Skip to main content
main-content

2012 | Buch | 3. Auflage

Logistische Kennlinien

Grundlagen, Werkzeuge und Anwendungen

verfasst von: Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe: VDI-Buch

share
TEILEN
insite
SUCHEN

Über dieses Buch

Das Buch beschreibt in geschlossener Form die Modellierungsgrundlagen der Logistischen Kennlinien für Produktions- und Lagerprozesse sowie ihre mathematische Ableitung und Berechnung auf der Basis betriebsüblicher Daten. Damit werden die wechselseitigen Abhängigkeiten der logistischen Ziele - kurze Durchlaufzeit und hohe Termintreue einerseits und niedrige Bestände und hohe Auslastung andererseits - sowie ihre Beeinflussungsmöglichkeiten deutlich. Logistische Kennlinien stellen damit für viele Fälle eine interessante Alternative zur Simulation dar. Sie erschließen häufig verborgene Potenziale in der Durchlaufzeit und den Umlaufbeständen, ohne dass aufwändige Umstrukturierungen und Investitionen erforderlich sind. Die klare Gliederung in Grundlagen, Werkzeuge und zahlreiche Anwendungsbeispiele aus der variantenreichen Serienfertigung machen das Buch zu einem theoretisch fundierten und praxisnahen Leitfaden zur ständigen Verbesserung der logistischen Qualität von Produktionsunternehmen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Der Wandel ist zugleich typisches wie auch notwendiges Merkmal evolutionärer Prozesse. Obwohl er häufig als Auslöser für kritische Situationen von Unternehmen angesehen wird, beinhaltet er nicht nur Probleme, Risiken und Gefahren. Einem Unternehmen, welches sich frühzeitig und aktiv neuen Herausforderungen stellt, diese bewusst erfasst und bei der Planung der unternehmerischen Zukunft berücksichtigt, eröffnen sich neue Möglichkeiten, sich positiv von den Mitwettbewerbern zu differenzieren und so neue Potentiale zu erschließen.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 2. Modellierungsgrundlagen
Zusammenfassung
Zum Verständnis des theoretischen Hintergrundes logistischer Kennlinien ist es erforderlich, die Modellierungsgrundlagen der logistischen Kennlinien zu erläutern sowie grundlegende Begriffe und Kennwerte zu definieren. In diesem Kapitel konzentrieren sich die diesbezüglichen Ausführungen zunächst auf die Begriffe, die im Zusammenhang mit der Ableitung und Interpretation der Durchlaufzeit- und Leistungskennlinien für den Produktionsprozess benötigt werden. Die Grundlagen hierfür sind im Wesentlichen das Trichtermodell und das Durchlaufdiagramm sowie das „Gesetz von Little“ (Little’s Law).
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 3. Klassische Modelle der Produktionslogistik
Zusammenfassung
Bei Modellen für betriebswirtschaftliche Systeme handelt es sich im Allgemeinen um mathematische Modelle, zu deren Aufbau die nachfolgend beschriebenen grundsätzlichen Vorgehensweisen gebräuchlich ([Prof-77], [VDI-93], [Wöhe-08]) sind:
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 4. Ableitung einer Kennlinientheorie
Zusammenfassung
Aufgrund der jeweils spezifischen Probleme und Anwendungsgrenzen werden weder die Warteschlangentheorie noch die Simulationstechnik in einem größeren Umfang in der Praxis eingesetzt, um die logistikorientierte Bewertung und Gestaltung komplexer Produktionssysteme zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wachsenden Anforderungen an die Produktionslogistik hat sich ein mathematischer Ansatz bewährt, mit dem logistische Kennlinien für Produktionsprozesse über eine Näherungsgleichung berechnet werden können. Diese Näherungsgleichung, die sich mittlerweile auch in der betrieblichen Praxis Anwendung findet (vgl. hierzu auch Kap. 7), zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass sie eine Berechnung der Kennlinien auf der Basis weniger Daten ermöglicht und dennoch eine hohe Aussagesicherheit gewährleistet.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 5. Grundgesetze der Produktionslogistik
Zusammenfassung
Die Ausführungen im vorhergehenden Kapitel haben gezeigt, dass es trotz der scheinbar regellosen Verhältnisse in der Produktion möglich ist, das an den logistischen Zielgrößen gemessene Verhalten von Produktionssystemen mathematisch zu beschreiben.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 6. Anwendung der Kennlinientheorie
Zusammenfassung
Eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung der Kennlinientheorie besteht darin, dass die Modellprämissen ausreichend berücksichtigt werden und keine fehlerhaften Daten in die Berechnung einfließen. Zumindest aber muss die aus einem Datenfehler resultierende Ungenauigkeit der Modellaussage beurteilbar sein. Um diesbezüglich eine größere Sicherheit zu erzielen, wird nachfolgend die Erstellung und Nutzung berechneter Produktionskennlinien anhand eines Beispiels ausführlich dokumentiert (Abschn. 6.1 und 6.2). Hierbei wird zunächst auf Simulationsdaten zurückgegriffen, da sich so sicherstellen lässt, dass alle erforderlichen Daten vollständig und in einer hohen Qualität vorliegen und die Anwendungsvoraussetzungen exakt eingehalten werden.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 7. Engpassorientierte Logistikanalysen in der Praxis
