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Über dieses Buch

Ziel dieses Bandes ist es, wesentliche Krisendiskurse mit Blick auf die lokale Politik- und Verwaltungsebene aufzugreifen und wissenschaftlich einzuschätzen. Die Haushaltsprobleme der Kommunen sind ebenso Gegenstand der Analysen wie politisch-demokratische Krisenphänomene, die sich in Legitimationsproblemen lokaler Politik zeigen. Ferner werden die neuen funktionalen und steuerungsbezogenen Herausforderungen lokaler Politik und Verwaltung diskutiert, die sich aus Aufgabenübertragungen, Privatisierung und Kooperation, Wachstum und Schrumpfung sowie infolge des demographischen Wandels ergeben. Der Band arbeitet für die verschiedenen Problem- und Krisenbereiche heraus, welche Lösungs- und Bewältigungsstrategien ausgebildet worden sind und inwieweit diese Erfolg gezeitigt haben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Lokale Politik und Verwaltung im Zeichen der Krise?

„Die Krise“ zu thematisieren, hat im sozial-, insbesondere politikwissenschaftlichen Bereich momentan Konjunktur. Es stellt eine zentrale diagnostische und analytische Aufgabe der Politikwissenschaft dar, vermeintliche Krisensymptome näher in den Blick zu nehmen, zu kontextualisieren und in ihrer Bedeutung einzuschätzen.

Michael Haus, Sabine Kuhlmann

Lokale Parteiendemokratie

Frontmatter

(Nationale) Parteien in der lokalen Politik: Wandel oder Krise?

Die Parteienforschung konstatiert in den letzten Jahr(zehnt)en nahezu unisono eine Parteienschwäche, die sich sowohl in den alten als auch in den neuen Demokratien manifestiert. Hauptbefund ist eine geringe und in der Tendenz abnehmende Bindung zwischen Parteien und Bürgern.

Angelika Vetter, Sebastian Kuhn

Ent-Partei-Politisierung der lokalen repräsentativen Demokratie?

Eine Analyse am Beispiel der Ratswahlen in NRW 1979 bis 2009

Parteien sind ein prägender Faktor der repräsentativen Demokratie in Deutschland, im Bund, in den Ländern und auch in den Städten und Gemeinden. Zwar gibt es zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede hinsichtlich ihrer Funktionen auf und ihrer Bedeutung für die kommunale Ebene (vgl. Holtkamp 2008, S. 120f.), aber auch in Ländern wie Baden- Württemberg und Bayern werden immer noch ein großer Teil kommunaler Mandate von Personen ausgeübt, die auf Parteilisten kandidiert haben (Fischer 2002, 2009).

David H. Gehne

Kommunalfinanzen und Haushaltskrise

Frontmatter

Die Krise der Kommunalfinanzen: Ursachen und Handlungsfelder

Spätestens seit 1970 ist in der Bundesrepublik Deutschland die Diskussion über die Krise der Stadt nicht mehr abgerissen. „Rettet unsere Städte jetzt!“ war das Motto der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages 1971.

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Heinrich Mäding

Aktuelle Dimensionen der kommunalen Haushaltskrise

Spätestens mit der gegenwärtigen Schuldenkrise in Europa ist der breiten Öffentlichkeit klar geworden, wie bedeutsam die öffentlichen Finanzen für ein funktionierendes Staatswesen und die Gesellschaft sind.

Dörte Diemert

Chancen und Grenzen in der Steuerung kommunaler Haushaltskonsolidierung

Haushaltsdefizite, Haushaltskonsolidierung und sinkende Gestaltungsspielräume sind nicht erst in jüngerer Zeit zu einem Begleiter kommunaler Politik geworden. Tatsächlich erreichten diese bereits in den siebziger Jahren größere Relevanz in der Bundesrepublik und in der Folge die Agenden der Wissenschaft (z. B. Banner 1984; Katz 1983; Grauhan 1972).

René Geißler

Kommunale Governance-Formen

Frontmatter

Vernetzung als lokale Krisenstrategie?

Perspektiven der interpretativen Governance- und Verwaltungsforschung

Die Krise der lokalen Politik sei in einer globalisierten Industrie- und Informationsgesellschaft nahezu unvermeidlich – dies behauptet Manuel Castells bereits vor zwanzig Jahren in seinem Buch „The Informational City“ (Castells 1991).

