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Über dieses Buch

Einsatzorganisationen stellen aufgrund ihrer strukturellen Merkmale eine besondere Organisationsform dar. Der Sammelband widmet sich dieser Thematik multiperspektivisch, indem er übergeordnete Charakteristika ziviler und militärischer Einsatzorganisationen durch wissenschaftlich fundierte Beiträge illustriert. Zudem werden anhand anschaulicher Praxisbeiträge Antworten auf vielfältige Fragestellungen gegeben, mit denen sich Einsatzorganisationen konfrontiert sehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Einsatzorganisationen sind fester Bestandteil der Gesellschaft und leisten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung der alltäglichen Lebensführung. Die Angehörigen von Einsatzorganisationen sind mit der Möglichkeit von herausfordernden und teilweise lebensbedrohlichen Umständen konfrontiert, die den Kontext für ihr Handeln darstellen. Die Leistungserbringung von Einsatzorganisationen kann jedoch nur durch das Vorhandensein sehr spezifischer organisationaler Strukturen und Handlungsmuster sichergestellt werden.
Eva-Maria Kern, Gregor Richter, Johannes C. Müller, Fritz-Helge Voß

Wie funktionieren Einsatzorganisationen?

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag führt die Autorin zunächst grundlegende Betrachtungen zur Definition und Einordnung des Begriffes Einsatzorganisation durch. Darauf aufbauend entwickelt sie einen Bezugsrahmen zur Charakterisierung von Einsatzorganisationen und diskutiert deren wesentliche Spezifika. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse führen zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise dieser besonderen Organisationen und liefern interessante Impulse für Wissenschaft und Praxis.
Eva-Maria Kern

Einsatzorganisationen im wissenschaftlichen Diskurs

Frontmatter

Einsatzorganisationen: Ein besonderer Organisationstypus?

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag verfolgt der Autor das Ziel, Charakteristika von Einsatzorganisationen herauszuarbeiten, indem er gängige Definitionsversuche aus der Literatur heranzieht. Im Kern der Typendefinition steht dabei insbesondere die Abgrenzung vom Organisationstypus Hochrisikoorganisation. Darüber hinaus entwickelt der Autor die These, dass die von Morgan in den Images of Organizations beschriebene Organisationsmetapher der holographischen Organisation eine fruchtbare Grundlage für erfolgreiches Handeln in Hochrisikosituationen bietet. Aus dieser Organisationskonzeption werden Anforderungen für die Organisationsgestaltung und Führungskultur von Einsatzorganisationen entwickelt.
Gregor Richter

Zum Verständnis organisationaler Zuverlässigkeit von Einsatzorganisationen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag erläutert die Autorin zunächst die in der gegenwärtigen Hochzuverlässigkeitsforschung thematisierten theoretischen Konstrukte Improvisation, Mindfulness, Organisationale Routinen, Resilienz sowie Sensemaking. Darüber hinaus wird ein Bezugsrahmen konzipiert, der die Zusammenhänge zwischen den beschriebenen Konstrukten zum Verständnis organisationaler Zuverlässigkeit von Einsatzorganisationen aus einer holistischen Perspektive adressiert. Die Autorin resümiert, dass die beschriebenen Konstrukte als Komponenten einsatzspezifischen Organisierens im Spannungsfeld zwischen Standardisierung und Flexibilität zu begreifen sind. In diesem Zusammenhang wird überdies die besondere Rolle von Kommunikation als übergeordnetes, strukturierendes Element von Erfahrungen bzw. Wahrnehmungen in Hochrisikosituationen hervorgehoben.
Jana M. Holling

Organisationale Resilienz und Antifragilität in Einsatzorganisationen

Zusammenfassung
In diesem Beitrag diskutiert die Autorin, inwiefern Einsatzorganisationen hinsichtlich bislang unberücksichtigter Bedürfnisse in ihrer Arbeit durch einen adäquaten Einsatz moderner Managementinstrumente unterstützt werden können. Diesbezüglich werden insbesondere die Konzepte der Organisationalen Resilienz sowie der Antifragilität adressiert. Abschließend untersucht die Autorin, inwieweit die genannten Argumentationsstränge miteinander harmonieren können.
Yvonne M. Scherrer

