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08.05.2018 | Logistik | Nachricht | Onlineartikel

Leichtfahrzeug dank smarter Zuliefererkette

Autor:
Thomas Siebel

Die HMI hat die smarte Zuliefererkette im Leichtbau ins Rampenlicht gerückt. Exemplarisch stellte ein Unternehmer dar, wie sich mit nur fünf Leuten ein Stadtfahrzeug entwickeln und produzieren lässt. 

Schwerpunkte der Industrial Supply auf der diesjährigen Hannover Messe waren der Leichtbau und die smarte Zulieferkette. Damit wird die Messe dem Umstand gerecht, dass die unternehmensübergreifende Wertschöpfungskette in einem branchenübergreifenden Thema wie dem Leichtbau immer bedeutender wird. 

Dies hat sich laut Olaf Daebler, Global Director Industrial Supply auf der Hannover Messe, auch in der großen Resonanz auf die "Integrated Lightweight Plaza“ widergespiegelt, auf der erstmals in diesem Jahr zahlreiche Aussteller ihre Leichtbaulösungen und -kompetenzen präsentierten. "Es geht im Leichtbau mittlerweile weniger um innovative Einzelteile, sondern um Komplettlösungen“, so Daebler.

Innovation durch Unternehmensnetzwerke

Silvius Grobesch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), sieht das ähnlich und ergänzt, dass der Ansatz "Innovationen im Haus“ heute nicht mehr funktioniere. 

Mit verbrauchs- oder gewichtsoptimierten Produkten befasste Unternehmen bestätigten dies: einen Anteil von circa 50 bis 80 Prozent ihrer Endprodukte kauften die Unternehmen zu, so Grobesch. Deswegen sei es wichtig, bei Entwicklungsarbeiten in Unternehmensnetzwerken denken.

Zu fünft Stadtfahrzeug entwickelt

Armin Müller, früherer Porsche-Entwickler und Gründer des Unternehmens Emm Solutions, erläuterte, wie sich in Zeiten der Digitalisierung gemeinsam mit Zulieferern innerhalb von vier Monaten ein Leichtbau-Fahrzeug entwickeln lässt. Der ILO 1 genannte Prototyp eines kleinen und leichten Stadtfahrzeugs ist in Konzeptleichtbauweise konstruiert und gebaut – und er ist für den Straßenverkehr zugelassen. 

Das kleine Unternehmen hat weder eine Entwicklungs- noch eine Einkaufsabteilung. Im Zentrum steht stattdessen ein PLM-Sytem von Cassini, über das sich Müller und seine Mitarbeiter mit den verschiedenen Dienstleistern und Zuliefern vernetzen. Der Rest sei Projekt- und Datenmanagement, so Müller. Einige Exemplare des ILO 1 wurden bereits gefertigt. Müller ist begeistert von diesem Entwicklungsansatz: "Dank der Digitalisierung sind wir als kleine Firma in der Lage, zu schaffen, was früher unmöglich war.“

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