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14.07.2020 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Flammwidrige Partikelschäume werden noch leichter

Autor:
Thomas Siebel
1 Min. Lesedauer

Leichtbau mit Partikelschäumen ist oft ein Kompromiss aus Flammschutz und Gewicht. Mit einem optimierten Verfahren lässt sich die Dichte von flammwidrigen Polymeren noch einfacher reduzieren.

Mit einem optimierten Verfahren lässt sich die Dichte flammwidriger Partikelschäume auf Basis technischer Thermoplaste noch weiter reduzieren. Damit kann beispielsweise das flammwidrige modifizierte Polyphenylenether (E-mPPE) zunehmend auch beim Gewicht mit etablierten Schäumen aus Expandiertem Polystyrol (EPS) oder Expandiertem Polypropylen (EPP) konkurrieren, deren Temperaturbeständigkeit und Flammschutzeigenschaften für viele Leichtbauanwendungen ungenügend sind.

Eine von Teubert Maschinenbau bei Neue Materialien Bayreuth (NMB) aufgestellte Anlage belädt dafür Schaumperlen unter erhöhtem Druck mit Gas, zum Beispiel Luft, und schäumt sie anschließend auf. Im Unterschied zu industriell etablierten Druckbeladungsanlagen kann hier auch die Temperatur im Drucktank gesteuert werden. Damit erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der die Perlen mit Luft beladen werden, da die Diffusionsgeschwindigkeit in Polymeren oberhalb deren Glasübergangstemperatur deutlich ansteigt. In dem Materialtank mit einem Fassungsvermögen von 300 l können Drücke zwischen 0 und 14 bar und Temperaturen bis 200 Grad Celsius eingestellt werden.

Nach Angaben von NMB lässt sich die Schüttdichte von E-mPPE durch optimierte Druckbeladungsparameter um 32 Prozent verringern. Zudem sollen sich Formteile erzeugen lassen, die 44 Prozent leichter als konventionell geschäumte Bauteile sind.

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