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02.12.2016 | Leichtbau | Nachricht | Onlineartikel

Hybrider Leichtbau spornt die Composites-Industrie an

Autor:
Angelina Hofacker

Die Fachmesse Composites Europe warf diese Woche einen positiven Blick in die Zukunft der Verbundwerkstoffe. Denn glasfaserverstärkte Kunststoffe werden für den hybriden Leichtbau immer attraktiver.

Der Trend zur Gewichtsreduktion im Automobilbau, der Luftfahrt oder im Bauwesen treibt die Entwicklung von Faserverbundwerkstoffen nach Angaben der deutschen Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) weiter voran. Dem Branchenverband zufolge wächst auch im Jahr 2016 die Produktionsmenge von Glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) in Europa um 2,5 Prozent. Dieser Trend werde sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen, konstatierte der Verband diese Woche im Rahmen der Fachmesse Composites Europe in Düsseldorf. Weitere Zuwächse verspricht sich die Industrie vom Composites-Einsatz in modernen Materialsystemen, die über einzelne Werkstoffgruppen hinausgehen. "Der Trend zur Schaffung und Weiterentwicklung von Multimaterialsystemen und der Einsatz von Hybridbauteilen wird eine der zentralen Herausforderungen bleiben. Das Fügen und Verbinden unterschiedlicher Werkstoffe ist eine Aufgabe, der sich neben der Composites-Industrie auch Player anderer Werkstoffbereiche stellen sollten", betonte Dr. Elmar Witten, Geschäftsführer des AVK.

Mit der Premiere des Lightweight Technologies Forums und dem "Strategietag Leichtbau" hat die Fachmesse diesen Trend auch in Düsseldorf aufgegriffen. Und so standen Materialverbünde aus Faserverbund- und Metalltechnologien im Mittelpunkt des Fachprogramms der Messe, die mit der parallel stattfindenden Messe Aluminium vom 29. November bis zum 1. Dezember realisiert wurden. "Die gelungene Premiere des Lightweight Technologies Forums spiegelt den Trend zum Multimaterial-Leichtbau wider", bestätigte Dr. Walter Begemann, Projektleiter der VDMA Arbeitsgemeinschaft Hybride Leichtbau Technologien. Diesen Weg sollte die Messe Begemann zufolge weiter gehen, um den Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft zu fördern.

Industrie in Süddeutschland als Innovationstreiber für Composites

Den gestiegenen Anforderungen nach besserer Verknüpfung von Wissenschaft, Composites- und Anwendungsindustrien will die Fachmesse Composites Europe auch mit einem Ortswechsel nachkommen, gab der Veranstalter Reed Exhibitions bekannt. Ab dem Jahr 2017 wird die Messe jährlich in Stuttgart stattfinden. Bisher wurde sie alternierend in Stuttgart und Düsseldorf durchgeführt. Damit folge der Veranstalter der Messe dem Wunsch der Aussteller und dem einstimmigen Votum des Fachbeirats.

Ausschlaggebend dafür sei die Nähe zu den Industriezweigen wie der Automobilbranche, dem Fahrzeugbau, der Luft- und Raumfahrt sowie der Elektrobranche, die den Bedarf an leichten und modernen Materialien international ankurbeln. "Speziell die Region Stuttgart und Baden-Württemberg sind als führende Technologiestandorte aktuell die Innovationstreiber für die Composites-Industrie", betont Olaf Freier, Event Director der Composites Europe. Das unterstrich auch Peter Egger in seiner Funktion als Beiratsvorsitzender der Messe: "In Zukunft wird es darum gehen, mit modernsten Produktions- und Automatisierungslösungen die Serienfertigung voranzutreiben, um weitere Marktpotenziale zu erschließen." Hier erwarte die Branche zusätzliche Impulse von der Standortentscheidung.

In Stuttgart ist dem Veranstalter zufolge auch die Entwicklung der Fachmesse besonders dynamisch verlaufen. Hier zeigten im vergangenen Jahr 470 Aussteller den gesamten Produktions- und Fertigungsprozess von Faserverbundwerkstoffen. In Düsseldorf zählte Veranstalter Reed Exhibitions diese Woche 350 Aussteller aus 30 Nationen und 8622 Besucher.

Die 12. Composites Europe wird vom 19. bis 21. September 2017 in Stuttgart stattfinden.

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