Zusammenfassung
Die Engpassorientierte Logistikanalyse (vgl. Abschn. 6.5.2) ist ein Controlling-Ansatz, der speziell auf die logistikorientierte Bewertung und Verbesserung von bestehenden Produktionsprozessen ausgerichtet wurde. Über eine solche Analyse lassen sich die Prozessabläufe in einem Produktionsbereich aus logistischer Sicht sowohl qualitativ als auch quantitativ beschreiben. Die spezifischen Problemursachen lassen sich lokalisieren und auch in Form von Ursache-Wirkzusammen-hängen darstellen. Zudem können vorhandene logistische Rationalisierungspotentiale ebenso wie mögliche Maßnahmen zu ihrer Erschließung aufgezeigt und bewertet werden.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 8. Anwendung der Kennlinientheorie für Lagerprozesse
Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund einer signifikanten Reduzierung der Fertigungstiefe einerseits und zunehmender Anforderungen an die Flexibilisierung der Produktion andererseits wird die kosten- und termingerechte Bereitstellung fremdbezogener Materialien in Fertigung und Montage zu einem der bestimmenden Faktoren für den Unternehmenserfolg. Die maßgebliche Aufgabe des Beschaffungs- und Bestandsmanagements besteht darin, im Spannungsfeld zwischen den Flexibilitätsanforderungen der Bedarfsverursacher und dem logistischen Leistungsvermögen der Lieferanten eine wirtschaftliche Versorgung der Produktion mit Halbzeugen und Zukaufteilen auf einem hohen und stabilen Niveau zu gewährleisten. Der richtigen Dimensionierung der vorgehaltenen Bestände kommt somit eine zentrale Bedeutung zu. Mit dem Lagerbestand – aufgrund seiner hohen Kostenwirksamkeit selbst eine wichtige beschaffungslogistische Zielgröße – müssen Schwankungen im Abrufverhalten der Abnehmer (Kunden, Vertrieb oder die eigene Produktion) ebenso abgefedert werden wie Lieferterminabweichungen der Zulieferanten (extern oder intern). Hier zeigt sich das klassische Dilemma der Materialwirtschaft: Es ist zwischen einer hohen Lieferbereitschaft einerseits und niedrigen Beständen andererseits abzuwägen.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 9. Anwendung der Kennlinientheorie in der Lieferkette
Zusammenfassung
Die bisherigen Überlegungen galten jeweils der Betrachtung von einzelnen Produktions- oder Lagerbereichen mit Kennlinien. Im Folgenden wird der Betrachtungsgegenstand erweitert, indem die Wirkzusammen hänge zwischen Produktions- und Lagerbereichen betrachtet werden. Dadurch können komplette Lieferketten untersucht und hinsichtlich ihrer logistischen Leistungsfähigkeit werden. Eine Lieferkette besteht in der Regel aus verschiedenen Produktions- oder Montagestufen, die teilweise über Lagerstufen miteinander verknüpft sind. Lagerstufen dienen der Entkopplung von Prozessen. Eine Herausforderung bei der Gestaltung von Lieferketten besteht darin, dass die verfügbaren Ressourcen sowie die Bestände in der Produktion und im Lager aufeinander abzustimmen sind.In den folgenden Abschnitten wird gezeigt, welches logistische Zielsystem in Lieferketten besteht (Abschn. 9.1) und wie die Wirkzusammenhänge der Zielgrößen aussehen (Abschn. 9.2). Die Kenntnis um die Wirkzusammenhänge kann genutzt werden, um die Auswirkungen logistischer Prozesszustände auf die Gesamtleistung der Lieferkette zu quantifizieren (Abschn. 9.3). Die Darstellung erfolgt am Beispiel der Lieferkette eines Werkzeugherstellers.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Kapitel 10. Zusammenfassung und Ausblick
Zusammenfassung
Die Gestaltung und die Lenkung einer Produktion sind Schlüsselaufgaben eines Unternehmens, die wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen und daher konsequent an den Unternehmenszielen auszurichten sind. Nur wenn auch die Produktion die komplexen und sich schnell ändernden Anforderungen des Marktes erfüllen kann, wird ein Unternehmen insgesamt erfolgreich am Markt agieren können. Weiterentwicklungen im Bereich der Organisation sowie der Planung und Steuerung sind notwendig und finden auch in großem Umfang statt. Eine wesentliche Motivation hierbei ist die in vielen Unternehmen unbefriedigende Erfüllung der logistischen Erfolgsfaktoren.
Peter Nyhuis, Hans-Peter Wiendahl
Backmatter
Metadaten
Titel
Logistische Kennlinien
verfasst von
Peter Nyhuis
Hans-Peter Wiendahl
Copyright-Jahr
2012
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-540-92839-3
Print ISBN
978-3-540-92838-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-540-92839-3

Premium Partner