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21.04.2017 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Fit eröffnet Fabrik für additive Fertigung

Autor:
Thomas Siebel

Die Fit AG hat eine rein auf additive Fertigung ausgerichtete Fabrik eröffnet. Die Kapazitäten für den Druck von Metallen bezeichnet das Unternehmen als weltweit einzigartig.

Die Fit AG aus dem oberpfälzischen Lupburg hat die nach eigenen Angaben weltweit erste Fabrik eröffnet, die rein auf additive Fertigung ausgerichtet ist. Auf zwei Stockwerken stehen dem Unternehmen nun 27 Maschinen für die additive Fertigung von Kunststoff- und Metallteilen zur Verfügung. Besonders die 15 Maschinen für das Selektive Laserschmelzen von Metallen hebt das Unternehmen hervor. Diese bildeten die größte Kapazität für additiv gefertigte Metallteile weltweit. Bis zu sieben metallische Werkstoffe können mit den Fertigungseinheiten gleichzeitig verarbeitet werden. Weiterhin verfügt das neue Zentrum über 12 Maschinen für die additive Fertigung von  Kunststoffteilen, die mit insgesamt 12 unterschiedlichen Pulversorten versorgt werden können.

20 Millionen Euro investiert

2015 hat Fit die Investition von 20 Millionen Euro für das nun eröffnete Werk bekanntgegeben. Erklärtes Ziel ist die additive Fertigung im industriellen Maßstab. Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Carl Fruth bestehen dabei zwei wesentliche Herausforderungen: die Fertigungsprozesse stärker zu automatisieren und verlässliche Techniken zur Qualitätssicherung, auch von Sonderbauteilen, zu etablieren. Trotz des "medialen Hypes" um das Thema additive Fertigung ist es laut Fruth jedoch auch schwer, gegen traditionelle Fertigungsverfahren anzukommen. Umso wichtiger findet er, dass man Kunden noch Verständnis für additive Fertigungsverfahren beibringe.  

Mit Caterpillar ist Fit bereits eine strategische Partnerschaft mit einem Unternehmen aus der Automobilbranche eingegangen. Zudem hat Toyota Motorsport beim Technologietag die Vorzüge der Fertigungseinrichtung für die eigenen Entwicklungen, etwa im Prototypenbau, präsentiert.

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