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Über dieses Buch

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung „Wie lässt sich landschaftsbezogenes Wohlbefinden in der räumlichen Planung greifbar machen?“. In den Vorüberlegungen werden Grundlagen des Wahrnehmens und Erlebens von Landschaft, sowie der Landschaftstheorie zusammengestellt und systematisch aufbereitet. Weiterhin werden die Begriffe Landschaft, Gesundheit, Wohlbefinden und Erholung inhaltlich gefasst und theoretische Wechselbezüge dargestellt. Anschließend werden unterschiedliche Möglichkeiten zur Ermittlung von menschlichen Emotionen im Raum vorgestellt. Dabei handelt es sich um innovative Formate der Raumforschung, wie spaziergangs- oder fotografiebasierte Forschungsmethoden und etablierte Instrumente der Psychologie, wie Emotionsfragebögen. Diese werden systematisch aufbereitet, um Vorteile bzw. Herausforderungen aufzuzeigen. Danach wird ein Forschungsdesign entwickelt und in konkreten Untersuchungsgebieten zur Anwendung gebracht. Es entstehen empirische Daten zu menschlichem Wohlbefinden in diversen Erholungsgebieten, welche systematisch ausgewertet und zusammengeführt werden. Zugehörige Ergebnisse werden auf kreativem Wege visualisiert und in Form von Diagrammen, Fotos sowie Karten präsentiert. Das Buch richtet sich sowohl an Wissenschaftler*innen und Planer*innen als auch an naturbegeisterte Personen und Menschen, welche Landschaft zu Erholungszwecken aufsuchen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. EINLEITUNG

Zusammenfassung
Mit diesem Absatz beginnt der Artikel „Draußen sein“ des Zeitmagazins aus dem Mai 2017, welcher sich mit dem Ursprung des menschlichen Glücks befasst und neben langfristigen Faktoren wie Alter, Zufriedenheit mit dem Beruf, der individuellen Gesundheit sowie kurzfristigen Faktoren wie Begegnungen mit Freunden und glücksfördernde Aktivitäten insbesondere dessen räumliche Dimension genauer durchleuchtet. Aus wissenschaftlicher Perspektive lässt sich der, auf den ersten Blick so schwer fassbare, Begriff des Glücks bei genauerer Betrachtung konkreter definieren und auslegen. Glück ist demnach eine „angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat“ oder auch ein „Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung“ (Duden 2019).
Daniel Münderlein

Kapitel 2. AUFGABENSTELLUNG

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung „Wie lässt sich landschaftsbezogenes Wohlbefinden in der räumlichen Planung greifbar machen?“. Im Rahmen der vorhergehenden Einleitung deutet sich an, dass sich das übergeordnete Thema Landschaft, Gesundheit und Wohlbefinden einerseits eines regen aktuellen Interesses erfreut, sowie unmittelbare Anschlussfähigkeit an den Zeitgeist des 21. Jahrhunderts und zentralen Forderungen wie Lebensqualität, guten Lebensverhältnissen sowie einem gesunden Lebensumfeld für die Gesellschaft bietet. Andererseits wird sich im Rahmen dieser Arbeit zeigen, dass Ziele wie die Abwehr von Gesundheitsgefahren, die Herstellung von gesunden Lebensräumen sowie die Bereitstellung von Erholungsräumen tief im Wirken der räumlichen Planung verwurzelt sind und insbesondere in der Landschaftsplanung in der überzeugungsgeleiteten Formulierung von Planungsaufträgen mündete.
Daniel Münderlein

Kapitel 3. VORÜBERLEGUNGEN ZU LANDSCHAFTSTHEORIE UND MENSCHLICHER WAHRNEHMUNG

Zusammenfassung
Vorliegendes Kapitel verfolgt das Ziel, die Konturen eines zeitgemäßen Landschaftsbegriffs zu umreißen und aus theoretischer Perspektive zu verstehen, wie Landschaftswahrnehmung in ihren Grundzügen funktioniert und warum der Mensch sich Landschaft aneignet, Präferenzen entwickelt und diese ästhetisch wertschätzt. In Kapitel 3.1 wird der Landschaftsbegriff konzeptualisiert und gefasst. Zeitgemäße Zugänge zu Landschaft definieren diese über die menschliche Wahrnehmung, so dass deren Grundlagen in Kapitel 3.2, sowie die Umweltwahrnehmung als Sonderform in 3.3 beschrieben werden. In Kapitel 3.4 findet sich eine Zusammenstellung von Landschaftstheorien, welche einerseits phänomenologisch und evolutionsgeschichtlich argumentieren (Kapitel 3.4.1 – 3.4.4) und anderseits Landschaft als kulturelles oder sozial konstruiertes Produkt begreifen (3.4.5). Abschließend werden in 3.5 die theoretischen Argumentationslinien diskutiert und die Bedeutung von Emotionen bei der Wahrnehmung und Konstruktion von Landschaft herausgearbeitet
Daniel Münderlein

Kapitel 4. LANDSCHAFT UND GESUNDHEIT: DIE VERBINDUNG ZWEIER KONZEPTE

Zusammenfassung
Dieses Kapitel befasst sich mit der Verbindung von Landschaft und Gesundheit. In 4.1 erfolgt eine historische Einordnung der Idee von „gesunder Landschaft“ und deren Bedeutung für das „gute Leben“. Nachdem der Landschaftsbegriff in Kap. 3 bereits theoretisch gefasst wurde, schließt sich nun in 4.2 die Konzeptualisierung der Begriffe Gesundheit, Wohlbefinden & Glück sowie Erholung an. Das Teilkapitel 4.3 erläutert theoretische Schnittstellen zwischen Landschaft und Gesundheit. Anschließend wird in 4.4 das Konzept der Therapeutischen Landschaft vorgestellt.
Daniel Münderlein

Kapitel 5. GESUNDHEIT UND ERHOLUNG ALS HANDLUNGS-GEGENSTAND IN DER RÄUMLICHEN PLANUNG

Zusammenfassung
Nachdem in Kapitel 4 die konzeptuelle Verbindung von Landschaft und Gesundheit hergestellt wurde, gilt es in diesem Kapitel die Rolle der räumlichen Planung hinsichtlich der Raumwirksamkeit dieser Beziehung herzustellen. In Kapitel 5.1 erfolgt eine historische Einordnung des Aufgabenfeldes der Gesundheit in der räumlichen Planung. Während sich entsprechende Planungsaufträge in unterschiedlichen Kulturkreisen in ähnlicher Form wiederfinden, genießt die Erholungsplanung als Bestandteil der Landschaftsplanung in Deutschland eine gewisse Sonderrolle
Daniel Münderlein

Kapitel 6. WANDERN UND SPAZIEREN: VON DER KULTURTECHNIK ZUR FORSCHUNGSMETHODE

Zusammenfassung
Vorliegendes Kapitel arbeitet heraus, dass Wandern und Spazierengehen Bestandteile einer Kultur des Gehens sind. In 6.1 wird diese Kulturgeschichte kurz umrissen. Diese beiden Fortbewegungsmöglichkeiten sind heute für viele Personen der zentrale Zugang zum Erleben von Landschaft sowie Quelle von Wohlbefinden und Erholung. Teilkapitel 6.2 stellt die Entwicklungsgeschichte des Spaziergangs heraus, welche in der bürgerlichen Mitte ihren Ursprung findet.
Daniel Münderlein

Kapitel 7. FOTOGRAFIE-BASIERTE FORSCHUNGS-METHODEN

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beleuchtet das Thema der fotografiebasierten Forschungsmethoden, also die Forschung mit und durch Fotoaufnahmen. Zu diesem Zweck werden in Kapitel 7.1 die Entwicklung und Grundzüge von Fotografiebasierter Forschung dargestellt und in Kapitel 7.2 Anwendungsschwerpunkte im Zusammenhang mit der Konstruktion von Raum skizziert. Weiterhin wird aufgezeigt welche Rolle die Forschung durch Fotografien im Zusammenhang mit der Sichtbarmachung von Identitäts- und Persönlichkeitskonstruktionen einnehmen kann. In Kapitel 7.3 werden unterschiedliche Formen von visuellen Forschungsmethoden beschrieben und gegenübergestellt, um in Kapitel 7.4 darzustellen inwiefern diese zur Freilegung von sprachlich nicht verfügbarem Wissen geeignet sind.
Daniel Münderlein

Kapitel 8. EMOTIONEN IM RAUM MESSBAR MACHEN

Zusammenfassung
Dieses Kapitel verfolgt das Ziel herauszuarbeiten, welche Möglichkeiten für die Messung von menschlichen Emotionen existieren. Einleitend wird dazu in 8.1 die Bedeutung von Emotionen für den Menschen hervorgehoben, und anschließend erfolgt in 8.2 die theoretische Anbindung von Emotionalität an die Dimension des Raums. Während die Begriffe Emotionen und Gefühle alltagssprachlich oft synonym genutzt werden, existieren für den wissenschaftlichen Umgang spezifische Definitionsansätze.
Daniel Münderlein

Kapitel 9. BETRACHTUNG DES GEO-NATURPARKS BERGSTRASSE-ODENWALD ALS FALLSTUDIE

Zusammenfassung
Im theoretischen Teil dieser Arbeit wurde herausgestellt, dass der Mensch über die sinnliche Wahrnehmung, wie das Erspüren und Fühlen, Landschaft ästhetisch-genießerisch rezipieren kann und dieser als Raumkulisse für Erholungspraktiken sowie als Lebensgrundlage eine positive Bewertung beimisst. Das Entgegenbringen dieser Wertschätzung bzw. die entsprechende Wertzuschreibung an Landschaft kann als landschaftsbezogenes Wohlbefinden begriffen werden und lässt sich auf individueller oder gruppenspezifischer Ebene betrachten und sich aus Überlegungen zur evolutionären Entwicklung des Menschen stützen (vgl. Kapitel 3.
Daniel Münderlein

Kapitel 10. FAZIT

Zusammenfassung
Im Verlauf der vorliegenden Arbeit wurde herausgearbeitet, dass die Aufgabenfelder der Gesundheit und des Wohlbefindens die räumliche Planung und insbesondere die Landschaftsplanung seit dem antiken Städtebau begleiten. Die Frage nach der Schaffung von gesunden Lebensräumen sowie der Gesunderhaltung von größeren Teilen der Bevölkerung ist untrennbar mit der Betrachtung von natürlichen Ressourcen und daran anknüpfende planerische Gestaltungsaufträge verbunden. Aus den theoretischen Vorüberlegungen der Kapitel 3 bis 5 lässt sich jedoch eine Betrachtungsperspektive herleiten, welche Landschaft nicht im essenzialistischen Sinne als gesundheitsausstrahlende Ressource begreift bzw. Gesundheit auf biophysikalisch-physiologische Lebensvorgänge reduziert.
Daniel Münderlein

Backmatter

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