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Über dieses Buch

In der politikwissenschaftlichen Forschung über internationale Beziehun­ gen nimmt 'Macht' als analytisches Konzept eine Schlüsselstellung ein. Auch bei der Erklärung der U.S.-lateinamerikanischen Beziehungen stand traditionell die Vormacht der Vereinigten Staaten und die Abhängigkeit Lateinamerikas im Mittelpunkt. Das Interpretationspaar 'Hegemonie und Dependenz' scheint aber an Gültigkeit verloren zu haben. Während den USA von vielen Autoren ein 'hegemonialer Niedergang' attestiert wird, stellt sich bei Schwellenländern wie Mexiko und Brasilien die Frage, in­ wiefern sie sich als 'Mittelmächte' von der Vorherrschaft der USA lösen konnten. In den letzten zehn Jahren gaben Mexiko und Brasilien allerdings ihre Autonomiebestrebungen weitgehend auf und orientieren sich heute stärker an den Erwartungen Washingtons als in den 70er Jahren. Mit den Verein­ barungen zur nordamerikanischen Freihandelszone NAFT A vollzog Me­ xiko die Abkehr von früheren Emanzipationsversuchen am deutlichsten. Thema dieses Buches sind die Ursachen für den Wandel von konfliktiver Distanz zu freundschaftlicher Kooperation in den U.S.-mexikanischen und U.S.-brasilianischen Beziehungen. Es soll ein Beitrag geleistet werden (1) zum Verständnis der bilateralen Veränderungen, (2) zur Debatte über die declining hegemony der USA, (3) zur Frage nach größerer Selbständigkeit Mexikos und Brasiliens und (4) zur Weiterentwicklung von Erklärungs­ modellen internationaler Beziehungen. Grundlage der Untersuchung ist die Analyse der drei Politikbereiche Außenpolitik, Wirtschaft und Sicherheit, das vergleichende Element der zwei Fallstudien und der Versuch einer Erweiterung des Konzepts der 'Macht'.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A. Einleitung, Forschungsstand und Konzeption

Zusammenfassung
In den letzten 20 Jahren durchliefen die Beziehungen der USA zu Mexiko und Brasilien einschneidende Veränderungen im außenpolitisch-diplomatischen wie im ökonomischen und sicherheitspolitischen Bereich. Trotz spezifischer Eigenarten lassen sich beide bilaterale Beziehungen aufgrund ihrer Parallelen unter ein gemeinsames Grundmuster subsumieren:
Stefan Schirm

B. Grundelemente des globalen und nationalen Kontextes der USA, Mexikos und Brasiliens

Zusammenfassung
Die Beziehungen zwischen den USA und den beiden lateinamerikanischen Ländern lassen sich nicht abgetrennt von Faktoren sehen, die außerhalb dieser bilateralen Verhältnisse liegen. Veränderungen im internationalen System und Entwicklungen innerhalb der beteiligten Länder könnten sich — wie auch als Hypothese formuliert — als entscheidende Determinanten herausstellen. Um die bilateralen Bindungen nicht in einem Vakuum zu betrachten, erscheint es deshalb notwendig, den politischen und ökonomischen Kontext zu untersuchen, in den sie sowohl auf nationaler wie auf globaler Ebene eingebettet sind.1
Stefan Schirm

C. Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko: Politik, Wirtschaft und Sicherheit

Zusammenfassung
Die U.S.-mexikanischen Beziehungen, ihr Wandel und seine Ursachen werden im Rahmen der wichtigsten Politikbereiche untersucht. Mit der Auswahl der Problemfelder als relevanteste ‚issues‘ der bilateralen Beziehungen folgt die Arbeit einem weitverbreiteten Konsens in der Forschung.1
Stefan Schirm

D. Die Beziehungen zwischen den USA und Brasilien: Politik, Wirtschaft und Sicherheit

Zusammenfassung
Die Ursachen des Wandels der U.S.-brasilianischen Beziehungen von konfliktiver Distanz zu freundschaftlicher Kooperation sollen wie die U.S.mexikanischen im Rahmen der wichtigsten Politikbereiche systematisch untersucht werden.1 Die folgenden Kapitel bauen dabei auf den Ausführungen der Teile A. und B. auf. Wie bei den USA und Mexiko stehen auch im U.S.-brasilianischen Fall die Veränderungen der Politik des lateinamerikanschen Landes im Vordergrund, da die bilateralen Wandlungstendenzen auf einen Kurswechsel Brasiliens und nicht der Vereinigten Staaten zurückzuführen sind.
Stefan Schirm

E. Ergebnisse und zusammenfassende Schlußfolgerungen

Zusammenfassung
Die Resultate aus der Untersuchung des Wandels in den U.S.-mexikanischen und U.S.-brasilianischen Beziehungen sollen nunmehr aus vier Perspektiven systematisch zu einer Konklusion zusammengeführt werden. Zunächst werden die Ergebnisse unter dem Aspekt der Wandlungstendenzen der beiden bilateralen Beziehungen zusammengefasst (E.1.). Anschließend sollen die Resultate hinsichtlich der Erklärungsfähigkeit der in Teil A. diskutierten Ansätze und vorgeschlagenen Hypothesen betrachtet werden (E.2.). In einem weiteren Schritt wird ein interpretatives Konzept für die Gesamtthematik als Resultat der Arbeit vorgeschlagen (E.3.). Schließlich erfolgt eine Einordnung der Ergebnisse in die in A.2. erläuterten globalen Zusammenhänge und Debatten (E.4.). Die in Kapitel A.4. aufgestellten Fragestellungen und Hypothesen bilden auch den Orientierungsmaßstab für diesen Teil E., der auf die zusammenfassenden Schlußfolgerungen der einzelnen Kapitel von Teil C. und D. aufbaut.
Stefan Schirm

F. Anhang

Ohne Zusammenfassung
Stefan Schirm

G. Literatur- und Quellenverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Stefan Schirm
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