Skip to main content
main-content

03.08.2015 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Die größten Manager-Fehler

Zwischen Hop oder Top verläuft bei Führungskräften nur ein schmaler Grad. Schnell ist ihnen ein Platz auf der Abschussliste sicher. Doch woran scheitern Manager?

Soviel ist klar: An ihrer fachlichen Kompetenz liegt es in der Regel nicht, wenn Manager versagen. Vielmehr setzen sie schlichtweg auf das falsche Pferd, so das Ergebnis des Manager-Barometers 2014/2015 (PDF) von Odgers Berndtson. Die Personalberatung hat 2.100 Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefragt, weswegen sie und ihre Kollegen versagen. 40 Prozent sind sich demnach sicher, dass es die falsche Strategie ist, die Manager ins Straucheln bringt.

Rund 35 Prozent der Befragten attestieren Managern zu wenig Führungskompetenz. Etwa 33 Prozent bescheinigen ihren Kollegen ein schlechtes Urteilsvermögen und mangelnde Entscheidungsfähigkeit. Auch eine falsche Werteorientierung (29,6 Prozent) und Defizite bei Kommunikations- und Kontaktfähigkeit (29,1 Prozent) werden für das Scheitern verantwortlich gemacht. Besonders interessant: 27,9 Prozent der Befragten meinen, dass Manager versagen, weil sie nicht unternehmerisch handeln und denken. Markt- und Fachkenntnisse entscheiden also weit weniger über den Erfolg von Leadern als vielleicht vermutet. Dennoch sehen viele Branchen fachfremde Quereinsteiger eher skeptisch.

Managemententscheidung richtig treffen

Weitere Artikel zum Thema

Managemententscheidungen beeinflussen die Unternehmensentwicklung maßgeblich, urteilen Peter F.-J. Niermann und Riccarda Mabella Riddermann in dem Buch "Exzellente Managemententscheidungen". "Die Entscheidungssituationen variieren oder verändern sich bisweilen dramatisch in Abhängigkeit von der jeweiligen Lebensphase der Unternehmen und ihrem Reifegrad", schreiben die Springer-Autoren im Buchkapitel "Managemententscheidungen in der Unternehmensentwicklung" (Seite 79). Doch wie kann das Management ermitteln, in welcher Lage sich das Unternehmen befindet, um Entscheidungen daraus abzuleiten?

Stresstest CMMI-Modell

Die Autoren empfehlen die so genannte Capability Maturity Model Integration (CMMI). Das CMMI-Modell hilft, die Stärken und Schwächen einer Organisation objektiv zu analysieren oder Verbesserungsmaßnahmen zu bestimmen, indem es den Reifegrad der Unternehmensentwicklung bestimmt.

Dazu wird eine mehrjährige Wachstumsperspektive skizziert, die Umsätze, Gewinne, Personal und Geschäftsstellen enthältet. Damit die Unternehmensentwicklung nicht erst nach der betriebswirtschaftlichen Auswertungen festgestellt wird, gilt es, Indikatoren für die wichtigsten Geschäftsprozesse zu entwickeln, die sowohl die Leistungsfähigkeit der Prozesse als auch den Reifegrad bestimmen.

"Mit diesem 'Stresstest' ist das Management nun in der Lage, sich ein mehr oder weniger detailliertes Bild über den aktuellen Stand der Unternehmensentwicklung zu verschaffen. Umgangssprachlich würde man sagen, das Management erkennt, 'wo wir gerade stehen und wohin der Weg führen kann'."

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Premium Partner

    Bildnachweise