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26.08.2015 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Digitalisierung ist für Unternehmen ein Fremdwort

Autor:
Andrea Amerland

Begriffe wie 'Digitalisierung' oder 'Industrie 4.0' sind zu Synonymen für radikale wirtschaftliche Veränderungen geworden. Doch das Gros der Arbeitnehmer und Führungskräfte kann damit mehr oder weniger nichts anfangen.

56 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland wissen nicht, was sich hinter den Bezeichnungen 'Digitalisierung' und 'Industrie 4.0' verbirgt. Auch in den Führungsetagen sieht es nicht wesentlicher besser aus. Nur jedes zweite Unternehmen hat die digitale Transformation auf dem Schirm. Das sind Ergebnisse der Studie "Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg" (PDF) der Personalberatung Rochus Mummert. Dazu wurden HR-Führungskräfte sowie 1.000 Arbeitnehmer befragt.

Digitalisierung fordert alle Generationen

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Selbst in Firmen, die sich mitten in einem Umbruch befinden, ist digitales Wissen eher rar. So geben nur 14 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, dass ihr Arbeitgeber schon damit begonnen hat, Digitalisierungs- oder Industrie 4.0-Projekte umzusetzen. Dabei genießt das Thema immerhin bei knapp einem Drittel der Unternehmen oberste Priorität. Die Annahme, insbesondere älteren Mitarbeitern, fiele der Umgang mit der Digitalisierung schwer, widerlegt die Studie. Der Wissensstand zum Thema ist vielmehr unabhängig vom Alter.

Digitales Know-how aufbauen

Unternehmen, die rund um neue Technologien und Geschäftsmodelle den internen Know-how-Aufbau vernachlässigen, laufen Gefahr, die Chancen der Digitalisierung zu verpassen. "Wissen veraltet immer schneller. Deshalb wird es immer wichtiger, Wissensmanagement als dynamischen Prozess zu gestalten", schreiben die Springer-Autoren Werner Sauter und Christiana Scholz im Buchkapitel "Wissensmanagement und Kompetenzentwicklung". Um die neuartigen und komplexen Probleme, die sich aus dynamischen Märkten, Globalisierung und Digitalisierung ergeben, lösen zu können, empfehlen sie für das Personal- und Wissensmanagement:

  • kollaborative Lern- und Arbeitsprozesse
  • ein kompetenzorientiertes Wissensmanagement (bottom-up)

Kompetenzorientiertes Wissensmanagement setzt auf Erfahrungswissen

Kompetenzentwicklungssysteme setzen nicht allein auf die Wissensspeicherung, sondern auf den Wissensfluss und das Erfahrungswissen der Mitarbeiter. Sie sorgen dafür, dass sich kompetenzorientiertes Wissensmanagement leichter etabliert, da "die Mitarbeiter in überschaubaren und gleichzeitig herausfordernden Projekten und in ihrem individuellen Arbeitsbereich den Nutzen der Weitergabe und der gemeinsamen Verarbeitung von Wissen erfahren." (Seite 23 f.)

Damit Akzeptanz entsteht, müssen Anreize für den Austausch von Erfahrungswissen geschaffen werden, so Sauter und Scholz im Buchkapitel "Implementierung von kompetenzorientiertem Wissensmanagement" (Seite 33).

Kollaborative Problemlösungen im Prozess der Arbeit und im Netz
Sozialer Kontakt und soziale Integration
Anerkennung
Herausfordernde Lernmöglichkeiten im Prozess der Arbeit: Job-Rotation, Job Enlargement und Job Enrichment

Kollaborative Lösung von Herausforderungen in der

Praxis

Positive Rückmeldung von Kollegen und

Führungskräften

Herausfordernde ProjektaufträgeArbeiten und Lernen mit Communities of Practice

Reputationsgewinn durch

eigene Wissensbeiträge

Persönliche Entwicklung: wachsende Kompetenz und beruflicher AufstiegErweiterung des sozialen Netzwerkes

Übernahme von weiterer Verantwortung oder Übertragung

von Befugnissen

Übernahme von mehr VerantwortungAkzeptanz im Netz

Übernahme von Verantwortung in der Community of

Practice

Höhere Eigenverantwortung und mehr SelbstorganisationMehr Spaß an der Kommunikation
Höhere Arbeitseffizienz

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