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Über dieses Buch

​Bei Logistik-Start-ups kommt zusammen, was Wissenschaft und Praxis interessiert: Digitalisierung, Innovation, Geschäftsmodelle, Technologien und neue Konzepte. Start-ups sind direkt beteiligt am Marktgeschehen und stellen sich unmittelbar den Bedingungen im Marktumfeld. Mit ihrem nach vorn gerichtetem Blick werden sie Teil einer Logistikzukunft bzw. einer „Neuen Logistik“.

Das Buch beschreibt diese Entwicklung. Dabei geht es um Fragen wie: Was trägt dazu bei, dass die Ideen der neuen Logistiker erfolgreich werden? Welche Start-ups bieten innovative Ideen und Technologien? Vorgestellt werden aktuelle Einblicke, Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele. Dieses Buch richtet sich an bestehende und entstehende Logistik-Start-ups wie auch an Entscheider und Unternehmenslenker der Logistik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung in die Welt der Logistik-Start-ups

Frontmatter

Kapitel 1. Einblick in die Welt der Logistik-Start-ups

Zusammenfassung
Immer wieder werden Branchen durch junge, innovative Unternehmen mit neuen Geschäftsideen – sogenannte Start-ups – herausgefordert und weiterentwickelt. In der Finanzbranche sind verschiedene digitale Lösungen für Finanzdienstleistungen entstanden und in der Automobilbranche fordern Anbieter für Elektrofahrzeuge oder alternative Mobilitätslösungen die etablierten Unternehmen zunehmend heraus. In der Logistikbranche haben sich ebenfalls viele verschiedene Start-ups in den vergangenen Jahren entwickelt, welche mit neuen Ideen die Logistik von morgen mitgestalten. Um sich diesem Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht zu nähern ist es hilfreich, die Masse an neuen Unternehmen anhand verschiedener Kriterien zu systematisieren. Hierdurch wird die Vielfalt der Unternehmen und Ideen deutlich und es können Bereiche identifiziert werden, in denen besonders viel gegründet wird oder ggf. noch weiterer Gründungsbedarf besteht. Die systematisierte Betrachtung bietet zudem die Grundlage für weitere Gründungsforschung im Bereich der Logistik.
Patrick Seeßle, Martin Schwemmer

Kapitel 2. Auf dem Weg zu einer Neuen Logistik

Zusammenfassung
Die Welt der Logistik ändert sich aufgrund einer Reihe wirkender Trends und Entwicklungen aus dem Umfeld. Veränderungen vollziehen sich dadurch, dass sowohl Bedarf als auch die technischen Möglichkeiten zunehmen, um Versorgungsketten transparenter zu machen. Ein festzustellender Güterstruktureffekt und die Möglichkeiten, entlang logistischer Ketten deutlich datengetriebener zu steuern und zu planen, tragen zusätzlich zu Weiterentwicklungen der Logistik wie wir sie kennen bei. Für solche Entwicklungen gibt es nicht nur belastbare Indizien, sondern es sind bereits Auswirkungen sichtbar. Zum einen kommen neue Logistikunternehmen und Start-ups auf, die Innovationen und Geschäftsideen entwickeln, die auf die wirkenden Trends und die neuen Möglichkeiten reagieren und Logistik aus der Perspektive der Welt der Daten denken. Zum anderen nimmt die Auseinandersetzung mit der Welt der Daten auch auf Seiten etablierter Logistikunternehmen spürbar zu. Diese Entwicklungen bringen etwas hervor, das vielleicht als „Neue Logistik“ bezeichnet werden kann. Der Beitrag bietet einen Aufschlag für eine Fassung der Neuen Logistik und versucht greifbar zu machen, worum es sich dabei konkret handelt.
Martin Schwemmer

Kapitel 3. Disruption oder Evolution? – Der Logistik-Start-up-Boom aus Sicht der Transaktionsmärkte

