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18.02.2020 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

BMWi fördert effizienten und ressourcenschonenden Leichtbau

Autor:
Thomas Siebel
2 Min. Lesedauer

280 Millionen Euro investiert der Bund bis 2023 in die Entwicklung neuer Leichtbautechnologien. Digitalisierte Prozesse und Life Cycle Assessment sind Schwerpunkte des Förderprogramms.

Was die Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD bereits im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt hat, konkretisiert sich allmählich: Der Leichtbau soll weiter gefördert werden und damit zu einer breiten industriellen Anwendung gelangen. Rund 280 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau bis 2023 bereit und verbindet damit das Ziel, den Industriestandort Deutschland zum Leitmarkt für Leichtbau zu etablieren.

Neben Innovationen auf dem Feld der digitalisierten und automatisierten Prozesskette setzt das Ministerium einen Förderschwerpunkt auf Technologien, die Leichtbau als Mittel für CO2-Einsparungen einsetzen, wie eine kürzlich veröffentlichter Entwurfstext zur Ausschreibung verrät. Mit der Förderung des Technologietransfers über Branchen- und Werkstoffgrenzen hinweg will das Ministerium dabei dem Querschnittscharakter des Leichtbaus gerecht werden.

Fertigungskosten und -aufwand sollen sinken

Im Rahmen des Programms soll die Entwicklung und der Einsatz von verbesserten Simulationsmodellen, digitalen Zwillingen und Künstlicher Intelligenz ebenso gefördert werden wie die Entwicklung intelligenter Prozesssteuerungen. Neue Ansätze der Konstruktion, etwa aus dem Bereich der Bionik oder der additiven Fertigung, oder des funktionsintegrierten Leichtbaus sollen ihre Serientauglichkeit unter Beweis stellen und so Kosten und Aufwand in der Fertigung senken.  

Zudem sollen systematische Ansätze entwickelt werden, mit denen Unternehmen bereits während der Produktentwicklung technische, ökonomische oder politische Chancen und Risiken einer neuen Technologie oder eines einzusetzenden neuen Werkstoffs abschätzen können. Insbesondere auf dem Feld der Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) von Leichtbaustrukturen erwartet das Ministerium dabei Fortschritte. So solle künftig etwa die Einsparung von Treibhausgasen bereits beim Produktdesign mitgedacht werden können.

Einreichung voraussichtlich ab Anfang Mai

Einen Schwerpunkt legt der Entwurf der Förderbekanntmachung auch auf den ressourcenschonenden Einsatz von Leichtbaumaterialien. So soll die Entwicklung effizienter Verfahren für das hochwertige Recycling von Leichtbaumaterialien ebenso gefördert werden wie der effiziente Einsatz von Grundstoffen, deren Herstellung und Erschließung besonders ressourcen- und energieintensiv ist.

Aktuell schreibt das BMWi die Projektträgerschaft für das Förderprogramm aus. Die Beauftragung eines Projektträgers wird für April 2020 erwartet, Projektskizzen können voraussichtlich ab 1. Mai 2020 eingereicht werden.

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