsform der Lebenszyklusrechnung darstellt, als Rahmenkonzept gewählt und ausführlich diskutiert. Im Abschnitt 6.2 wird dann ein Konzept zur Optimierung der intertemporalen Kostenstruktur unter Beachtung der bestehenden Interdependenzen entwickelt. Dabei werden die verschiedenen Formen von Interdependenzen zunächst analysiert, bevor dann verschiedene Modelle entwickelt werden, mit denen eine Optimierung bzw. eine Verbesserung der intertemporalen Kostenstruktur angestrebt werden kann.
Ulrich Schild

7. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die zunehmende Globalisierung, das gestiegene Kundenbewußtsein und die veränderten Produktionsbedingungen sind für den Preis- und den daraus resultierenden Kostendruck, das Kostenwachstum und die Verschiebung der Kostenstrukturen in den Unternehmen verantwortlich. Diese Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen wiederum können als Ursachen für den „Übergang“ von der Kostenrechnung zum Kostenmanagement angesehen werden. Der Übergang läßt sich dabei durch folgende Neuorientierungen beschreiben: Verstärkte Beachtung indirekter Bereiche, Informationsorientierung, Marktorientierung, Prozeß-und Wertschöpfungskettenorientierung, Frühzeitigkeit und Zukunftsorientierung, Langfristigkeit und Lebenszyklusorientierung sowie Strategieorientierung.
Ulrich Schild

Backmatter

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