Zusammenfassung
Die Logistikbranche steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts am Scheideweg: Digitale Geschäftsmodelle stellen die Grundsätze der historisch gewachsenen Branchendynamik infrage. Die moderne Logistik der letzten 20 Jahre ist geprägt von einer ungekannten Entwicklungsgeschwindigkeit und Innovationskraft. Auch im globalen Transaktionsmarkt sind Investoren zunehmend auf den Logistik-Start-up-Boom aufmerksam geworden und verändern das Wettbewerbsumfeld nachhaltig. Dabei geraten zunehmend Start-ups im Bereich der Daten- und Plattformökonomie in den Fokus der Investoren und entfachen somit eine Debatte über Asset Ownership und neue Formen der Wertschöpfung im digitalen Raum. Für strategische Investoren steht dabei insbesondere die Innovationsfähigkeit der Branche im Mittelpunkt der Wertanlagen, sie setzten auf die Agilität von Start-ups im Umgang mit der rasanten Digitalisierung und den damit veränderten Kundenbedürfnissen. Das diversifizierte Investitionsgeschehen wirft jedoch strategische Fragen im globalen Kontext auf und die europäische Transportwirtschaft muss umdenken. Der Start-up-Boom ist dabei weniger als disruptiver, sondern vielmehr als evolutionärer Schritt für die Branche zu begreifen, der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Sektors nachhaltig untermauern kann.
Steffen Wagner, David Klein

Ressourcen, Mitarbeiter, Finanzen, Technologien

Frontmatter

Kapitel 4. Nutzer- und produzentenbasierte Logistik-Start-ups – Ressourcen, Strategien, Erfolge

Zusammenfassung
In diesem Kapitel unterscheiden wir zwei Arten von Start-ups in der Logistik: nutzerbasierte und produzientenbasierte Start-ups. Sehr wichtig für den Erfolg eines Start-ups ist, neben der Geschäftsidee selbst, auch der Zugang zu Ressourcen. Ziel des Kapitels ist es, nutzer- oder produzentenbasierte deutsche Logistik-Start-ups zu analysieren und für ihren Erfolg benötigte Ressourcen zu identifizieren. Dazu wurden Interviews mit 19 deutschen Logistik-Start-ups durchgeführt, auf deren Basis erste Hypothesen formuliert werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass Innovation in deutschen Start-ups eher produzentenbasiert ist, beide Arten von Innovation (sowohl produzenten- als auch nutzerbasierte) in der Logistik aber erfolgreich sein können. In beiden Fällen scheint bei den erfolgreichen Start-ups jedoch eine enge Verknüpfung mit der Logistikindustrie vorzuliegen, ob als Zulieferer von komplementären Ressourcen oder als Kunde.
Hanno Friedrich, Marina Odnokonnaya, Christina Raasch

Kapitel 5. Mehr als nur von A nach B fahren – Warum die Passung von LKW-Fahrern und Unternehmen wichtig ist und wie man sie finden kann

Zusammenfassung
Wie verändert sich das Human Resource Management im Zuge der Digitalisierung? Wie können sich Unternehmen im Kampf um Fachkräfte behaupten? Diesen Themen widmet sich dieser Beitrag und zeigt Lösungen für die Logistikbranche auf. Es wird erklärt, wie Berufskraftfahrer*innen als motivierte und loyale Beschäftigte gewonnen werden können. Dabei kommt es insbesondere auf die inhaltliche sowie kulturelle Passung an: Sie kann die Stressempfindung lindern, die Arbeitsmotivation steigern und die Kündigungsbereitschaft von Beschäftigten senken. In diesem Beitrag wird gezeigt, welche Faktoren auf die Passung von Fahrer*in und Unternehmen einspielen, wie sie konkret positiv beeinflusst werden kann und wie mithilfe dieser Erkenntnisse neue LKW-Fahrer*innen gefunden und bereits angestellte gehalten werden können. Besonderer Fokus liegt dabei auf Wertschätzung, Verminderung von empfundenen Belastungen und Unterstützung von Berufskraftfahrerinnen und -Fahrern auch abseits des beruflichen Alltags.
Marike Wöbken, Lukas Gröninger

Kapitel 6. Neue Potenziale in der Abrechnung logistischer Dienstleistungen dank innovativem Kreditorenmanagement und Digitalisierung

Zusammenfassung
Deutschland als Exportweltmeister mit global agierenden Konzernen, Hidden Champions und einem breiten Mittelstand hat in den letzten beiden Jahrzenten dafür gesorgt, dass die Logistik als sehr allumfassende, breite Branche überdurchschnittlich gewachsen ist. Speziell die Transportlogistik steht dabei im Fokus. Dieses Wachstum hat neben vielen positiven Effekten auch einige Herausforderungen für den stark heterogenen Transportmarkt geschaffen, welche es zu bewältigen gilt. Beispielhaft stehen dafür:
  • Bedingte Innovationsfähigkeit der Logistik
  • Mangelnde Ressourcen
  • Hoher Liquiditätsbedarf
Dies stellt die Unternehmen vor enorme Herausforderungen. In den vergangenen Jahrzenten war das Mittel der Wahl die Optimierung der operativen logistischen Prozesse. Dank Digitalisierung stehen den Akteuren nun auch Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung, Bereiche und Prozesse optimieren zu können, die bis dato kaum oder kein Optimierungspotenzial versprachen, wie beispielsweise die Abrechnung.
Philipp Kuhn

