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30.05.2016 | Logistik | Im Fokus | Onlineartikel

Lithium-Ionen-Technologie erobert Flurförderzeuge

Autor:
Dieter Beste
2 Min. Lesedauer


Mehr als 60 neue Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen in unterschiedlichsten Ausführungen übernahmen kürzlich in Lübeck bei einem Nahrungsmittelhersteller den Intralogistik-Alltag. Der Clou der Staplerflotte: Lithium-Ionen-Batterien.

Der Hersteller Still setzt auf innovative Batterietechnik seiner Flurförderfahrzeuge und stellt seine neue Fahrzeugflotte für die Intralogistik vom 31. Mai bis zum 3. Juni in Hannover auf der Messe CeMAT vor. Neben dem Handantrieb und dem Fahrantrieb durch einen Verbrennungsmotor ist seit Langem der elektromotorische Fahrantrieb üblich, wie die Autoren des Dubbel auf Seite U48 skizzieren. Still verweist nun auf ein im April abgeschlossenes Großprojekt, bei dem es bei dem Nahrungsmittelhersteller Brüggen am Standort Lübeck mehr als 60 Stapler in unterschiedlicher Ausführung von Blei-Säure- auf Lithium-Ionen-Batterien umgestellt hat. Das neue Batteriesystem bietet nach Herstellerangaben viele Vorteile: Bei gleichem Bauvolumen enthält der Lithium-Ionen-Akku die doppelte Energiemenge, dadurch können Batteriewechselaufwand und -infrastruktur eingespart werden. Hinzu komme, dass der Lithium-Ionen-Akku wartungsfrei sei, wodurch im Gegensatz zur Blei-Säure-Batterie alle Wartungsarbeiten rund um die Batteriesäure entfallen.

Für die Mitarbeiter bei Brüggen bringt die Umstellung Arbeitserleichterungen und mehr Komfort mit sich. Statt die Wechselbatterien zu tauschen und an die Ladestationen anzuschließen, mehr als sechs Stunden aufzuladen und mit destilliertem Wasser aufzufüllen, reicht es jetzt aus, sie bequem über den von außen zugänglichen Ladeanschluss zu laden. „Alles, womit Paletten bewegt werden können, ist seit Mai umgestellt“, sagt Marek Schröder, Leiter Logistik bei Brüggen.

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Zwischenladungen sind im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien in jedem Ladezustand möglich. „Wir haben einige Stapler im 24-Stunden-Betrieb und sind in der Logistik und auch in der Produktion auf sie angewiesen. Die neuen Batterien können, wie wir es alle von unseren Handys kennen, jederzeit auch nur für ein paar Minuten geladen werden.“ Die Mitarbeiter können jetzt Pausenzeiten nutzen, um die Batterie aufzuladen. Bereits nach 40 Minuten stehen wieder zwei Drittel der Ladekapazität zur Verfügung. Mit rund 2.500 möglichen Ladezyklen kann der Lithium-Ionen-Akku doppelt so oft geladen werden wie eine klassische Blei-Säure-Batterie. Negative Memory-Effekte gibt es bei einer Li-Ionen-Batterie nicht. Auch beim Thema Sicherheit setzt die zukunftsweisende Technologie neue Standards. Jede Batteriezelle wird in Echtzeit überwacht und ermöglicht somit eine äußerst präzise Entladeanzeige, wodurch sich die Leistung besonders effizient nutzen lässt. Kurzum: Weniger Lithium-Ionen-Fahrzeuge schaffen mehr: Die neue Fahrzeugflotte bei Brüggen konnte um fast ein Viertel reduziert werden. 

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