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23.08.2013 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

"Generation Y": Warum Manager heute anders führen sollten

2:30 Min. Lesedauer

In vielen Unternehmen muss sich der Führungsstil wandeln. Denn die Leistungsträger der Generation Y "ticken" anders als ihre älteren Kollegen. Führungstrainer Hubert Hölzl erklärt, was das für moderne Führungskräfte bedeutet.

In unserem Unternehmen muss sich ein fundamentaler Wandel im Bereich Führung vollziehen. Dieses Gefühl plagt viele Unternehmensführer. Problemfelder sind zum Beispiel die sinkende Loyalität der Mitarbeiter oder die steigende Zahl der Führungskräfte, die über eine Überlastung klagen. Dann die wachsenden Probleme vieler Unternehmen, den Changebedarf in der eigenen Organisation zu meistern. Unternehmen stehen heute unter einem weit höheren Veränderungsdruck als früher. Was sich jedoch kaum geändert hat, ist die Art, Mitarbeiter zu führen. Ein solcher Wandel wäre aber nötig. Denn in den Unternehmen rückt mit der „Generation Y“ eine Generation junger Frauen und Männer nach, die ein anderes Wertesystem als deren bisherige Leistungsträger haben. Sie sagen zwar auch "Ja" zur Leistung, betrachten Arbeit aber primär als Instrument zur Sicherung der Existenz und des gewünschten Lebensstandards. Das stellt die Führungsmodelle vieler Unternehmen in Frage. Denn in ihnen wird zwar oft ein kooperativer Führungsstil propagiert, die Führungsrealität sieht aber anders aus.

Was gute Führung bedeutet

Gute Führung wird daran gemessen, wie die Mitarbeiter „spuren“. Im Zeitalter unternehmensübergreifender Projekte und Netzwerke sowie fließender Strukturen lassen sich jedoch die Grenzen zwischen Führenden und Geführten nicht mehr so klar wie früher ziehen. Der Grad der Kooperation entscheidet zunehmend darüber, wie innovativ und leistungsstark ein Unternehmen ist. Das erfordert eine Führung, die unabhängige Leistungsträger zu einem gemeinsamen Ziel vernetzen kann. Ihr „Ja“ zur Führung zeigt sich ihrer Initiative, ihrem Engagement und ihrer Loyalität. Leistungsträger in der nachrückenden Generation wollen außer einem guten Einkommen auch Mitsprachemöglichkeiten und Gestaltungsspielräume haben. Von ihnen wird erwartet, dass sie – sei es alleine oder im Team – ihre Aufgaben weitgehend eigenverantwortlich lösen und eigeninitiativ neue Problemlösungen suchen.

Moderne Führungskräfte müssen Sinn vermitteln

Gelingt ihren Führungskräften diese Sinnvermittlung nicht, sinken ihr Commitment und Engagement. Zudem steigt die Fluktuation. Denn Leistungsträger von morgen sind nicht nur anspruchsvoller als ihre Vorgänger, sie sind auch unabhängiger. Führungskräfte müssen künftig mit den nachrückenden Talenten eine vitale Kooperationsbeziehung auf Augenhöhe eingehen. Auch die Führungskräfte selbst müssen ihr (Führungs-)Verhalten hinterfragen und gegebenenfalls revidieren, so dass ihre Performance als Führungskraft steigt. Oder anders formuliert: Sie müssen sich auch selbst – und nicht nur ihre Mitarbeiter – als Lernende verstehen.

Was Führung heute bedeutet, erläutert auch der Springer-Buchautor Alexander Höhn in seinem Buch"Erfolgreiche Führung im 3 Jahrtausend". Motto seiner zehn Thesen (S. 3 - 4) der neuen Führungskultur: Die Generation des klassischen alten „Handwerksmeisters“ oder Firmenchefs hat „ausgedient“.

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