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Über dieses Buch

Stark bearbeitet und erweitert stellt das Buch industriespezifische und branchenübergreifend gültige logistische Designprinzipien erfolgreicher Netzmodelle in den Bereichen Industrie, Handel und Transportdienstleistung vor. Mit der Vertiefung der Analyse um das Kriterium der Nachhaltigkeit wird der öffentlichen Diskussion um die drohende Klimakatastrophe, in deren Mittelpunkt immer wieder auch der Güterverkehr und mit ihm die Logistik stehen, explizit Rechnung getragen. Zur weiteren Verbesserung der allgemeinen Verständlichkeit, auch komplexerer Sachverhalte, ist die Anzahl der Fallbeispiele sowie der Schaubilder um die Hälfte erhöht worden. Neben einem nunmehr eigenen Kapitel zu den methodologischen Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens auf dem Feld der betriebswirtschaftlichen Logistik helfen die aussagefähigen Projektbeispiele dem Leser, praktische Probleme im Netzwerkdesign zu lösen. Damit soll der besondere Anspruch des Buches, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu bauen, noch deutlicher erfüllt werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Grundlagen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der Logistikbegriff in seiner Entwicklung erklärt. Es werden die Gründe für den Bedeutungszuwachs der Logistik herausgearbeitet, und es werden alternative Ansätze für die Verankerung der Logistikfunktion in der Unternehmensorganisation diskutiert. Der Abschnitt über das Supply Chain Management beinhaltet eine kritische Machbarkeitsanalyse der unter dieser Überschrift entwickelten und propagierten Visionen und Konzepte. Dabei wird der Idee einer vollständigen, unternehmensübergreifenden vertikalen Integration als Basis einer holistischen Optimierung ganzer Wertschöpfungsketten das Leitbild lose, aber intelligent gekoppelter Regelkreise mit dezentralisierten Entscheidungsbefugnissen gegenübergestellt. Das Kapitel wird abgeschlossen mit einer ausführlichen Darstellung der Grundlagen, Methoden und Prinzipien einer Netzwerkkonfiguration. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine wissenschaftstheoretische Einordnung der vorgelegten Arbeit. Eine besonders ausführliche Behandlung erfährt das Thema „Service Level Design“.
Wolf-Rüdiger Bretzke

Kapitel 2. Industrielle Distributionssysteme

Zusammenfassung
Die in diesem Kapitel vorgenommene, besonders ausführliche Behandlung von baumstrukturartigen Distributionssystemen folgt der besonderen Bedeutung, die das Thema Distribution für die Entwicklung der Logistik gehabt hat. Sie findet ihre Begründung aber auch darin, dass hier grundlegende Wissensbausteine erarbeitet werden, auf die in den folgenden Kapiteln zurückgegriffen werden kann. Das Kapitel wird eingeleitet durch eine Beschreibung grundlegender Konzepte zur Überwindung räumlicher Distanzen sowie durch eine Darstellung der wichtigsten Teilprobleme und Bausteine, aus denen sich die Aufgabe der Netzwerkkonfiguration zusammensetzt.
Die Gliederung des Kapitels folgt der Unterscheidung von einstufigen und mehrstufigen Distributionssystemen. Die Transportkosteneffekte von Variationen einer Netzstruktur werden in beiden Bereichen nach Primärtransporten („Hauptläufen“) und Sekundärtransporten (flächigen Zustellverkehren) getrennt analysiert. Das gesondert analysierte Problem der Einwirkung von Netzstrukturen auf Bestandskosten entsteht nur in mehrstufigen Systemen. Hier erfolgt eine systematische Trennung von losgrößenbestimmten Arbeitsbeständen und Sicherheitsbeständen, die von außen auf das System einwirkende Risiken absorbieren sollen. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Darstellung der Möglichkeiten, Risiken mit mathematisch-statistischen Methoden rechenbar zu machen. Die beschriebenen Lösungsansätze werden mit ihren Geltungsbereichen sowie anhand praktischer Beispiele erläutert.
Wolf-Rüdiger Bretzke

