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17.03.2017 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Magna und Ford entwickeln Carbonfaser-Hilfsrahmen

Autor:
Christiane Köllner

Magna und Ford haben einen Hilfsrahmen aus Carbonfaser-Verbundmaterial entwickelt. Er soll rund ein Drittel leichter sein als ein Rahmen aus Stahl. Prototypen werden in Ford-Fahrzeugen getestet.

Magna International hat gemeinsam mit der Ford Motor Company einen Hilfsrahmen aus einem Verbundwerkstoff aus Carbonfaser entwickelt, um das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren. Verglichen mit einem entsprechenden Teil aus gestanztem Stahl sei das Gewicht des neu entwickelten Hilfsrahmens um 34 Prozent geringer, erklärt Magna.

Darüber hinaus habe man 45 Stahlteile durch zwei Spritzguss- und vier Metallteile ersetzt, sodass die Anzahl der im Hilfsrahmen verarbeiteten Teile um 87 Prozent sinke. Die Spritzgussteile werden durch Klebstoffe und strukturelle Nieten zusammengefügt.

Anzahl der Teile um 87 Prozent reduziert

Der Entwurf entspreche allen Leistungsanforderungen auf Basis von CAE-Analysen (Computer-Aided Engineering), heißt es. Magna will nun Prototypen des Hilfsrahmens herstellen, die anschließend Komponententests sowie Tests auf Fahrzeugebene bei Ford durchlaufen sollen. In der Testphase werden das Verhalten bei Korrosion und Steinschlag sowie die Schraubenrelaxation untersucht – Aspekte, die derzeit nicht durch CAE erfasst werden, erklären die Magna-Experten. Basierend auf den Erfahrungen, die das Projektteam bei der Herstellung und den anschließenden Tests des Prototyps sammelt, soll es zudem einen empfohlenen Design-, Fertigungs- und Montageprozess bereitstellen.

Der Hilfsrahmen aus Carbonfaser ist bei einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Magna und Ford entstanden. Das Projekt soll mögliche Vorteile sowie technische Herausforderungen von carbonfaserverstärkten Verbundmaterialien im Chassis sowie der daraus resultierenden Gewichtsreduzierung untersuchen.

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Quelle:
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