Kapitel 7. Neue Technologien – Ein Stimmungsbild des Wirtschaftsbereiches Logistik

Zusammenfassung
Innovationssprünge, die zu besonders spürbaren Entwicklungsschüben von ganzen Branchen führen, werden meist erst durch die Einführung und Verbreitung von neuen Technologien möglich. Die Betrachtung der Trends der Logistik kann zeigen, dass dem Technologieeinsatz vor dem Hintergrund einer sich immer schneller digitalisierenden Logistikwirtschaft eine bedeutende Rolle zukommt. Welche Rolle spielen an dieser Stelle Logistik-Start-ups? Sie fungieren als Innovatoren und frühe Anwender, die Anwendungsfelder für neue Technologien (auch Konzepte) erproben und die Machbarkeit prüfen, Technologien weiterentwickeln und in den Markt tragen. Damit spielen Start-ups die Rolle etwa eines Katalysators, der der Logistikwirtschaft den Einstieg in die Technologiewelt niedrigschwellig gestaltet und deutlich erleichtert. Logistik-Start-ups ebnen den Weg für eine in Zukunft deutlich stärker durch technologiedurchsetzte (darunter neben vielen weiteren Cloud-Technologien, Autonomes Fahren, KI, Robotik, 3D-Druck) und -unterstützte Logistikwirtschaft und deren Prozesse und Aktivitäten.
Christian Grotemeier, Freimut Kahrs

Plattformen

Frontmatter

Kapitel 8. Einfluss von Start-up-Unternehmen auf das Geschäftsmodell von Logistikdienstleistern – Eine Analyse am Beispiel von digitalen Plattformen für den Frachtversand

Zusammenfassung
Logistikdienstleister stellen sich durch das Aufkommen neuer Technologien und innovativer Geschäftsmodelle derzeit verschiedenen Herausforderungen im Logistikmarkt. 3D-Druck, Drohnen und neue digitale Lösungen wie Big-Data, IoT und zunehmende Plattform-Lösungen bieten erhebliche Chancen für die Weiterentwicklung von logistischen Dienstleistungen. Meist werden innovative Ansätze jedoch durch Start-ups im Logistikmarkt erprobt und vorangetrieben statt von bestehenden Logistikdienstleistern. Die etablierten Unternehmen lassen sich jedoch von den neuen Lösungen der Start-ups inspirieren und passen das eigene Angebot an die neuen Entwicklungen an oder adaptieren neue innovative Lösungen für das eigene Geschäftsmodell.
Ausgehend von den dynamischen Entwicklungen im Logistikmarkt untersucht dieser Beitrag den Einfluss von Start-up Unternehmen auf das Geschäftsmodell von etablierten Logistikdienstleistern. Hierzu wird der aktuelle Stand der Literatur im Hinblick auf verschiedene Geschäftsmodell-Dimensionen untersucht und anhand des Business-Model-Canvas systematisiert.
Patrick Seeßle

Kapitel 9. Logistikinnovationsökosysteme und -plattformen – Die Logistik und ihre verknüpfende Rolle zwischen Industrien

Zusammenfassung
Die Logistik hat sich stets als ein Dienstleister für produzierende und handelnde Unternehmen verstanden und somit primär als eine unterstützende Industrie als eine treibende (Heistermann et al., Digitisation in Logistics: Answers to Questions that Concern Companies, 2017). Parallel gab es Ansätze und Aussprüche, die Logistik gar als eigenständige wissenschaftliche Disziplin zu positionieren (Delfmann et al., Bundesvereinigung Logistik (BVL) 11:1–13, 2018). Durch die sukzessive Durchsetzung von Start-ups in dieser Industrie kam es zu einem generellen Umdenken und zu neuen Geschäftsmodellarchetypen (Möller et al., Archetypes of digital business models in logistics start-ups, 2019). Eben diese Start-ups bringen neue digitale Geschäftsmodelle (Keen & Williams, MIS Quarterly, 37:643–648, 2013) und somit Konzepte der Open Innovation (Chesbrough, Open innovation: Researching a new paradigm, Oxford University Press, 2006) in diese Branche. Dies sorgte für ein Durchrütteln und eine Neuausrichtung der betroffenen Logistikunternehmen. Dieses Umdenken soll nun als Plädoyer für die Logistik formalisiert und postuliert werden.
Marvin Lamberjohann

