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Über dieses Buch

​Vorhandene Freiheitsgrade in der Produktentwicklung können von der Logistik ausgenutzt werden, um steigende Anforderungen effektiv bewältigen zu können. Matthias Schulz untersucht anhand von Experteninterviews die Integration des genannten Funktionsbereichs in den Produktentstehungsprozess am Beispiel deutscher Automobilhersteller. Um die Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten, erläutert der Autor wandelnde Aufgaben in der Logistik bzw. im Supply Chain Management bis zum Jahre 2025 durch eine trendbasierte Szenario-Analyse und ermittelt notwendige Anpassungen. Die Analyse zeigt Unternehmen in- und außerhalb der Automobilindustrie Wege auf, die Leistungsfähigkeit und Kosten ihrer Fließsysteme zu verbessern und so dauerhafte Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Zielsetzung und Vorgehen der Arbeit

Zusammenfassung
Die Logistik hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Funktionslehre zu einer unternehmensübergreifenden Führungslehre weiterentwickelt. Mit ihrer steigenden Bedeutung für den Unternehmenserfolg erhöhen sich auch die an sie gestellten Anforderungen, bspw. bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit oder Kosten. Aus der betriebswirtschaftlichen Theorie ergibt sich die Forderung nach einer Übereinstimmung zwischen diesen Anforderungen, welche vor allem äußeren Einflüssen wie Kundenwünschen oder Gesetzen unterworfen sind, und den Leistungssystemen des Unternehmens bzw. der Supply Chain.
Matthias Schulz

2. Grundlagen der Produktentwicklung und der Logistik am Beispiel der Automobilindustrie

Zusammenfassung
Im Folgenden soll zunächst ein kurzer Überblick über die wesentlichen traditionellen Merkmale der Automobilindustrie gegeben werden. Die Grundlagen dienen dem Verständnis der konkreten Art und Weise, in der allgemeingültige Prinzipien von Entwicklung, Produktion und Logistik praktisch umgesetzt werden. Weiterhin stellen sie die Basis für Änderungen im Wettbewerbsumfeld aufgrund aktueller und zukünftiger Entwicklungen dar, die in späteren Kapiteln erläutert werden. Ausgangspunkt sind die bereits in Kapitel 1.1 dargelegten Fakten.
Matthias Schulz

3. Gestaltungsparameter Logistikintegrierter Produktentwicklung

Zusammenfassung
Aus dem erweiterten Verständnis des Produktbegriffs als Leistungsbündel erschließt sich auch die Einstufung der Logistik als ein dritter Wettbewerbsfaktor neben Produktqualität und Preis. Als Auftrag der Logistik gilt die Bereitstellung nach den sog. „6 R“, also die richtige Menge der richtigen Objekte zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen. Durch diesen Service leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung des Kundennutzens und erhöht so den Objektwert der transformierten Güter.
Matthias Schulz

4. Die Logistikintegrierte Produktentwicklung und ihre organisatorische Umsetzung in der deutschen Automobilindustrie

Zusammenfassung
Um die beschriebenen Ziele einer logistikgerechten Produktentwicklung umsetzen und die Freiheitsgrade zur Gestaltung nutzen zu können, sind adäquate Produktentstehungsprozesse notwendig. In diesem Kapitel sollen Chancen und Herausforderungen bei der Integration der Logistik in den Produktentstehungsprozess aus konzeptueller Sicht erläutert werden.
Matthias Schulz

5. Trends in der Logistikintegrierten Produktentwicklung am Beispiel der Automobilindustrie

Zusammenfassung
Wissenschaftliche Forschung ist grundsätzlich darauf ausgelegt, aufgrund von Beobachtungen der Realität allgemeine Gesetzmäßigkeiten abzuleiten und diese zum Zwecke der Vorhersage/Rekonstruktion oder der Erklärung von Phänomenen nutzbar zu machen. Findet dabei eine „wissenschaftliche Befassung mit möglichen, wünschbaren und wahrscheinlichen Zukunftsentwicklungen und Gestaltungsoptionen sowie deren Voraussetzungen in Vergangenheit und Gegenwart“ statt, so bezeichnet man dies als Zukunftsforschung. Ihre wesentlichen Merkmale sind das Wissen um die Nichtvorhersehbarkeit der Zukunft, die Konzentration auf die Veränderung des Untersuchungsobjekts, das Denken in Alternativen, die universale Anwendbarkeit sowie die Interdisziplinarität.
Matthias Schulz

6. Die Automobilindustrie im Jahr 2025

Zusammenfassung
Aus der Synthese der untersuchten Trendentwicklungen (Kapitel 5.3) und ihrer wechselseitigen Auswirkungen (Kapitel 5.4) lässt sich ein Trendszenario für das Jahr 2025 generieren. Fast alle behandelten Entwicklungen führen für die Logistik zu neuen Herausforderungen und erhöhter Bedeutung.
Matthias Schulz

7. Handlungsempfehlungen für die ermittelten Zukunftsszenarien

Zusammenfassung
Um im beschriebenen Trendszenario (Kapitel 6.1) Wettbewerbsvorteile durch eine hocheffiziente Logistik erlangen zu können, ist es notwendig, dass Hersteller sich möglichst optimal an die wichtigsten Veränderungen anpassen. Die genannten hauptsächlichen Handlungsfelder entstehen dabei an der Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und Logistik und sind daher besonders geeignet für eine Betrachtung im Rahmen dieser Analyse. Im Folgenden sollen geeignete Strategien zur Bewältigung der neuen Herausforderungen vorgestellt werden.
Matthias Schulz

8. Neue Schwerpunkte für den Produktentstehungsprozess bis zum Jahr 2025

Zusammenfassung
In Kapitel 1 wurden auf Basis des Trendszenarios und unter Berücksichtigung weiterer möglicher Zukunftsbilder wesentliche Strategien bzw. Konzepte vorgestellt, um den Chancen und Risiken, welche sich sowohl durch sich verstärkende als auch durch sich widersprechende Entwicklungen ergeben werden, möglichst optimal begegnen zu können. Diese Strategien und Konzepte, deren Bedeutung in der Zukunft steigen wird, können im Sinne der Ausführungen aus Kapitel 4.1 am besten umgesetzt werden, wenn sie bereits im Produktentstehungsprozess berücksichtigt werden. Um die Forschungsfrage drei zu beantworten, soll daher im Folgenden aufgezeigt werden, wie eine solche Integration sinnvoll erfolgen kann bzw. sollte.
Matthias Schulz

9. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Etwa ab dem Jahr 2000 begannen die hier untersuchten deutschen OEMs, nachdem sie bereits gute Erfahrungen mit einer fertigungs- und montagegerechten Konstruktion gemacht hatten, auch den Funktionsbereich Logistik in die Integrierte Produktentwicklung einzubeziehen. In Kapitel 1.2 dieser Arbeit wurde die Hypothese aufgestellt, dass sich diesbezüglich mit Blick auf die Zukunft signifikante Verbesserungspotentiale bieten. Dazu wurden nach einer kurzen Einführung in die Materie (Kapitel 2) zunächst die wesentlichen Parameter, mit denen sich Produkt und Logistiksystem wechselseitig beeinflussen, untersucht (Kapitel 3) und anschließend ein Referenzmodell für den Status quo der Produktentstehung in der Automobilindustrie vorgestellt, welches sowohl die Aufgaben der Produktentwicklung als auch die der Logistikplanung enthält (Kapitel 4). Damit war die Forschungsfrage eins – „Welche Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten hat die Logistik heute herstellerübergreifend im Produktentstehungsprozess?“ – beantwortet.
Matthias Schulz

Backmatter

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