Authentische Führung in Extremsituationen

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag widmet sich authentischer Führung in Extremsituationen, denen sich Einsatzorganisationen regelmäßig ausgesetzt sehen. Nach einer kritischen Einführung in die Theorie der authentischen Führung werden konkrete Vorschläge zu deren Weiterentwicklung angeführt. Diesbezüglich werden vor allem Führungssituationen in Einsatzorganisationen betrachtet, die sich durch hohe Risiken und Unsicherheit auszeichnen. Unter Einbezug von Banduras Konzept des sozialen Handelns wird schließlich die Erklärungskraft der authentischen Führungstheorie erweitert und deren Potential für Einsatzorganisationen verdeutlicht.
Florian Demont-Biaggi

Zur Relevanz der Ressource Wissen für Einsatzorganisationen

Zusammenfassung
Innerhalb des vorliegenden Beitrages wird ein empiriebasierter konzeptioneller Bezugsrahmen für den Transfer von Einsatzwissen vorgestellt. Nach einer grundlegenden Erläuterung des Begriffs Einsatzwissen wird der einsatzorganisationsspezifische Umgang mit Wissen – sowohl in konzeptioneller Hinsicht als auch in Bezug auf konkrete Vorgehensweisen – adressiert. Es wird deutlich, dass trotz überwiegend hierarchischer Strukturen insbesondere informelle Formen des Wissenstransfers von zentraler Bedeutung für Einsatzorganisationen sind. Der gegenständliche Beitrag befasst sich überdies mit Entwicklungstendenzen, die für Einsatzorganisationen bezüglich des Umgangs mit der Ressource Wissen von zukünftiger Relevanz sind.
Johannes C. Müller

Die Einsatzorganisation als Lernende Organisation

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung Lernprozesse in Einsatzorganisationen haben. Hierzu werden Spezifika dieses Organisationstyps herausgearbeitet und der Zusammenhang zwischen Einsatz und Lernen verdeutlicht. Es wird eine Differenzierung zwischen Einsatz, Extremsituation und Katastrophe vorgenommen, um unterschiedliche Lernanforderungen in Einsatzsituationen darzustellen. Der Autor argumentiert, dass Einsätze – als wesentliches Merkmal von Einsatzorganisationen – Arbeitssituationen darstellen, die durch Flexibilität und Lernförderlichkeit gekennzeichnet sind. Zudem wird der Prozess der Ungewissheitsbewältigung in Einsatzsituationen aus sozialpsychologischer Sicht erläutert.
Martin Elbe

Risikoidentifikation bei Einsatzorganisationen im Rahmen des Risikomanagement-Prozesses

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag wird die Identifikation von Risiken in Einsatzorganisationen im Rahmen des Risikomanagement-Prozesses adressiert. Der Autor diskutiert spezifische Methoden für Einsatzorganisationen, um gegenwärtige oder in weiter Zukunft liegende Risiken rechtzeitig zu erkennen sowie entsprechende Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Da jedoch nur wenige Methoden von zeitlichem und personellem Handlungsdruck ausgehen, hinterfragt der Autor die Eignung gängiger Vorgehensweisen für das besondere Handlungsumfeld von Einsatzorganisationen und untersucht Anpassungsbedarfe.
Thomas Hartung

Beschaffung für Einsatzorganisationen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag wird ein Beschaffungsmodell für Einsatzorganisationen konzipiert. Zunächst erfolgt eine Beschreibung der relevanten Rahmenbedingungen für die Beschaffung in Einsatzorganisationen, welche die Notwendigkeit eines angepassten sowie reaktionsfähigen Beschaffungsverhaltens verdeutlichen. Zudem wird der Forschungsstand hinsichtlich der öffentlichen Beschaffung, dem Defence Acquisition Management und der Humanitarian Logistics erläutert. Die Autoren resümieren, dass eine Beschaffungskonzeption einer responsiven Zuliefererkette für Einsatzorganisationen drei Komponenten beinhalten sollte.
Michael Eßig, Andreas Glas, Christian von Deimling

