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21.11.2017 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Bainitischer Werkstoff für besondere Leichtbaukomponenten

Mit dem Spezialstahl Bainidur 1300 lassen sich künftig Leichtbaukomponenten kosteneffizient fertigen. Nicht nur, weil kein zusätzliches Vergüten notwendig ist, sondern auch weil es kein Verzugsrisiko gibt.

Die Deutschen Edelstahlwerke haben mit Bainidur 1300 einen Spezialstahl entwickelt, mit dem sich laut Hersteller hochfeste und duktile Komponenten für den Automobilleichtbau prozesssicher, verzugsfrei und im Ergebnis mit geringer Bearbeitungszugabe fertigen lassen. Der neue bainitische Werkstoff sei damit eine Alternative zu herkömmlich eingesetzten Stahllösungen wie sie Schmiedebetriebe und Systemhäuser einsetzen.

Zum einen ist die Verarbeitung des bainitischen Werkstoffs vergleichsweise einfach und kosteneffizient. Zum anderen ist das Herstellen besonderer Leichtbaukomponenten möglich. Während etwa Schmiedeteile aus herkömmlich eingesetzten Vergütungsstählen sich beim Schmieden verziehen und aufwendig nachbearbeitet werden müssen, können Werkstücke aus Bainidur 1300 ohne ein zusätzliches Vergüten, ohne Verzugsrisiko und in gleichbleibend hoher Qualität gefertigt werden. Das gilt auch für Bauteile mit größerem Volumen (> 60 mm rund) und erheblichen Querschnittsänderungen.

Durchschnittliche Festigkeit bei 1200 MPa

Eine weitere Besonderheit des neuen Werkstoffs ist das große Prozessfenster hinsichtlich der Temperaturführung beim Schmieden und Abkühlen. So können die bainitische Gefügestruktur und die Bauteileigenschaften sicher eingestellt werden. Dadurch sinkt auch der Prüfaufwand. Dem Datenblatt zufolge liegt die durchschnittliche Festigkeit des Bainidur 1300 bei 1200 MPa. Diese kann im Übrigen bei Bedarf kundenspezifisch gesteigert werden. Eine zusätzliche Vergütung nach dem Schmieden ist dafür nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil des Spezialstahls sind die gute Zerspanbarkeit, die Nitrierbarkeit wie auch die Kerbschlagzähigkeit.

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Quelle:
Werkstoffkunde für Ingenieure

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