Holger Straßheim

Krise und Organisationswandel von lokaler Governance – Das Beispiel Public Private Partnerships

Die Wirtschafts-, Währungs- und Finanzkrise seit 2007 ist aus Sicht lokaler Gebietskörperschaften eine zusätzliche Krise. Sie gesellt sich zu einer andauernden Strukturkrise von Städten und Gemeinden, insbesondere bei den kommunalen Finanzen.

Detlef Sack

Wettbewerb, Privatisierung und Public Private Partnerships als Auswege aus der Krise?

Formen kommunaler Aufgabenerfüllung aus der Sicht deutscher Ratsmitglieder

Die Diskussion über Möglichkeiten einer Neubestimmung kommunaler Leistungen und die daran anknüpfenden Fragen der adäquaten Leistungserbringung durch oder mit Hilfe von Privaten sind zunehmend in den Fokus der Debatten der lokalen Politikforschung gerückt, worin sich eine Reaktion auf die finanzielle Krise der kommunalen Ebene zeigt.

Max-Christopher Krapp

Kommunale Aufgaben und Krise der Sozialkommune

Frontmatter

Gefahr im „Vollzug“?

Die Kommunalisierung staatlicher Aufgaben und ihre Auswirkung auf die Aufgabenerledigung

Der äußere Aufbau der Landesverwaltungen war in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Reformbemühungen. Den Auftakt machten Baden-Württemberg und Niedersachsen mit zwei Verwaltungsstrukturreformen im Jahr 2005; nur zwei Jahre später folgte eine umfassende Modernisierung des nordrhein-westfälischen Verwaltungsaufbaus und schon ein Jahr darauf trat Sachsen mit einer großen Gebiets- und Funktionalreform an, die dortigen administrativen Strukturen zu verändern.

Philipp Richter

Kommunale Sozialpolitik in der Haushaltskrise: Handlungsfelder und Handlungsstrategien

Kommunale Sozialpolitik stellt ein Herzstück kommunalpolitischen Handelns dar. Über ein Fünftel des durchschnittlichen kommunalen Haushalts wird für Sozialleistungen aufgebracht und rund ein Viertel des kommunalen Personals ist im sozialen Bereich beschäftigt.

Stephan Grohs, Renate Reiter

Krise und Krisenmanagement in kommunalen Krankenhäusern

Krisendiagnosen sind in der medialen Berichterstattung über Krankenhäuser allgegenwärtig. ‚Krankenhausversorgung in der Krise?’ fragt der Krankenhausreport 2010 und beantwortet die Frage mit Verweis auf die prekäre Finanzsituation mit ‚ja’.

Tanja Klenk

Schrumpfung und demographischer Wandel

Frontmatter

Wirtschaftliche Folgen demographischer Schrumpfung: Machen kommunale Familien- und Seniorenpolitik einen Unterschied?

Demographischer Wandel in Deutschland bedeutet nicht nur eine Alterung der Bevölkerung, sondern seit einigen Jahren auch einen Rückgang der Einwohnerzahl. Auf der subnationalen Ebene waren schrumpfende Städte bereits in den 1970er und 1980er Jahren vereinzelt ein Thema.

Christian Rademacher, Walter Bartl

Peripherisierung, Schrumpfung und Governance: Handlungsansätze der Stadtpolitik in sechs deutschen Mittelstädten

Stadtforschungsbeiträge der letzten Jahrzehnte beschreiben vielfach eine Zunahme intraregionaler Disparitäten in Deutschland (vgl. Krätke 1995; BBR 2005; Heinz 2008). Die Folgen globaler wirtschaftlicher Restrukturierungsprozesse sind dabei gerade für kleinere Mittelstädte, wie z. B. die „Schuhstadt“ Pirmasens oder die „Stahlstadt“ Brandenburg a.d. Havel, die in der Vergangenheit häufig von nur einem Wirtschaftszweig geprägt waren, problematisch.

Matthias Bernt, Sabine Weck

Strategiefähigkeit – Chancen und Hemmnisse lokaler Politik in schrumpfenden Städten

Angesichts der Herausforderungen des demographischen und wirtschaftlichen Strukturwandels sowie der Krise der Kommunalfinanzen werden insbesondere die schrumpfenden Städte in den letzten Jahren vielfach aufgefordert, umfassende Strategien und Konzepte zur Bewältigung der komplexen Probleme zu erarbeiten.

Manfred Kühn

Backmatter

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