Einsatzorganisationen aus praxisorientierter Perspektive

Frontmatter

Das THW – Erfahren im Umgang mit Hochrisikosituationen

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag stellt ein persönliches Exzerpt der langjährigen Erfahrungen des Autors in seiner Funktion als Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) dar. Nach einer kurzen Einführung in die Strukturen des THW widmet sich der Autor der Entscheidungsfindung und Führung in Ausnahmesituationen, organisationalen Voraussetzungen sowie Elementen der Ausbildung von Einsatzkräften im THW. Im Zuge einer abschließenden Diskussion wird zudem erörtert, auf welche Hochrisikosituationen sich Einsatzorganisationen vorbereiten können und die Bedeutung von Übungsszenarien hervorgehoben. Die innerhalb des Beitrages adressierten Aspekte werden durch prägnante Beispiele illustriert.
Albrecht Broemme

Integrierte Stabsarbeit am Beispiel der Landespolizeidirektion Wien

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag erläutert, wie die Zusammenarbeit diverser Einsatzorganisationen stabsdienstlich gestaltet sein sollte, um trotz unterschiedlicher behördlicher Zuständigkeiten dem Führungsgrundsatz Einheit der Führung adäquat Rechnung zu tragen. Der Autor argumentiert, dass für die Bewältigung komplexer Großschadenslagen insbesondere die integrierte Stabsarbeit von enormer Bedeutung ist. Neben einem gemeinsamen Begriffsverständnis, einer vorbereitenden Bindung von Stabsfunktionen an Personen und gemeinsamen Ausbildungen, können vor allem kollektive Übungen und ein einheitliches Verständnis des Führungssystems zur Bewältigung von komplexen Einsätzen beitragen.
Karlheinz Dudek

Einsatz Besonderer Aufbauorganisationen zur Bewältigung von Großereignissen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag werden zentrale Herausforderungen für die Besonderen Aufbauorganisationen (BAO) bei Großeinsätzen sowie für den Stabsdienst bei komplexen Einsätzen illustriert. Zunächst werden verschiedene Arten von Großereignissen definiert und jeweils spezifische Anforderungen an BAO formuliert. Anschließend wird die Rolle des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) im Rettungs- und Katastrophendienst unter Bezugnahme auf die Allgemeine Aufbauorganisation (AAO) und die BAO des Rettungsdienstes thematisiert. Am Beispiel der Winterlage 2019 werden der Ablauf der Überleitungen in BAO und die damit verbundenen Herausforderungen verdeutlicht. Jene betreffen beispielsweise die Entscheidungsfindung zur Einrichtung einer BAO oder die Konzeption neuer Ausbildungskonzepte.
Anton Holzer

Die Überwindung der Chaosphase bei Spontanlagen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag skizziert der Autor den Transformationsprozess von der Allgemeinen Aufbauorganisation (AAO) in die Besondere Aufbauorganisation (BAO) anhand des Beispiels der Branddirektion München. Hierbei betont er, dass dieser Prozess einen hohen Koordinationsaufwand von polizeilicher und nicht-polizeilicher Gefahrenabwehr erfordert und empfiehlt die Weiterentwicklung sowie den Einsatz adäquater Methoden im Umgang mit Spontanlagen. Um eine ideale Informationsbasis für die Einsatzleitung zu schaffen, sollten diese Methoden stets das jeweilige Einsatzumfeld berücksichtigen. Dies gilt sowohl auf operativ-taktischer als auch auf administrativ-organisatorischer Ebene.
Florentin von Kaufmann

Neue Strukturen im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag werden – aufbauend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen des Autors aus verschiedenen Einsätzen in Bayern – neue Konzepte vorgestellt, die eine strukturierte Zusammenarbeit diverser Einsatzorganisationen im Sinne einer erfolgreichen Einsatzdurchführung ermöglichen. Darüber hinaus erläutert der Autor die Vorteile eines Gemeinsamen Einsatz- und Lagezentrums im Bevölkerungsschutz und gibt einen Ausblick auf zukünftige Weiterentwicklungspotentiale. Es wird deutlich, dass es gerade aufgrund der zunehmenden Anzahl an Großeinsätzen (z.B. Amokläufe oder Terrorangriffe) nicht ausreichend ist, lediglich einen Stab für die Bewältigung komplexer Einsatzlagen zur Verfügung zu stellen.
Alexander Graf von Gneisenau

