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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einstimmung

Zusammenfassung
Die Macht wertneutral zu betrachten fällt mir äußerst schwer, und zwar einerseits aufgrund meines Erfahrungshorizontes im Umgang mit Machtstrukturen in Industrie, Wirtschaft und Kirche, andererseits auch im Blick auf die Menschheitsgeschichte als Kriegs- und Kriminalgeschichte, nicht zuletzt unter Berücksichtigung der engen Verflechtung von Politik und Macht und der unmittelbaren Nähe von Macht zu Gewalt.
Bernhard A. Grimm

1. Die Menschen als Machtquanten — Der Machiavellismus ist zeitlos

Zusammenfassung
Die Mächtigen unserer Zeit und jeder in einflußreicher Position weisen in der Regel weit von sich, auch nur entfernt mit Niccolo Machiavelli (1469–1527) in Verbindung gebracht zu werden. Sein Buch „Der Fürst“ (Il Principe) als sehr konkrete Anweisung zum jeweils richtigen Zug im Spiel der (unter-nehmens-)politischen Kräfte kennen vielleicht tatsächlich die wenigsten, und doch wird Machiavellismus praktiziert überall dort, wo knallharte Machtpolitik, ideologisch unterfüttert oder aus sogenannten Sachzwängen, betrieben wird. So bekannte erst jüngst ein deutscher Spitzenmanager auf einem Symposium: „Machiavelli macht bewußt, was wir im Grunde täglich praktizieren.“
Bernhard A. Grimm

2. Dem galoppierenden Vorwärts Zügel anlegen — Macht und Verantwortung

Zusammenfassung
Viel Gewaltiges und Ungeheures lebt, aber nichts ist ungeheurer und gewaltiger als der Mensch. — Dieser Vers des Chorliedes der alten Männer von Theben aus Sophokles’ Antigone ist mir stets präsent, wenn ich darüber nachdenke, inwieweit der Mensch fähig ist, mit der quantitativen Steigerung der Macht(möglichkeiten) — gerade mit Blick auf das Post-Hiroschima-und Post-Tschernobyl-Zeitalter — Schritt zu halten, sie zu ertragen und existentiell zu bewältigen.
Bernhard A. Grimm

3. Der Mensch: „Mängelwesen“ und „biologische Sackgasse“ — Zu Angst, Minderwertigkeit und Macht

Zusammenfassung
Die scholastische Philosophie hat vom Menschen gesagt, er sei „quodammodo omnia“ = „gewissermaßen alles“, und sie hat damit der „Krone der Schöpfung“ ein kaum überbietbares Qualitätssiegel verabreicht. Man braucht nun nicht das Mittelalter selbst danach zu überprüfen, wie rigide es mit diesem „Prädikatsgut Mensch“ umgegangen ist in kriegerischen Debakeln ebenso wie in religiösen Streitfragen, ein Blick in die Menschheitsgeschichte, in unsere jüngste (deutsche) Vergangenheit und in die Gegenwart läßt eine tiefe Skepsis gegenüber dem so geadelten Wesen Mensch mehr als begründet erscheinen.
Bernhard A. Grimm

4. Leitbild Harmonie und Balance — Aussöhnung mit dem Weiblichen

Zusammenfassung
Wie sich die Menschheitsgeschichte — insbesondere in historischer Zeit — als Kriegs- und Kriminalgeschichte lesen läßt, so ist sie in gleicher Weise eine Geschichte der Macht. Dabei ist seit ihren Anfängen sowohl im politischen als auch im gesellschaftlichen Bereich deutlich ein Dualismus von Macht und Nichtmacht oder Ohnmacht greifbar, der sich stetig durchhielt und bis zum heutigen Tag in raffinierten und äußerst subtilen Abhängigkeitsverhältnissen zur Wirkung kommt. Und immer gab es in diesem extrem dualistischen Kräfteparallelogramm Verlierer, Menschen also, die den kürzeren ziehen mußten.
Bernhard A. Grimm

5. Die „Hackordnung“ (Hierarchie) durchbrechen — Suche nach dem Machtmotiv

Zusammenfassung
Der erste Teil der Überschrift klingt provokativ, und das ist auch ganz bewußt so gewollt, denn ich mache kein Hehl daraus, daß ich dem Machtinstrument des Hierarchischen sehr skeptisch gegenüberstehe. Und dies mag zunächst auch die Zwischenüberschrift „rechtfertigen“
Bernhard A. Grimm

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