Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Aus der Aktualität des Regelwerks von Basel III resultieren neue Fragestellungen, denen sich Martin Windl auf Basis von mikroökonomischen Modellen nähert. Auf eine Diskussion des industrie- und informationsökonomischen Ansatzes der Bank folgt zunächst eine Vorstellung relevanter Beiträge zur Theorie und Empirie der Kapital- und Liquiditätsregulierung. Die anschließenden Kapitel befassen sich vor dem Hintergrund der Regulierung durch Basel III mit der mikroökonomischen Wirkungsweise der Liquiditätsregulierungsinstrumente LCR und NSFR auf optimales Bankverhalten. Die Analyse erfolgt unter der Prämisse eines positiven und eines negativen Interbankenzinses. Abschließend geht der Autor der Frage nach, inwiefern Liquiditätsregulierung Phänomene wie austrocknende Interbankenmärkte und Liquiditätshortung beeinflussen kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Diese Aussage, die der Ökonom Neil Wallace bereits lange vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008 traf, verdeutlicht den grundlegenden Zielkonflikt, vor dem eine Institution steht, die erwägt, in einem Bankensektor eine Liquiditätsregulierung einzuführen, um diesen zu stabilisieren, ohne die Banken jedoch gleichzeitig allzu sehr in ihrer Funktionalität einzuschränken.
Martin Windl

Kapitel 2. Literaturüberblick

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel beinhaltet eine Zusammenfassung der Entwicklung der mikroökonomischen Bankenliteratur. Die klassische Betrachtung von Bankverhalten erfolgt über den industrieökonomischen Ansatz der Bank. Dieser unterscheidet wiederum zwischen Portfoliomodellen und Modellen, die beide Seiten der Bankbilanz zugleich endogenisieren (Abschnitt 2.1.1). Die vornehmlich jüngere Literatur stellt zudem Informationsasymmetrien zwischen Banken, Kapitalgebern und Kapitalnehmern in den Fokus der Analyse (Abschnitt 2.1.2).
Martin Windl

Kapitel 3. Liquidity Coverage Ratio und Bankverhalten

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel analysiert, inwiefern die LCR als Regulierungsinstrument die Investitions- und Finanzierungsentscheidungen von Banken sowie deren Risikosensitivität beeinflusst. Als Modellrahmen dient ein von Pausch (2012) modifizierter Ansatz in der Tradition von Klein (1971) und Monti (1972). Ein industrieökonomisches Zwei-Perioden-Modell untersucht zunächst die isolierte Wirkung der LCR auf das optimale Bankverhalten. Anschließend betrachtet der Modellrahmen die Auswirkungen einer kombinierten Regulierung aus LCR und NSFR auf die Bankentscheidungen im Optimum.
Martin Windl

Kapitel 4. Negativer Interbankenzins, Regulierung und Bankverhalten

Zusammenfassung
Im Jahr 2016 wurde der Interbankenzins EURIBOR zum ersten Mal in seiner Geschichte für sämtliche Laufzeiten negativ. Interbankgeschäfte spielen eine entscheidende Rolle für Bankverhalten und auch für die Wirkung der neuen Regulierungsinstrumente des Regelwerks von Basel III. Kapitel 4 untersucht daher anhand eines Zwei-Perioden-Modells, das auf Pausch (2012) basiert, inwiefern sich das optimale Bankverhalten und auch die Wirkungsweise von Regulierungsinstrumenten durch die Einführung eines Negativzinses auf dem Interbankenmarkt verändert.
Martin Windl

Kapitel 5. Regulierung und Liquiditätshortung

Zusammenfassung
Während der Finanzkrise 2007/2008 misstrauten sich einige Banken gegenseitig. Dies führte auf dem Höhepunkt der Krise zu einem fast vollständigen Austrocknen von Interbankenmärkten mit Zinsen in Rekordhöhe. Banken horteten ihre Liquidität, statt diese in Form von Interbankkrediten auszureichen, um anderen Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung zu stellen. Kapitel 5 analysiert vor diesem Hintergrund, inwiefern die NSFR als Strukturkennziffer des Regelwerks von Basel III das vorsorgliche Liquiditätshortungsmotiv von Banken und die Stabilität von Bankensystemen im Sinn einer veränderten Wahrscheinlichkeit austrocknender Interbankenmärkte beeinflussen kann.
Martin Windl

Kapitel 6. Schluss

Zusammenfassung
Die Einführung von Liquiditätsregulierungsinstrumenten in das Regelwerk von Basel III zur Sicherung der kurz- beziehungsweise langfristigen Liquidität im Bankensektor nach der Finanzkrise 2007/2008 wirft neue Fragen in Bezug auf deren Auswirkungen auf das Verhalten von Banken und deren Stabilität auf. Die vorangegangenen Kapitel haben zunächst einige wichtige Fragestellungen motiviert und diskutieren diese anschließend unter Zuhilfenahme mikroökonomischer Methoden.
Martin Windl

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise