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26.04.2018 | Leichtbau | Interview | Onlineartikel

"Im Großvolumensegment wird Stahl dominierend bleiben"

Autor:
Thomas Siebel

Für Oliver Schauerte ist Stahl der Werkstoff für die großserielle Produktion von Fahrzeugen. Im Interview erläutert er zudem die Potenziale hybrider Werkstoffe und er beschreibt, wie die Quantenberechnung die Zukunft der Werkstoffentwicklung revolutionieren wird.

lightweight.design: Mit dem Golf 7 ist erstmals ein Golf leichter als sein Vorgängermodell. Dabei fällt ein Großteil seines Gewichts auf Stahl. Ist Stahl der Leichtbauwerkstoff der Stunde?

Schauerte: Stahl ist insofern der Leichtbauwerkstoff der Stunde, als die Stahlindustrie zusammen mit den Autoherstellern in den letzten zehn Jahren erhebliche Fortschritte bei neuen Stahlgüten gemacht hat. Wir reden hier in Zukunft im Bereich Blech sogar von Zugfestigkeiten bis zu 2000 MPa. Das war ja vor zehn Jahren noch fast unvorstellbar. 

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Behält Stahl als Leichtbauwerkstoff auch künftig seine Bedeutung?

Natürlich wird jede Werkstoffgruppe ihre Berechtigung und ihren Bedarf haben. Der neue Audi A8 zum Beispiel besteht größtenteils aus Aluminium. Aber im Großvolumensegment wird Stahl dominierend bleiben, einfach, weil er auch durch den Preisdruck aus Asien günstiger geworden ist und weil die Stahlindustrie sich wettbewerbsfähiger aufgestellt hat.

Volkswagen will bis 2025 zum führenden Hersteller von Elektroautos aufsteigen. Wird Stahl auch hier eine so große Rolle spielen?

Ja, wir werden im Wesentlichen auf Stahl setzen, weil wir im Konzern hohe Stückzahlen anstreben. Bei den höherpreisigen E-Modellen denken wir zwar auch über Faserverbund oder den Einsatz von Aluminium nach, aber der bei Weitem dominierende Werkstoff wird auch bei der E-Mobilität Stahl sein. Eines darf man bei alledem nicht vergessen: Wenn ich bei elektrischen Fahrzeugen Leichtbau betreiben möchte, dann ist es am effizientesten, das Geld für den Leichtbau in leistungsfähige Batterien zu investieren, denn Batterien sind schwer. Erhöht man deren Leistungsfähigkeit, braucht man weniger Batterien. Das ist die einfachste Art, Leichtbau zu betreiben. Für die Werkstoffforschung sind das aber ganz neue Aufgabengebiete.

Das vollständige Interview finden Sie in der Fachzeitschrift lightweight.design 2/2018

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