Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung für eine vollautomatisierte elektrische Fahrzeugplattform
- 2024
- Buch
- Verfasst von
- Jochen Kiebler
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Jochen Kiebler zeigt die Entwicklung und Validierung einer Funktion zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung für eine vollautomatisierte, elektrische Fahrzeugplattform auf. Kernpunkt der implementierten Funktion ist die Verwendung der Inertialnavigation, der raddrehzahlbasierten Odometrie, der erdschwerefeldbasierten Orientierungsberechnung und der 5G-Lokalisierung, welche in einem Unscented Kalman-Filter fusioniert werden. Die Validierung der Funktion anhand realer Messdaten aus einer prototypischen, vollelektrischen Fahrzeugplattform ergänzt die theoretische Herleitung um einen praktischen Aspekt. Der Autor zeigt das Potenzial dieses Ansatzes für zukünftige vollautomatisierte Fahrzeuge.
Inhaltsverzeichnis
-
Frontmatter
-
Kapitel 1. Einleitung
Jochen KieblerDer Beitrag untersucht die Herausforderungen der Positionsbestimmung für automatisierte Fahrzeuge, insbesondere bei komplexen Fahrmanövern auf Landstraßen, Autobahnen und innerstädtischen Straßen sowie beim Parken in Parkhäusern. Es wird die Entwicklung eines Systems zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung vorgestellt, das sowohl absolute als auch relative Lokalisierungsverfahren integriert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung von 5G-Mobilfunkortung und der Anpassungsfähigkeit der entwickelten Funktionen an verschiedene Fahrzeuggeometrien und Lenkungsauslegungen. Die Validierung des Systems erfolgt sowohl im Freien als auch in Innenräumen, wobei die Ergebnisse kritisch diskutiert werden. Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technik und zeigt innovative Ansätze zur Verbesserung der Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung für vollautomatisierte Fahrzeuge.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungSeit Jahrhunderten stellt die Bestimmung der eigenen Position einen wichtigen Bestandteil der Mobilität von Menschen dar. Bereits die Seefahrer nutzten auf ihren Reisen Lokalisierungsmethoden, um ihren eigenen Standort zu ermitteln [56]. Die Positionsbestimmung basierte auf dem Log, der die zurückgelegte Wegstrecke definiert und einem Kompass, der den Kurs festlegt [75]. -
Kapitel 2. Projektumfeld U-Shift II
Jochen KieblerDas Projekt U-Shift II, eine Kooperation zwischen dem FKFS, KIT, Universität Ulm und DLR, zielt darauf ab, die Mobilität der Zukunft durch ein modulares Fahrzeugkonzept zu revolutionieren. Das Konzept U-Shift unterteilt das Fahrzeug in eine Antriebseinheit (Driveboard) und wechselbare Kapseln, die sowohl für den Güter- als auch für den Personentransport genutzt werden können. Die U-förmige Struktur und der integrierte Hubmechanismus ermöglichen einen selbstständigen Kapselwechsel ohne zusätzliche Hebevorrichtungen. Ein erster Prototyp wurde bereits im Projekt U-Shift I entwickelt und dient als Demonstrator. Im aktuellen Projekt U-Shift II liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung des Driveboards, insbesondere der Lenkung und des Hubmechanismus. Zudem wird die Fahrwerksauslegung optimiert und das Fahrzeug mit Radnabenmotoren und einem Batteriesystem ausgestattet. Die Umfeldsensorik und Infrastruktursensorik unterstützen die automatisierten Fahrfunktionen. Neben den technischen Aspekten werden auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte untersucht, um das Potenzial des Fahrzeugkonzepts voll auszuschöpfen.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungGemeinsam mit den Projektpartnern Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Universität Ulm (UULM) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) im Projekt U-Shift II an der Mobilität von morgen. Das Fahrzeugkonzept U-Shift hinterfragt dabei bestehende Mobilitätskonzepte und zeigt einen möglichen Weg zu einer modularen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. -
Kapitel 3. Stand der Technik
Jochen KieblerDas Kapitel beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen der Sensordatenfusion, wobei besonders die Funktionsweise verschiedener Kalman-Filter im Fokus steht. Diese Filter sind zentrale Elemente der Sensordatenfusion und werden detailliert erklärt. Anschließend werden verschiedene Lokalisierungssysteme vorgestellt und in relative, absolute und integrierte Lokalisierungssysteme eingeteilt. Relative Lokalisierungssysteme basieren auf der Integration der Posenänderung, während absolute Lokalisierungssysteme die Position in Bezug auf ein gegebenes Bezugssystem bestimmen. Integrierte Lokalisierungssysteme kombinieren mehrere Methoden, um die Genauigkeit zu erhöhen. Das Kapitel schließt mit der Einführung der verwendeten Koordinatensysteme und der Erklärung der Koordinatentransformation.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungIm folgenden Kapitel werden die zum Verständnis der Arbeit notwendigen Grundlagen eingeführt. Zunächst wird auf die Sensordatenfusion eingegangen. Hierbei soll vor allem die Funktionsweise verschiedener Kalman-Filter als zentrale Elemente der Sensordatenfusion erklärt werden. Anschließend warden verschiedene Lokalisierungsverfahren vorgestellt und in die Kategorien relative, absolute und integrierte Lokalisierungsverfahren eingeteilt. -