Kapitel 10. Die Digitalisierung des Vertriebs von Speditionen

Zusammenfassung
Die Digitalisierung hat jede Branche, die sie erfasst hat, grundlegend und nachhaltig verändert. Nun erfasst sie in noch nicht dagewesener Intensität auch die Logistik.
In diesem Beitrag erörtert der Autor, inwiefern die Digitalisierung die Arbeitsweise und das Geschäftsmodell von Speditionen verändern wird und welche Schritte möglich und teilweise notwendig sind, um sich als Spediteur auf die sich ändernde Umwelt einzustellen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kundenbeziehung. Viele der Fragen, die die Digitalisierung in diesem Bereich aufwirft, werden im Artikel explizit aufgegriffen und diskutiert. Dabei macht der Autor deutlich, wie Spediteure die bestehenden Möglichkeiten jeweils für sich bewerten können. Er zeigt dabei Chancen und Risiken auf, die sich für Speditionen unterschiedlicher Größe aus den Veränderungen ergeben, verdeutlicht, dass es gerade im Vertrieb nicht nur um digitale Werkzeuge geht, und führt vor Augen, wie die Struktur des Vertriebs und des Marktes sich durch die Digitalisierung grundlegend ändern wird.
Lasse Landt

Kapitel 11. Corporate Incubation am Beispiel des Logistik-Spin-offs Cargoboard

Zusammenfassung
Die Inkubation des Corporate Spin-Offs Cargoboard gilt als Best Practice innerhalb der Partnerschaft zwischen dem Stückgutnetzwerk CargoLine und dem Innovationsquartier garage33. Durch die Begleitung der garage33 entwickelte Cargoboard innerhalb von fünf Monaten eine Online-Speditionsplattform, die seit der Gründung im April 2019 bereits über 200.000 Stückguttransporte durchgeführt hat (Stand Juli 2021).
Inkubatoren wie die garage33 unterstützen die Entwicklung von Geschäftsmodellen methodisch bei der Identifikation von Innovationsfeldern und -optionen, der Generierung von Ideen, sowie der initialen Konzeptionierung und datenbasierten Entwicklung von Geschäftsmodellen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Inkubationsprozess des Spin-offs im Grundsatz nicht von dem eines klassischen Start-ups.
Die vorliegende Case Study über das Logistik Spin-Off Cargoboard reflektiert den Inkubationsprozess und diskutiert die kritischen Erfolgsfaktoren.
Tim Brühn, Richard Kleeschulte

Kapitel 12. Boxbote – Deine Stadt auf einen Klick

Zusammenfassung
Der Online-Handel stellt einen ernst zu nehmenden Wettbewerb zum stationären Handel dar. Die Abwanderung von Umsatz in das Internet bedroht die Existenz des stationären Einzelhandels. Im Wettbewerb zwischen Online-Handel und stationärem Handel wird das Zusammenspiel von Marketing und Logistik besonders deutlich. Service-Versprechen werden durch Fulfillment-Dienste realisiert. Diese Leistungen stellt einen zentralen Erfolgsfaktor der Online-Plattformen dar: Verlässliche Logistik stellt Kunden zufrieden, die dann wieder online kaufen. Die Plattform wird bekannter und ein Selbstverstärkungseffekt tritt ein. Der stationäre Einzelhandel kann diesen Effekt nicht erzeugen. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen andere Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet werden. Stärken des Online-Handels müssen mit den Vorteilen des lokalen, stationären Einzelhandels kombiniert werden. Boxbote bietet hierfür die Möglichkeit, einen lokalen Marktplatz zu entwickeln und mit Fahrrad-Lieferlogistik zu betreiben.
Raimund Seibold, Michael Krupp

Kapitel 13. Digitalisierung der Seefracht mit Blockchain

Zusammenfassung
In der Seefracht gilt noch immer eine jahrhundertealte Dokumentationspflicht für den Warenverkehr. Diese erfordert zahlreiche Dokumente mit unterschiedlichen Eigenschaften. Das wichtigste darunter ist das Konnossement (englisch Bill of Lading oder abgekürzt B/L), dessen Funktionen beinhalten u. a. den Nachweis, dass die Ware wie beschrieben übernommen wurde. Das Konnossement ist bis heute in Papierform in Gebrauch. Das Projekt HAPTIK bildet diesen papierbasierten Prozess in der Seefracht vollständig auf einer Blockchain ab. HAPTIK digitalisiert die im internationalen Handel notwendigen Transportdokumente und kann dadurch eine enorme Effizienzsteigerung realisieren. HAPTIK wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 1,4 Mio. € gefördert. Forschungsziel ist die Digitalisierung des Konnossements mithilfe der Blockchain-Technologie. Projektziel ist die Ausgründung einer unabhängigen, sich selbst finanzierenden Plattform, die volldigitale, juristisch verlässliche Konnossemente als Token auf einer Blockchain abbildet.
Dieter Sellner

Was können wir lernen?