Aufbau- und Führungsorganisation von Feuerwehr und Katastrophenschutz

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag werden die Führung und Leitung im Einsatz am Beispiel kommunaler Feuerwehren sowie Unterer Katastrophenschutzbehörden adressiert. Nach einer Einführung relevanter Begrifflichkeiten sowie einer Darstellung der zugrundeliegenden Vorschriften betont der Autor, dass Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden über ein hochfunktionales Führungssystem verfügen sollten, und dies unabhängig davon, ob kleinere Einsätze oder Großschadensereignisse und Katastrophen in Hochrisikoumwelten zu bewältigen sind.
Philipp Golecki

Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen in Einsatzlagen

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag erläutert der Autor aus Sicht der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) anhand von drei unterschiedlich großen Einsatzlagen das Zusammenspiel von Einsatzorganisationen. Thematisiert werden hierbei eine kleine Einsatzlage (Unfallszenario auf einer Bundesstraße), eine große Schadenslage (Schneekatastrophe in Bayern 2019) sowie eine atypische Lage (Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen während der Flüchtlingskrise der Jahre 2014 bis 2016 in Bayern). Der Autor stellt erstens heraus, dass die Einsatztaktik und die Führungssysteme im Umgang mit unbekannten Lagen flexibel gestaltet werden sollten. Zweitens ist eine schnelle interorganisationale Zusammenarbeit immer dann gewährleistet, wenn ähnlich strukturierte Einsatzorganisationen beteiligt sind.
Fritz-Helge Voß

Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZMZBw)

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag adressieren die Autoren die Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZMZBw) als Beitrag für erfolgreiches Handeln in Krisensituationen. Diesbezüglich werden zunächst die zentralen Grundlagen, die Strukturen sowie die praktische Ausgestaltung der ZMZBw im In- und Ausland dargelegt, bevor abschließend Herausforderungen dieser spezifischen Form der interorganisationalen Zusammenarbeit diskutiert werden. Diese betreffen beispielsweise Kommunikationswege zwischen den involvierten Einsatzorganisationen, hiermit verbundene Schnittstellenproblematiken oder die Bereitstellung beziehungsweise den Erhalt von materiellen und personellen Ressourcen. Besonderes Augenmerk dieses Beitrages liegt auf der Einordnung der Fähigkeiten und Strukturen der territorialen Ebene.
Detlev-Konrad Adelmann, Carsten Meidenstein

Führung in der Bundeswehr

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag gehen die Autoren der Frage nach, ob man Weisungen befehlen bzw. Befehle anweisen kann. Nach einer etymologischen Einordnung des Begriffs Bundeswehr, im Zuge dessen die verfassungsrechtliche Verankerung der Bundeswehrverwaltung sowie der Streitkräfte erläutert werden, widmen sich die Autoren deren Zweck und Wirkrichtung, rechtsstaatlichen Prinzipien, Spannungsverhältnissen sowie abschließend den Auswirkungen auf das Führungsverständnis in der Bundeswehr. Sie resümieren, dass der Schlüssel eines gemeinsamen Führungsverständnisses von militärischen und zivilen Status- bzw. Organisationsgruppen im Kennen der notwendigen Unterschiede und deren Achtung bei gleichzeitiger Nutzung der darin liegenden Potentiale liegt.
Christoph Reifferscheid, Ulf Bednarz

Streitkräftespezifische Führungssysteme in multinationalen Verbänden

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag untersuchen die Autoren, inwiefern multinationale Zusammenarbeit unter Beibehaltung nationaler Souveränität und differenzierter Führungskonzepte möglich ist. Dazu erfolgt zunächst ein Vergleich der militärischen Führungskonzepte Deutschlands und der USA. Anschließend werden diese hinsichtlich verschiedener Formen der multinationalen Zusammenarbeit evaluiert, wobei resümiert wird, dass differenzierte Führungskonzepte den Erfolg einer multinationalen Zusammenarbeit reduzieren oder sogar gefährden können, je nachdem, ob die Organisationsform der Zusammenarbeit horizontal oder vertikal strukturiert ist.
Rafaela Kraus, Dennis Degen

