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01.11.2018 | M&A-Management | Infografik | Onlineartikel

Autobauer setzen verstärkt auf Zukäufe

Autor:
Andrea Amerland

Die Zahl der Fusionen und Übernahmen hat in der Automobilindustrie weltweit zugenommen. Im vergangenen Jahr waren chinesische Konzerne besonders aktiv. Aber auch die europäischen Autobauer mischen mit.

"Vorsprung durch Technik": Diesen Werbeslogan der Audi AG scheinen die Automobilhersteller zum Leitspruch ihrer Wachstumsstragien gemacht zu haben. Denn die Zukäufe im Bereich neuer Technologien und Geschäftsmodelle sind im vergangenen Jahr um ein Viertel gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Technology driven M&A in the automotive industry" (PDF) der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY).

Demnach wurden im Jahr 2017 insgesamt 1.238 Unternehmenstransaktionen und damit zwei Prozent mehr als noch im Vorjahr durchgeführt. Insbesondere M&A-Transaktionen mit dem Ziel, neue Technologien zu erwerben, haben zugenommen. Die EY-Wirtschaftsprüfer verzeichnen auf diesem Gebiet einen Anstieg von 104 auf 131 Technologieinvestionen. Der Anteil an den gesamten Übernahmen und Beteiligungen stieg somit von neun auf elf Prozent. 

Mergers and Acquisitions bei Technologien

Wie ein Blick auf die einzelnen Technologien zeigt, ist der Bereich autonomes Fahren bei den Automobilherstellern besonders begehrt. Hier stiegt die Zahl der Zukäufe von 20 auf 36 am stärksten. Aber auch beim Antriebsstrang (Batterietechnologie, Elektrifizierung und Ladetechnologie) gab es 2017 rund 42 Übernahmen und Beteiligungen. Die meisten Technik-Investionen haben laut EY-Analyse mit 35 Transaktionen chinesische Unternehmen getätigt.

Unter den Automobilherstellern war Daimler im vergangenen Jahr mit insgesamt acht Mergers and Acquisitions besonders rege, dicht gefolgt von Renault mit sieben Transaktionen und der Volkswagen Gruppe mit fünf Zukäufen oder Übernahmen. Der größte Tech-Deal von insgesamt 16 mit deutscher Beteiligung war der Kauf des Karlsruher Software-Entwicklers PTV durch Porsche SE für 338 Millionen US-Dollar.

Laut EY-Studie zeichnet sich neben der gezielten Investition in bestimmte Technologien ein weiterer Trend ab: So sind Beteiligungen an Start-ups oder so genannten universitären Inkubatoren in Mode, die nicht nur neue Geschäftsmodelle, sondern auch neue Denkweisen und Methoden mitbringen, heißt es in der Zusammenfassung der Studienergebnisse.

Die EY-Analyse basiert auf Finanzdaten der Plattform Thomson One. Erfasst wurde der Zeitraum Januar 2015 bis Dezember 2017.

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