Kapitel 3. Versorgungssysteme des Handels

Zusammenfassung
In der Logistik des Handels fallen beschaffungslogistische und distributive Aufgaben zusammen. In diesem Kapitel wird am Beispiel filialisierter Handelsketten herausgearbeitet, welche besonderen Anforderungen daraus hinsichtlich der Netzwerkkonfiguration erwachsen. Es werden alternative Lösungsmodelle und Entwicklungstrends beschrieben, wobei auf der Kostenebene jeweils eine gesonderte Betrachtung von Transport-, Handling-, Systemsteuerungs- und Bestandsführungskosten erfolgt. Von besonderer Bedeutung ist hier die Entlastung der Filialen von logistischen Tätigkeiten. Es wird beispielhaft belegt, von welchen Randbedingungen die relative Vorteilhaftigkeit der beschriebenen Konzepte abhängt. Abschließend wird die (konfliktbeladene) Frage erörtert, ob und inwieweit die Verlagerung der logistischen Systemführerschaft von der Industrie zum Handel, die in der Konsumgüterwirtschaft seit geraumer Zeit zu beobachten ist, zu einzel- und/oder gesamtwirtschaftlichen Vorteilen führt. Es wird sich zeigen, dass das bis zu diesem Zeitpunkt erworbene Wissen erheblich dabei helfen kann, die Besonderheiten der Handelslogistik zu durchdringen und zu verstehen.
Wolf-Rüdiger Bretzke

Kapitel 4. Dienstleisternetze

Zusammenfassung
Unter der Überschrift Dienstleisternetze werden offene Transportsysteme beschrieben, wie sie sich insbesondere bei Stückgutspeditionen, Paketdiensten und Expressfrachtanbietern finden. Diese Netze werden von Industrie und Handel teilweise genutzt, stehen aber immer wieder auch in Konkurrenz zu dedizierten Systemen, in denen „Verlader“ die Wertschöpfung durch Bündelung von Warenströmen aus eigener Kraft anstreben. Dienstleisternetze werden in beliebigen Richtungen durchlaufen und genügen wegen ihrer Offenheit für unterschiedliche Firmen und Branchen weitgehend standardisierten Qualitätsmerkmalen. Mangels Eigentum an den beförderten Objekten ist die Allokation von Lagerbeständen zu einzelnen Netzknoten in der Systemkonfiguration hier keine Option. Detailliert beschrieben werden die beiden Hauptmuster von Dienstleisternetzen, das Rastersystem und das Nabe-Speiche-System („Hub-Konzept“). Da die hier beschriebenen Systeme im offenen Wettbewerb untereinander im Markt operieren, werden die Ausführungen zur Netzwerkkonfiguration eingeleitet durch eine Beschreibung der Verfassung und Dynamik dieses Marktes.
Wolf-Rüdiger Bretzke

Kapitel 5. Outsourcing: Die Suche nach dem besten Prozesseigner

Zusammenfassung
Wenn logistische Strukturen und Prozesse einem optimierenden Design unterzogen worden sind, bleibt noch die Frage nach dem besten Prozesseigner zu beantworten. Diese Frage kann sich auf einzelne Kapazitäten, Funktionen und Knoten innerhalb eines Netzwerkes beziehen oder den Netzwerkbetrieb als Ganzes umfassen. Die Make-or-Buy-Entscheidung wirft ganz eigenständige Probleme auf und erschöpft sich nicht in einfachen Preis- und Leistungsvergleichen. Begriffe wie Kernkompetenz, Abhängigkeit und Vertrauen tauchen auf und das Thema gewinnt in sich selbst eine strategische Dimension. Im Bereich der Kontraktlogistik geht es um schwer reversible Entscheidungen, da hier kundenspezifische Investitionen von Dienstleistern durch längerfristige Verträge vor Entwertung geschützt werden müssen. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Ansatzpunkte für eine Effizienzsteigerung durch eine Fremdvergabe logistischer Leistungen herausgearbeitet. Gleichzeitig werden die Grenzen verdeutlicht, die den Trend zu einer immer weiter vorangetriebenen Arbeitsteilung bremsen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Problem der wechselseitigen Abhängigkeit gewidmet. Eine kritische Auseinandersetzung mit der zur Analyse von Make-or-Buy-Entscheidungen häufig herangezogenen Theorie der Transaktionskosten rundet diese Betrachtung ab.
Wolf-Rüdiger Bretzke

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