Forschung als Beitrag zur Einsatzbereitschaft

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag adressieren die Autoren das Themenfeld Einsatzorganisation und Forschung. Nach einer theoretischen Einordnung relevanter Begrifflichkeiten wird insbesondere die angewandte Forschung im medizinischen ABC-Schutz thematisiert. Diesbezüglich werden zum einen das Zentrum für Medizinischen ABC-Schutz und zum anderen die Task Force Medizinischer ABC-Schutz angeführt und deren Bedeutung im gegenständlichen Kontext erläutert.
Kai Kehe, Roman Wölfel

Ehrenamtliche Führung als Rückgrat des deutschen Bevölkerungsschutzes

Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag wird die Bedeutung des Ehrenamtes für die alltägliche Gefahrenabwehr und im Speziellen die Rolle von ehrenamtlicher Führung hervorgehoben. Nach einer Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen der Führung im deutschen Bevölkerungsschutz sowie deren historischer Entwicklung skizziert der Autor den Ausbildungsaufwand für ehrenamtliche Führung und beschreibt überdies die Schnittstelle der alltäglichen Gefahrenabwehr zum Bevölkerungsschutz. Abschließend werden Implikationen formuliert, die sich insbesondere auf die Entwicklungen des demografischen Wandels zurückführen lassen.
Jörg M. Haas

Potentiale erschließen, Zukunft sichern

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag widmet sich der Aus- und Fortbildung in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Nach einer kurzen Erläuterung der Bedeutung von Aus- und Weiterbildung für die Einsatzkräfte des THW werden Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren – wie der demografische Wandel, gesellschaftliche Veränderungen oder der immer komplexer werdende Umgang mit Technologien – beschrieben. Daran anknüpfend geht die Autorin auf die Veränderungen ein, die sich in den letzten Jahren im Bereich des Lernens und Lehrens ergeben haben. Hierbei werden insbesondere die Aspekte Kompetenzentwicklung, lebenslanges Lernen und Führen im Alltag sowie das auch für Einsatzorganisationen zunehmend relevanter werdende digitale Lernen thematisiert.
Barbara Blanckmeister

Möglichkeiten und Grenzen für die Einführung von Teilzeitarbeit in den Streitkräften

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Entwicklung und Einführung von Teilzeitarbeit für Soldatinnen und Soldaten. Dabei geht es konkret um die Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen es für die Einführung von Teilzeitarbeit in den Streitkräften gibt. Hierbei werden verschiedene dienstliche Bereiche und Funktionen untersucht. Ein Blick auf die Teilzeitarbeit in Führungspositionen der Wirtschaft sowie der Polizei runden die Ausführungen ab.
Siegfried Rapp

Zusammenfassung

Frontmatter

Einsatzorganisationen: Handlungsfelder und Herausforderungen für Forschung und Praxis

Zusammenfassung
Die Ausführungen der vorangegangenen Kapitel haben gezeigt, dass Einsatzorganisationen einen eigenständigen Organisationstypus darstellen, der sich vor allem aufgrund prägender Anforderungen an deren Leistungserstellung ausgebildet hat. Dies konnte durch die in diesem Sammelband publizierten Beiträge – sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praxisorientierter Perspektive – anhand zahlreicher Beispiele illustriert werden. Es wurden unterschiedlichste thematische Bereiche im einsatzorganisationsspezifischen Kontext adressiert: Organisationale Zuverlässigkeit bzw. Resilienz und Antifragilität, Führung in Extremsituationen, Wissen, Lernen und Ausbildung, Beschaffungs- und Risikomanagement oder Stabsarbeit, Aufbau- und Führungsorganisation sowie diverse Formen der Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen.
Eva-Maria Kern, Gregor Richter, Johannes C. Müller, Fritz-Helge Voß
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