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07.08.2020 | Originalarbeit | Ausgabe 9-10/2020 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 9-10/2020

Makro- und Mikrokunststoffe in österreichischen Komposten

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 9-10/2020
Autoren:
Mag. Dr. Christian Zafiu, B.A. DI Erwin Binner, Cornelia Hirsch, Benedikt Vay, Univ.-Prof.in DI Dr. Marion Huber-Humer
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

In dieser Studie wurden Makro- und Mikrokunststoffe in einem Größenbereich von 10–0,63 mm in neun Komposten aus drei, nach dem Stand der Technik betriebenen österreichischen Kompostanlagen untersucht. In den untersuchten Komposten wurden zwischen 13 und 111 Kunststoffpartikel pro kg TM gefunden. Eine Hochrechnung der gefundenen Minimal- und Maximalwerte auf ganz Österreich ergibt jährliche Mikrokunststoff-Emissionen von 0,6 bis 111 g pro EinwohnerIn, die bei der Kompostierung von biogenen Abfällen vorwiegend durch die Fragmentierung von Störstoffen entstehen. Die Kontamination bestand vor allem aus gängigen Verpackungskunststoffen, wobei der größte Anteil mit bis zu 77 % TM auf Polyolefine entfiel. Die detaillierte Untersuchung einer Miete während des Kompostierungsprozesses ergab, dass die Partikelzahl und deren Größenverteilung sich während des Rotteprozesses ändern können. Auch jahreszeitlich bedingte Veränderungen des Inputmaterials können einen wesentlichen Einflussfaktor darstellen. Eine Möglichkeit zur Reduktion von Kunststoffpartikeln in Komposten stellt die Endaufbereitung dar, bei der durch unbeabsichtigte Anhaftungsprozesse auch Partikel entfernt werden können, die wesentlich kleiner als die Maschenweite des verwendeten Siebes sind. In der gegenständlichen Untersuchung wurden durch die Absiebung und Endaufbereitung des Kompostes vor allem schwere Partikel entfernt.
Literatur
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