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Über dieses Buch

Das Inverkehrbringen und der Betrieb von Maschinen erfordern, das Einhalten von (Sicherheits-)Anforderungen zu dokumentieren, in Gefährdungsbeurteilungen das Risiko zu ermitteln, Schutzmaßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Trotz des einheitlichen Rechtsrahmens kommt es gerade bei Instandhaltungsarbeiten weiterhin zu schweren Arbeitsunfällen, z.B. durch unkontrolliert austretende Energien wegen deaktivierter Schutzmechanismen. Die Autoren führen in den Rechtsrahmen der Maschinen- und Betriebssicherheit ein und leiten daraus die wichtige Absicherung unkontrollierter Energiequellen während der Instandhaltung ab. Mit Lockout-Tagout stellen sie ein anerkanntes Verfahren zur Verbesserung der Betriebssicherheit vor. Hierzu kombinieren die Autoren Verfahrensanweisungen, technische Maßnahmen und Schulungen mit einer kontinuierlichen Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen.
Die Autoren
Dr.-Ing. Lars Schnieder verantwortet in einer Software-Entwicklungsfirma das Geschäftsfeld Sicherheitsbegutachtung. Er ist international als Sachverständiger für die Maschinen- und Betriebssicherheit tätig.Tim-Colin Uhde ist in dieser Firma als Sachverständiger für die Maschinen- und Betriebssicherheit tätig.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Rechtsrahmen der Maschinen- und Betriebssicherheit

Innerhalb der Europäischen Union besteht ein einheitlicher Rechtsrahmen für das Inverkehrbringen von Maschinen sowie der Betriebssicherheit. Die europäischen Regelungen sind in nationale Gesetzte überführt worden. Da der Gesetzgeber nicht alle technischen Details umfassend regeln kann, bedient er sich der Verweistechnik. Das bedeutet, dass europäische Richtlinien sowie nationale Gesetze und Verordnungen bewusst auf technische Regelwerke zur Bestimmung des rechtlich gebotenen Schutzniveaus in Maschinen und Anlagen verweisen. Mit dem Ziel einer Haftungsvermeidung ist eine Einhaltung dieser Regelwerke geboten.
Lars Schnieder, Tim-Colin Uhde

Kapitel 2. Was ist Lockout-Tagout?

Instandhaltung bezeichnet die Kombination technischer und administrativer Maßnahmen sowie Maßnahmen des Managements während des Lebenszyklus eines Arbeitsmittels. Instandhaltung bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erhaltung des sicheren Zustands oder zur Rückführung in diesen. Ein genauerer Blick auf die Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zeigt, dass die Instandhaltung eine der gefährlichsten Tätigkeiten in den Unternehmen darstellt. Rund 21 % aller tödlichen Unfälle ereignen sich im Zusammenhang mit Instandhaltungsaktivitäten. Um diesen Gefahren für das Instandhaltungspersonal wirksam zu begegnen, müssen Energien wirksam von den Maschinen getrennt werden und restliche Energien abgebaut werden.
Lars Schnieder, Tim-Colin Uhde

Kapitel 3. Vorgehensweise zur Umsetzung eines Programms zur Gefährdungsbeherrschung

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Instandhaltungstätigkeiten sind kontinuierlich zu bewerten und zu verbessern. Dies geschieht auf Grundlage von Inspektionen und Kontrollen, der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung, Vorfällen, Unfällen und Beinaheunfällen sowie der Rückmeldungen von Arbeitnehmern, Auftragnehmern und des für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zuständigen Personals. In diesem Kapitel wird eine strukturierte Vorgehensweise zur Umsetzung eines umfassenden Programms zur Gefährdungsbeherrschung beschrieben. Diese basiert auf mehreren aufeinander folgenden Punkten, welche sich an dem üblichen Schema der Gefährdungsbeurteilung orientieren.
Lars Schnieder, Tim-Colin Uhde

Kapitel 4. Ausblick: Sicherheitskultur als Fundament der Betriebssicherheit

Ein umfassendes Programm zur Betriebssicherheit kann nur dann erfolgreich sein, wenn es in eine professionelle Sicherheitskultur im Unternehmen eingebettet ist. Die Wahrnehmung der Beschäftigten über den Rückhalt sicherheitsbezogener Maßnahmen bei den Führungskräften bestimmt wesentlich den erreichbaren Erfolg eines Lockout-Tagout-Programms. Nur dann, wenn die ganze Organisation über alle Hierarchieebenen hinweg dem einheitlichen Ziel unfallfreien Arbeitens zustrebt, können die wirtschaftlichen Potenziale eines Lockout-Tagout-Programms (u. a. Verkürzung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten) gehoben werden.
Lars Schnieder, Tim-Colin Uhde

Backmatter

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