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Über dieses Buch

Bauen mit Lehm ist wieder „alltäglich“ geworden. Verbunden mit dieser Entwicklung entstand in den letzten Jahren ein enormer Zuwachs an Informationen auf diesem Fachgebiet. Das Buch schafft Transparenz mit einem aktuellen Überblick zur gesamten Thematik. Der Autor berücksichtigt dabei die bauökologischen Aspekte und erläutert detailliert die Zyklusstufen Gewinnung und Klassifizierung von Baulehm, die Herstellung von Lehmbaustoffen und deren Konstruktionen, Planung und Bauausführung bis hin zum Gebäudeabbruch und -recycling von Lehmbauten. Jeder Abschnitt enthält die jeweiligen relevanten Prüfverfahren. Die 2. Auflage berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die neue Lehmbau-Norm.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Entwicklung des Lehmbaus

Um 10.000 v. u. Z. setzte in der Geschichte der Menschheit ein entscheidender Wandel ein: die bis dahin vorherrschende Form der Nahrungsbeschaffung durch Jagen und Sammeln wurde allmählich ersetzt durch Ackerbau und Viehzucht. Diese neue Lebensweise war begleitet von der Notwendigkeit, feste Behausungen für die Menschen und ggf. die Tiere sowie Bauten für eine Vorratswirtschaft zu errichten. Zu den dafür verwendeten Baustoffen gehörte neben Naturstein und Holz vor allem der Lehm.

Horst Schroeder

2. Baulehm – Erkundung, Gewinnung und Klassifizierung

Lehme sind Teil des unter dem Einfluss von Witterung, Flora und Fauna umgebildeten obersten Bereiches der festen Erdkruste und deshalb nahezu überall verfügbar. Dieser Bereich der Erdkruste wird in der Bodenkunde auch als Boden, in der Ingenieurgeologie als Lockergestein bezeichnet.

Horst Schroeder

3. Lehmbaustoffe – Herstellung, Anforderungen und Prüfung

Das Ziel der Aufbereitung des Baulehms ist die Herstellung einer homogenen, für die Formgebung verarbeitungsfähigen Masse aus dem abgebauten Baulehm und ggf. eigenschaftsverbessernden Zuschlägen und Zusätzen. Dem Baulehm wird dabei i. d. R. Wasser zugesetzt, und zwar in dem für das Erreichen der entsprechend notwendigen Konsistenz erforderlichen Umfang.

Horst Schroeder

4. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Planung Bauausführung und Bauüberwachung

Die geistig-schöpferische Tätigkeit eines Architekten / Bauwerksplaners besteht darin, einem Gebäude mit definierten Funktionen eine angemessene äußere Gestalt zu verleihen. Das Bauwerk soll dabei ästhetischen / gestalterischen Anforderungen genügen und sich optisch gut in seine Umgebung einfügen. Traditionelle Bauwerke orientierten sich in ihrer äußeren Gestalt an regional üblichen Grundsätzen, die in der Regel über viele Generationen weiter vermittelte Erfahrungen regionaler, klimagerechter Bauweisen unter Verwendung lokal verfügbarer Baustoffe beinhalteten.

Horst Schroeder

5. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Einwirkungen, Bauschäden und Erhaltung

Im System der Eurocodes (Kap. 4.2.1.3) werden die »Einwirkungen auf Tragwerke« während des Gebrauchszustandes durch den EC 1 erfasst. Dies sind insbesondere Einwirkungen aus

dem vorherrschendem Klima: Temperatur, Niederschlag, Frost-Tau-Wechsel, Sonneneinstrahlung, Wind;

Baugrund: Verformungen, Feuchte (mit Salzbelastung);

Standort / Verkehr: Lärm, Erschütterungen, Luftverschmutzung;

Horst Schroeder

6. Konstruktionen aus Lehmbaustoffen – Abbruch, Recycling und Entsorgung

Am Ende des Gebrauchszustandes eines Bauwerkes steht der Gebäudeabbruch. Der entsprechende Zeitpunkt wird durch verschiedene Aspekte beeinflusst:

Durch altersbedingten Verschleiß bzw. mangelnde Instandhaltung sind schwere Bauwerksschäden eingetreten, bei denen die Reparaturkosten den zu erwartenden Nutzen übersteigen,

schwerwiegende Schädigungen des Gebäudes durch Havarien oder außergewöhnliche Naturereignisse,

neue Nutzeranforderungen können durch die bestehende Gebäudestruktur nicht mehr erfüllt werden,

durch städte- oder raumplanerische Entscheidungen.

Horst Schroeder

7. Perspektiven für den Lehmbau

Sind die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Ansätze ausreichend dafür, dass sich Lehm als Baustoff auf dem Markt behaupten oder gar noch weiterentwickeln kann? Ist die »Übermacht« der Branchengiganten im Baustoffbereich für den Lehm nicht allzu erdrückend? Sind der neue Flughafen von Shanghai-Pudong, das Burj al Khalifa – Hotel in Dubai oder das Taipeh-101-Hochhaus in Taiwans Hauptstadt nicht die zukunftsweisenden baulich-architektonischen Zielmarken? Wozu braucht man dann noch Lehm?

Horst Schroeder

Backmatter

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