Kapitel 4. Entwurf und Implementierung
Jochen KieblerDas Kapitel beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung eines fortschrittlichen Odometriemodells für Fahrzeuge mit variabler Fahrwerks- und Lenkungsauslegung. Es wird ein neuartiges System zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung präsentiert, das Odometrie, Inertialnavigation und 5G-Lokalisierung kombiniert. Das Odometriemodell nutzt die Informationen aller vier Räder und berücksichtigt Radstands- und Spurweitenänderungen beim Lenken, was zu einer höheren Genauigkeit führt. Die Orientierungsberechnung basiert auf Beschleunigungssensoren und Magnetometern, wobei trajektorienbedingte Beschleunigungen kompensiert werden. Die 5G-Lokalisierung in der ARENA2036 ermöglicht eine präzise Positionsbestimmung, die durch ein Unscented Kalman-Filter (UKF) mit den anderen Subsystemen fusioniert wird. Das UKF prädiziert Ausrichtung, Geschwindigkeit und Position und korrigiert diese anhand der Messungen der einzelnen Subsysteme. Das entwickelte System zeichnet sich durch seine hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit aus und bietet eine innovative Lösung für die Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung in verschiedenen Anwendungsfeldern.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungEin Blick in den Stand der Technik zeigt bereits, dass sich einige Verfahren zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung im Fahrzeug etabliert haben. Bei genauer Betrachtung der einzelnen Verfahren werden aber auch deren Schwachstellen sichtbar. -
Kapitel 5. Validierung
Jochen KieblerDer Fachbeitrag beschreibt die Validierung eines Algorithmus zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung für ein vollelektrisches Fahrzeug. Es werden verschiedene Manöver und Versuchsbedingungen vorgestellt, um die Genauigkeit des Algorithmus zu überprüfen. Die Ergebnisse werden detailliert analysiert und kritisch hinterfragt. Besonders bemerkenswert ist die Verwendung von 5G-Technologie zur Positionsbestimmung in Innenräumen, was als innovative Alternative zu traditionellen Navigationssystemen dient. Die Ergebnisse zeigen, dass das System in der Lage ist, hohe Genauigkeit bei der Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung zu liefern, insbesondere bei Rangier- und Parkiervorgängen. Die Validierung umfasst auch die Untersuchung der Einflüsse von Radlenkwinkeln und Radstandsänderungen auf die Genauigkeit des Odometriemodells. Die kritische Diskussion der Ergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen für zukünftige Entwicklungen runden den Beitrag ab.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungIn diesem Kapitel wird der zuvor vorgestellte Algorithmus zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung validiert. Hierzu erfolgt zunächst eine Vorstellung des Erprobungsfahrzeugs und der verwendeten Messtechnik. Im Anschluss daran werden die durchgeführten Manöver und Versuchsrandbedingungen vorgestellt, bevor im dritten Abschnitt die Ergebnisse der einzelnen Submodelle und des Fusionsfilters dargestellt und interpretiert werden. -
Kapitel 6. Zusammenfassung und Ausblick
Jochen KieblerDer Fachbeitrag präsentiert ein innovatives System zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung in elektrischen Fahrzeugen. Basierend auf einem relatives Lokalisierungssystem, das Odometrie, Orientierungsberechnung und Inertialnavigation kombiniert, wird die Funktionalität etablierter Vertreter analysiert und erweitert. Ein zentraler Aspekt ist die erstmalige Verwendung der 5G-Mobilfunkortung zur Positionsbeobachtung, was das Potenzial hat, etablierte Systeme wie die Satellitennavigation abzulösen. Das entwickelte Odometriemodell basiert auf einem ebenen Zweispurmodell und beinhaltet Adaptionen der Radlenkwinkel und Radstand- und Spurweitenänderungen. Im Fusionsfilter werden die Daten aus Odometrie, Orientierungsberechnung und Inertialnavigation integriert, wodurch der Drift bei der Beschleunigungs- und Drehratenintegration reduziert wird. Zusätzlich wird die Verwendbarkeit der 5G-Lokalisierung im Fahrzeug untersucht, was den Drift des relativen Lokalisierungssystems beseitigen und die Langzeitgenauigkeit erhöhen kann. Die Validierung des Systems zeigt gute Übereinstimmung mit Referenzwerten, insbesondere bei Geschwindigkeiten und Ausrichtungen. Die Arbeit fokussiert auf die Anwendung in Rangier- und Parkiervorgängen und weist auf die Notwendigkeit weiterer Validierungen im höheren Geschwindigkeitsbereich hin.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungMit der vorliegenden Arbeit wird ein neuartiges System zur Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung vorgestellt. Die Grundlage stellt ein relatives Lokalisierungssystem bestehend aus einem Odometriemodell, einer Orientierungsberechnung und der Inertialnavigation dar. Um im Zielfahrzeug Anwendung finden zu können werden etablierte Vertreter dieser Subsysteme analysiert, deren Funktionalität erweitert und teils neu entwickelt. -
Backmatter
- Titel
- Lokalisierung und Fahrzustandsschätzung für eine vollautomatisierte elektrische Fahrzeugplattform
- Verfasst von
-
Jochen Kiebler
- Copyright-Jahr
- 2024
- Electronic ISBN
- 978-3-658-45849-2
- Print ISBN
- 978-3-658-45848-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-45849-2
Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.