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14.07.2015 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Incentives machen Mitarbeiter kreativer

Autor:
Andrea Amerland

Führungskräfte, die ihren Mitarbeitern finanzielle Anreize bieten, motivieren und steigern die Kreativität mehr als Manager, die sich auf ihre Vorbildfunktion verlassen. Doch die Incentives müssen klar definiert werden.

Die Unternehmensvision und wie diese von Führungskräften vermittelt wird, gilt vielen Managern als erfolgreiches Mittel, um Mitarbeiter zu Höchstleistungen anzuspornen. Zahlreiche Studien haben diesen Führungsansatz bestätigt. Doch diese so genannte transformationale Führung scheint weniger erfolgreich zu sein als bisher gedacht. Denn Mitarbeiter lassen sich besser durch Incentives motivieren als durch charismatische Leader, hat eine Studie der Rotterdam School of Management ergeben. Klar definierte finanzielle Anreize sind demzufolge besonders effektiv, um die Leistungsbereitschaft zu steigern. Das können Boni oder auch eine Beförderung sein.

Charisma reicht nicht als Motivation

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In der Rotterdamer Studie werden beide Führungsstile erstmals miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Ausstrahlung der Führungskraft Mitarbeiter nicht zu höherer Kreativität führt als der schnöde Mammon. Der idealisierte Einfluss auf Mitarbeiter, Inspiration, intellektuelle Stimulierung sowie die individuelle Mitarbeiterorientierung sollten daher durch weitere Faktoren ergänzt werden, so Michael Zingel. Der Springer-Autor betont, wie wichtig auch transaktionale und passive Führungselemente sind. Der transaktionale Führungsstil ergänze die Vorbildfunktion um bedingte Belohnungen, sozialen Austausch und aktives Management-by-Excerption, also das kontrollierende Eingreifen in Ausnahmefällen, heißt es im Buchkapitel "Transformationale Führung".

Zielvereinbarungen und Boni sind nicht zu toppen

Darüber hinaus spricht nach den aktuellen Studienergebnissen einiges für Zielvereinbarungen, finanzielle Anreizsysteme und Boni. Die Vorteile von Zielvereinbarungen definieren die Springer-Autoren Eckhard Eyer und Thomas Haussmann im Buchkapitel "Zielsystem und Zielvereinbarung als Instrument der Unternehmenssteuerung" (Seite 17 ) wie folgt:

Unternehmensbezogene Gründe
Mitarbeiterbezogene Gründe
  • Verbesserung der Produktivität
  • Erhöhung der Motivation der Mitarbeiter
  • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Erhöhung der Identifikation mit den Zielen
  • Grundlage für Verbesserungsaktivitäten
  • Förderung unternehmerischen Denkens und des Handelns
  • Bündelung der Kräfte durch Steuerung
  • Förderung der Selbständigkeit und der Verantwortungsübernahme
  • Orientierung und Erfolgskontrolle
  • Neues Führungsverständnis

Ziele entwickeln sich so zum Leistungsanreiz mit Sogwirkung, denn sie helfen, Arbeitsablauf, Arbeitsaufgaben, Zusammenarbeit der Organisationseinheiten und Mitarbeiter sowie deren Leistungsmotivation zu strukturieren, schlussfolgern Eyer und Hausmann.

Fazit: Setzen Vorgesetzte verschiedene Führungsmethoden bedarfsgerecht und individuell ein, sind die Chancen größer, Mitarbeiter dadurch zu motivieren. Um sie zu kreativen Ideen und Höchstleistungen zu bringen, sollten sie auch auf finanzielle Anreizsysteme setzen.

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