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03.01.2017 | Lohnbuchhaltung | Im Fokus | Onlineartikel

Einladungen zum Essen lösen Lohnsteuer aus

Autor:
Sylvia Meier
1:30 Min. Lesedauer

Arbeitgeber laden regelmäßig auch Arbeitnehmer zum Essen ein. Das Finanzamt prüft solche Fälle genau. Denn auch hier fällt Lohnsteuer an.

Das Bundesfinanzministerium hat sich mit Schreiben vom 8. Dezember 2016 zur lohnsteuerlichen Behandlung von Mahlzeitengestellungen geäußert. Hintergrund ist: Im Lohnsteuerrecht geht man auch bei Zuwendungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, die nicht in Form von Geld bestehen, von steuerpflichtigem Arbeitslohn aus. Denn, so definiert Springer-Autor Andreas Dinkelbach in seinem Buch "Ertragsteuern" (Seite 109): "Zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit gehören alle – einmaligen oder laufenden – (Bar- oder Sach-)Bezüge, die einem Arbeitnehmer oder seinem Rechtsnachfolger aufgrund eines bestehenden, früheren oder zukünftigen Dienstverhältnisses zufließen, gleichgültig ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht."

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Die Zuordnung von Einkünften zu einer der sieben Einkunftsarten ist aus verschiedenen Gründen von Bedeutung. Zum ersten sind Einkünfte nur dann steuerbar, wenn sie einer der Einkunftsarten zugeordnet werden können. Zum zweiten bestimmt sich aus …

 

Sachbezugswerte ab 2017 

Auch bei diesen Zuwendungen können Arbeitgeber jedoch die Steuer pauschal übernehmen. Bemessungsgrundlage ist der amtliche Sachbezugswert. Jedes Jahr werden die amtlichen Sachbezugswerte für Mahlzeiten, die arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an die Arbeitnehmer abgegeben werden, bekannt gegeben. Das Bundesfinanzministerium weist in seinem Schreiben auf diese Werte mit Bezug auf die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung vom 21. November 2016 hin. Diese Werte sind dann gegebenenfalls sowohl für die Lohnsteuer als auch die Sozialversicherung anzusetzen. Für 2017 lauten sie:

  • für ein Mittagessen 3,17 Euro
  • für ein Abendessen 3,17 Euro
  • für ein Frühstück 1,70 Euro

Die Werte sind für Mahlzeiten, die arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an die Arbeitnehmer abgegeben werden, anzusetzen. Das gilt laut Bundesfinanzministerium auch für Mahlzeiten, die dem Arbeitnehmer während einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit oder im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten zur Verfügung gestellt werden, wenn der Preis der Mahlzeit 60 Euro nicht übersteigt. Für die Lohnbuchhaltung eines Unternehmens sind diese Werte wichtig. Sie muss bei Geschäftsvorfällen in 2017 darauf achten, dass die neuen Werte zum Ansatz kommen.

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Quelle:
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Quelle:
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