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Über dieses Buch

In diesem Buch werden die Grundzüge der Methode der Ökobilanzierung erläutert, aktuelle Bewertungsmethoden vorgestellt sowie praktische Hinweise für den Einstieg gegeben. Ein Exkurs in die Geschichte der Ökobilanzierung zeigt die lange Tradition des Lebenswegdenkens auf, welches seit dem 19. Jahrhundert praktiziert wird. Die Leserinnen und Leser bekommen die Methode der Ökobilanzierung anhand der Struktur der internationalen Normen ISO 14041 und 14044 aufgezeigt. Die seit jeher kontrovers diskutierten Themen wie Definition der funktionellen Einheit, Wahl eines passenden Systemmodells, Allokation und Recycling oder Modellierung eines Strommixes werden im Buch ausführlich behandelt. Dabei wird auf das unabdingbare Fällen von Werturteilen und den teilweise subjektiven Charakter von Entscheiden und Annahmen speziell hingewiesen. Auch die mathematischen Grundlagen der Ökobilanzierung erläutert der Autor Rolf Frischknecht systematisch.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
In den letzten Jahrzehnten treten in der Europäischen Umweltpolitik anstelle zusätzlicher Gebote und Verbote vermehrt marktwirtschaftliche Instrumente auf. Die Europäische Union hat beispielsweise ein Emissionshandelssystem für Kohlenstoffdioxid (CO2) und andere Treibhausgase eingerichtet, während in der Schweiz eine CO2-Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe (ohne Treibstoffe) erhoben wird. In Deutschland wird eine Prämie beim Kauf von Elektroautos gewährt, und in der Schweiz gibt es eine Steuerbefreiung für Treibstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die nachweislich geringere Treibhausgasemissionen verursachen als konventionelle fossile Treibstoffe (UVEK 2016).
Rolf Frischknecht

Kapitel 2. Zieldefinition und Bilanzrahmen

Zusammenfassung
Die Festlegung des Ziels und des Untersuchungsrahmens beinhaltet eine Vielzahl von Entscheiden, welche für die nachfolgenden Phasen Sachbilanz und Wirkungsabschätzung von zentraler Bedeutung sind und das Vorgehen im weiteren Verlauf einer Ökobilanzstudie weitgehend vorbestimmen. Diese Entscheide sind oft mit Werturteilen verbunden. Diese Phase entscheidet auch darüber, ob die Ergebnisse der Studie in einer Entscheidungssituation verwendet werden können und ob sie die Akzeptanz der Entscheider findet.
Rolf Frischknecht

Kapitel 3. Sachbilanz

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird das Vorgehen in der Sachbilanz, der zweiten Phase der Ökobilanz, beschrieben. Zu diesem Zweck werden zunächst die in einem technischen Prozess auftretenden Energie- und Stoffflüsse charakterisiert und klassifiziert (Abschn. 3.2). In Abschn. 3.3 werden die mathematischen Grundlagen der Ökobilanzmodellierung beschrieben und in Abschn. 3.4 deren Verknüpfungen zu Produktsystemen erläutert.
Rolf Frischknecht

Kapitel 4. Wirkungsabschätzung

Zusammenfassung
In der Wirkungsabschätzung geht es darum, die Informationen aus der Sachbilanz (d. h. die Ergebnisse mit den kumulierten Schadstoffemissionen und Ressourcenverbräuchen) für die Kommunikation und/oder die Entscheidungsunterstützung auf wenige (Umwelt-)Parameter zu verdichten. Eine Verdichtung bedeutet, dass eine Gewichtung oder Priorisierung der vorliegenden Informationen vorgenommen wird.
Rolf Frischknecht

Kapitel 5. Interpretation

Zusammenfassung
Nach der Wirkungsabschätzung werden in der letzten Phase der Ökobilanzmethode – der Interpretation – Sensitivitäts- und Unsicherheitsanalysen durchgeführt und Aussagen zur Datenqualität gemacht.
Rolf Frischknecht

Kapitel 6. Kritisches Gutachten und Berichterstattung

Zusammenfassung
In wissenschaftlichen Zeitschriften ist das Peer Review ein etabliertes Vorgehen, um die Qualität der Beiträge und damit der Forschung zu gewährleisten. In der Ökobilanzforschung und bei der Erstellung von Ökobilanzen wird diesem Aspekt mit den im Jahr 2006 veröffentlichten, revidierten ISO-Normen (ISO 14040 und 14044; ISO 2006a, b) Beachtung geschenkt. Für vergleichende Ökobilanzen, die veröffentlicht werden sollen, wird eine kritische Prüfung durch ein Panel von mindestens drei externen Experten verlangt.
Rolf Frischknecht

Kapitel 7. Neue Ansätze

Zusammenfassung
In den vorhergehenden Kapiteln wurde die klassische Ökobilanzmethode vorgestellt, wie sie von Unternehmen im Alltag zur Dokumentation der Umweltbelastung eines Produkts oder für Produktvergleiche verwendet wird. In diesem Kapitel gehen wir auf methodische Ansätze ein, die für ausgewählte Fragestellungen geeignet sein können oder vor allem in größeren Projekten und umfangreicheren Untersuchungen eingesetzt werden.
Rolf Frischknecht

Kapitel 8. Informationen für den Einstieg

Zusammenfassung
Dieses Kapitel enthält Hinweise auf einführende Literatur (Abschn. 8.2), Ökobilanzdiskussionsforen und -drehscheiben (Abschn. 8.3), Ökobilanzfachzeitschriften (Abschn. 8.4), Ökobilanzdatenbanken (Abschn. 8.5) und Ökobilanzsoftware (Abschn. 8.6). Am Schluss dieses Kapitels (Abschn. 8.7) werden zehn Ratschläge gegeben, mit denen eine handwerklich bessere Ökobilanz erstellt werden kann.
Rolf Frischknecht

Kapitel 9. Fallstudie: Vergleichende Ökobilanz von T-Shirts

Zusammenfassung
Dieses Kapitel dient dazu, die Theorie der vorhergehenden Kapitel anhand eines Fallbeispiels anzuwenden. Mit den Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen sollten Sie nachfolgende Fragen beantworten können. Ausführliche Antworten sind in Kap. 10 zu finden.
Rolf Frischknecht

Kapitel 10. Lösungen der Fallstudie: Vergleichende Ökobilanz von T-Shirts

Zusammenfassung
Als funktionelle Einheit eignet sich besonders gut „1-mal Tragen eines T-Shirts“ (oder 100-mal), da dies die Funktion des Stück Stoffes wiedergibt und die unterschiedliche Lebensdauer von Baumwoll- und Polyester-T-Shirts berücksichtigt.
Rolf Frischknecht

Backmatter

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