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20.04.2016 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Neues Dresdner Forschungszentrum arbeitet an Kohlenstofffasern

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Dresdner Wissenschaftler haben das Forschungszentrum "Research Center Carbon Fibers Saxony" gegründet. Das Zentrum bündelt die an der TU Dresden vorhandenen Kompetenzen im Feld Faserverbund-Leichtbau.

Im Bereich der Kohlenstofffasern bündeln Wissenschaftler der TU Dresden ihre Kompetenzen in einem neuen Forschungszentrum "Research Center Carbon Fibers Saxony (RCCF)". Ziel sei eine gemeinsame Forschungsinitiative im Bereich maßgeschneiderter Kohlenstofffasern für zukunftsweisende Funktions- und Strukturwerkstoffe, wie die TU Dresden bekannt gibt. Die offizielle Gründung hat kürzlich am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden stattgefunden.

Das RCCF bündelt die an der TU Dresden vorhandenen Kompetenzen im Feld Faserverbund-Leichtbau und will die Entwicklung maßgeschneiderter Composites mit polymerer, keramischer und metallischer Matrix weiter ausbauen. Dazu verbinden sich das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) in einem Center, in dem künftig durchgängige Entwicklungsketten vom Faserrohstoff bis zum fertigen Bauteil erforscht werden.

Inbetriebnahme einer Carbonfaseranlage im Juni

Im RCCF soll die bisherige Forschung der beiden Institute zusammengefasst und vertieft werden. So wollen die Wissenschaftler fossile und nachwachsende Rohstoffe als Ausgangsprodukte erforschen und maßgeschneiderte Kohlenstofffasern für neue Funktionswerkstoffe entwickeln. Darüber hinaus soll der Fokus auf die Anwendung der Fasern für neuartige Struktur- und Funktionswerkstoffe gesetzt werden. Die Ergebnisse der Arbeiten sollen direkt in die Lehre an der TU Dresden übertragen werden. Im Blickpunkt stehe auch der Transfer der errungenen Kenntnisse in die industrielle Anwendung.

Ein erster wichtiger Schritt hierfür ist die Inbetriebnahme einer Carbonfaseranlage. An dieser Forschungsanlage können die Dresdner Wissenschaftler Kohlenstofffasern mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften herstellen. So können sie im Labormaßstab Parameter identifizieren, die künftig auf Produktionsanlagen genutzt werden. Die Carbonfaseranlage soll im Juni 2016 im Rahmen des 20. Internationalen Dresdner Leichtbausymposiums in Betrieb genommen werden.

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