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Über dieses Buch

Im strategischen Beschaffungsmanagement gewinnen vermehrt ökologische und soziale Gesichtspunkte an Bedeutung. Das neue Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten (Lieferkettengesetz) unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, sich mit den Pflichten der Corporate Social Responsibility (CSR) nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch in der Supply Chain auseinanderzusetzen. Häufig fehlt es jedoch an einem Verständnis, wie die neuen Anforderungen umgesetzt werden können. Hier kann dieses Essential als Leitfaden dienen, um die fachspezifischen Kenntnisse zum Thema Nachhaltigkeit und CSR zu vertiefen. Es enthält Informationen zu vorhandenen gesetzlichen Regelungen und Richtlinien, wichtigen CSR-Risiken sowie Instrumenten zur Sicherstellung von nachhaltigen Lieferketten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Unter dem Titel „The Limits to Growth“ machte der Club of Rome 1972 auf fünf aktuelle Haupttrends weltweiter Probleme aufmerksam (Meadows 1972). Die beschleunigte Industrialisierung, das rapide Bevölkerungswachstum, die weltweite Unterernährung, die Ausbeutung der Rohstoffreserven und die Zerstörung des Lebensraums wurden für die künftige Lage der Menschheit als besonders gravierend identifiziert. Insbesondere das Bevölkerungswachstum wurde als sehr problematisch eingeschätzt, da es zugleich als Ursache und Folge der Ausplünderung von Ressourcen und des Ruins von Lebensräumen gesehen wurde.
Stefan Zeisel

Kapitel 2. Lieferketteninitiativen und -gesetze

Zusammenfasssung
Neben den nationalen Akteuren gibt es auch völkerrechtliche und supranationale Institutionen. Solche Institutionen können Rechtsnormen verfassen, die Vorrang vor nationalem Recht haben. Ein wichtiger Akteur sind dabei die Vereinten Nationen (United Nations – UN).
Stefan Zeisel

Kapitel 3. Infrastruktur zur Umsetzung des Lieferkettengesetzes

Zusammenfassung
Um das Lieferkettengesetz erfolgreich zu implementieren, sind verschiedene Schritte notwendig. Im ersten Schritt müssen die Schutzrechte definiert und im Unternehmen und in der Lieferkette verankert werden. Im zweiten Schritt werden CSR-Risiken identifiziert und bewertet.
Stefan Zeisel

Kapitel 4. Definition der Schutzrechte

Zusammenfassung
Die Werte eines Unternehmens sollen in einer Grundsatzerklärung beschrieben werden und dann über eine Verhaltensrichtlinie (Codes of Conduct) auf die Mitarbeiter und die Lieferanten (Supplier Code of Conduct) übertragen. In der Grundsatzerklärung werden die Menschenrechte anerkannt. Dabei nimmt das Unternehmen in der Regel Bezug auf eine der wichtigen Rahmenwerke einer supranationalen Organisation, z. B. die allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die zehn UN Global Compact Prinzipien (s. o.) bzw. die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.
Stefan Zeisel

Kapitel 5. Risikoidentifikation und -bewertung in globalen Lieferketten

Zusammenfassung
Das Lieferkettengesetz spricht ausdrücklich davon, dass Unternehmen ein effektives Risikomanagement-System aufbauen müssen. Insofern gewinnen Risikomanagement-Systeme nicht nur vor dem Hintergrund der zunehmenden Disruptionen, wie z. B. der Covid-19-Pandemie, sondern auch aufgrund des Lieferkettengesetzes an Bedeutung. Wichtig wird es sein, die Instrumente zur Verpflichtung von Lieferanten auf Nachhaltigkeit zielgenau zu steuern.
Stefan Zeisel

Kapitel 6. Überwachung und Maßnahmen

Zusammenfassung
Je nach Branche und Unternehmensorganisation ist der Einkauf bereits die erste überwachende Einheit, die durch ihr Handeln ein Vier-Augen-Prinzip und transparente Prozesse bezüglich der Budgets von Bedarfsträgern herbeiführt. In anderen Sektoren liegt das Einkaufsbudget in der Beschaffung und wird mit den Bedarfsträgern abgestimmt, z. B. im Handel oder der Automobilindustrie. In beiden Fällen gibt es aus Compliance-Gründen weitere Kontrollmechanismen, die man auch für die Implementierung des Lieferkettengesetzes nutzen kann und sollte.
Stefan Zeisel

Kapitel 7. Fazit

Zusammenfassung
Neue Grundrechte für Europa fordert die Stiftung jeder Mensch e. V., für die sich u. a. auch der bekannte Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach einsetzt. Der Artikel 5 dieser neuen Grundrechte betrifft die Globalisierung und kommt damit der Idee eines Lieferkettengesetztes gleich (Stiftung Jeder Mensch e. V. 2021): „Jeder Mensch hat das Recht, dass ihm nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten werden, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden.“
Stefan Zeisel

Backmatter

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