Finanzbranche ist wenig begeistert von fusionierter Großbank
- 22.03.2019
- M&A-Management
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Von der Politik forciert, von Experten kritisch beäugt: Ein möglicher Zusammenschluss von Deutscher und Commerzbank zu einem Super-Institut wird in der Branche mit Skepsis gesehen, so eine aktuelle ZEW-Umfrage.
Großbaustelle Super-Bank: Die meisten Finanzmarktexperten wähnen in einer möglichen Fusion von Deutscher und Commerzbank die Gefahr systemischer Risiken.
Boris Roessler/picture alliance/dpa
Die Finanzbranche ist nicht grundsätzlich gegen einen deutschen Banken-Riesen mit globaler Strahlkraft. Ob allerdings aus der Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank eine solche Großbank erwächst, bezweifeln viele Experten. Das ergab eine Sonderumfrage des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 174 Finanzmarktexperten im März 2019 im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttest. Nur rund 15 Prozent der Befragten gaben an, dass die Fusion gut für das deutsche Finanzsystem wäre. Mit negativen Auswirkungen rechnen dagegen knapp 65 Prozent. 20 Prozent erwarten von einem Zusammenschluss weder positive noch negative Effekte.
Fusion wird als kompliziert und teuer kritisiert
Der Großteil der Finanzmarktexperten geht davon aus, dass der Schulterschluss beider Institute keine nennenswerten Größenvorteile bringt oder die Wettbewerbsfähigkeit des fusionierten Geldhauses verbessert. Auch zweifeln 55 Prozent daran, dass die künftige Großbank international konkurrenzfähiger ist als die beiden Einzelinstitute. Dagegen glauben 80 Prozent der Befragten, dass eine Fusion einen Anstieg des systemischen Risikos zur Folge hat. Sie kritisieren einen möglichen Zusammenschluss und seine Umsetzung als "kompliziert und teuer", erläutert ZEW-Präsident Achim Wambach das Ergebnis.