Frontmatter

Kapitel 14. Der Blick über den Branchen-Tellerrand – Die Relevanz von Cross-Industry-Innovationen für die Logistikindustrie

Zusammenfassung
Sowohl in der Innovationsforschung als auch im Innovationsmanagement erlangt der Cross-Industry-Ansatz eine immer wichtigere Rolle. Nachdem viele Firmen bereits auf das Wissen von Kunden, Lieferanten, Start-ups oder anderen Experten in ihrer eigenen Industrie zurückgreifen, statt nur unternehmensintern Innovationen voranzutreiben, geht der Cross-Industry-Ansatz einen Schritt weiter und ermöglicht eine industrieübergreifende Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissensträgern. Gleichzeitig stehen Logistikunternehmen vor der besonderen Herausforderung, den ersten geeigneten Schritt in die Welt möglicher Cross-Industry-Innovationen zu finden. Dabei gibt dieser Buchbeitrag eine zweistufige Vorgehensweise als Empfehlung an die Hand, um sich strategisch und fokussiert an die industrieübergreifende Zusammenarbeit heranzutasten. Auch Start-ups können diese zweistufige Herangehensweise nutzen, um in anderen Branchen effizient neue Kunden und Unternehmenspartner zu finden. Um das zweistufige Verfahren für Logistikunternehmen praxisnäher zu beleuchten, stellt der Buchbeitrag abschließend inspirierende Start-ups für eine industrieübergreifende Zusammenarbeit vor.
Christian Kille, Katrin Held

Kapitel 15. Das Puzzle der Innovation – Die Komplexität der Ökosysteme von Logistik-Start-ups

Zusammenfassung
Als junges Unternehmen, das das Ziel verfolgt, mit neuen Prozessen, Produkten oder Dienstleistungen entlang der logistischen Wertschöpfungskette tragfähige Geschäftsmodelle aufzubauen, bedarf es einer Vielzahl an passenden Puzzleteilen, um diesem Ziel näher zu kommen geschweige denn, es zu erreichen. Nicht selten müssen einst erfolgsversprechende Konzepte verworfen und Ideen von Grund auf neu entwickelt werden.
Johannes Berg, Annabelle Dirks

Kapitel 16. Start-ups und etablierte Unternehmen – Eine schwierige Zusammenarbeit

Zusammenfassung
Die Kooperation mit Start-ups ist eine gute Methode, um Innovationen in etablierte Unternehmen zu bringen oder auch, um mit neuen und günstigen Technologien signifikant Kosten einzusparen und Umsätze zu steigern.
Marc Schmitt

Kapitel 17. Viereinhalb Thesen zur aktuellen Logistik-Start-up-Forschung und der Wunsch ihrer Widerlegung – Ein prä-wissenschaftlicher Impuls

Zusammenfassung
Logistik-Start-ups boomen. Immer noch. Es herrscht viel Bewegung bei den Jungunternehmen in diesem Segment; und das betrifft alle Phasen ihres Lebenszyklus, ihre Wahrnehmung in den Medien – und auch ihre Beachtung in der Forschung. Nach grundlegender Basisarbeit in den letzten Jahren fehlen aber zunehmend tiefergehende Arbeiten. Die Unternehmenspraxis könnte stark profitieren, wenn zum Beispiel folgende Fragen untersucht würden: Woran scheitern Logistik-Start-ups? Wie viele und vor allem welche Ansätze sind wirklich innovativ? Sind die (mit wenigen Ausnahmen) eher geringen Finanzierungssummen in DACH Ursache oder Wirkung? Welche Struktur und Zielsetzung haben strategische Übernahmen durch etablierte Player? Und welche Wirkung? Dieser Beitrag stellt vier Thesen (und eine halbe) zu diesen Fragen auf, die sich dem Verfasser in mehreren Jahren Beobachten und Begleiten der Szene in Deutschland aufdrängen. Der große Wunsch, das mit den Thesen verbundene Unbehagen möge sich dadurch auflösen, dass solide Wissenschaft sie falsifiziert, ist hierbei Motivation.
Daniel Terner
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