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16.12.2014 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Arbeitgeberattaktivität mit flexiblen Arbeitszeiten stärken

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine sinnerfüllte Tätigkeit, flexible Arbeitszeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance ermöglichen, punkten auf dem Arbeitsmarkt im Wettbewerb um Talente aus der Generation Y.

Bei Arbeitsmarktexperten und Personalern steht seit einiger Zeit eine Zielgruppe besonders im Fokus: die so genannte Generation Y.  Dazu werden vor allem 20 bis 30-jährigen, gut ausgebildeten Hochschulabsolventen gezählt, die gerade in das Berufsleben eintreten. Den Ergebnissen vieler Studien zufolge, sind in dieser Generation andere Werte wichtig als den Generationen zuvor. Statt Karriere und Geld wollen die Millennials eine sinnerfüllte Tätigkeit und eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

Die aktuelle Studie des Studentennetzwerks Enactus und des SVI Stiftungslehrstuhls für Marketing an der Handelshochschule Leipzig bestätigt diese Werteorientierung. Danach wünschen sich 93 Prozent der Befragten eine Balance zwischen Beruf und Privatleben. 62 Prozent möchten zudem selbstbestimmt arbeiten. Ein gutes Gehalt  und Arbeitsplatzsicherheit werden von der Generation Y hingegen als selbstverständlich vorausgesetzt.

Generation Y will flexibel arbeiten

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Auch laut der Orizon-Studie „Arbeitsmarkt 2014“ gehören Jobsicherheit (60 Prozent), gute Bezahlung (60 Prozent), flexible Arbeitszeiten (49 Prozent)  für die 20- bis 30-Jährigen zu den wichtigsten Leistungen eines Arbeitgebers. Die Studie, für die 2.000 Arbeitsnehmer und Arbeitssuchende befragt wurden, zeigt aber auch, dass es sich dabei um einen generellen Trend handelt. Denn hinsichtlich dieser Präferenzen gibt es zwischen den Generationen kaum einen Unterschied.

Gesundheitsvorsorge durch flexible Arbeitszeiten

Die Einführung flexibler Arbeitszeiten hat für Unternehmen neben der Steigerung ihrer Attraktivität als Arbeitsgeber noch einen weiteren positiven Aspekt. Denn eine  „Flexibilisierung der Arbeitszeiten kann maßgeblich zur betrieblichen Gesundheit beitragen“, schreibt  Manfred Faber in seinem Beitrag  „Flexible Arbeitszeitmodelle – Das Erfolgskonzept zur Gesundheitsvorsorge" (Seite 98). Mitarbeiter, die ihre Arbeitszeit frei einteilen können, haben es leichter, Job und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Damit sinkt auch der Krankenstand in den Unternehmen deutlich.

Viele Firmen haben jedoch die Sorge, dass ihnen bei Home-Office-Modellen und Arbeiten auf Vertrauensbasis die Kontrolle fehlt. Dem Autor zufolge ist der sicherste Weg, um dies zu vermeiden, eine gute Vorbereitung. „ Am besten passiert dies mit Hilfe eines externen Spezialisten, der bereits Erfahrung mit verschiedenen flexiblen Arbeits- und Teilzeitmodellen hat. Dieser kann sein Fachwissen und eine unparteiische „dritte“ Meinung einbringen."  Zudem müssen klare Spielregeln für die Zusammenarbeit festgelegt werden, beispielweise die transparente Dokumentation der geleisteten Arbeit. Mit welchen Schritten ein Unternehmen den Weg hin zu einer flexibleren Arbeitszeitstruktur vorbereiten sollte, zeigt die nachfolgende Tabelle (Seite 101):

In sieben Schritten zu einem flexiblen Arbeitszeitmodell

Schritt 1: Beschluss wird gefasst und ein geeigneter externer Spezialist engagiert

Schritt 2: Intensive Gespräche mit der Geschäftsführung und allen Beteiligten/Betroffenen

Schritt 3: Gründung einer Arbeitsgruppe:  Soll/Ist Analyse und Festlegung der ersten Schritte

Schritt 4: Modelle werden entwickelt und verfeinert und an alle Beteiligten kommuniziert

Schritt 5: Testphase, evtl. nur in einzelnen Abteilungen

Schritt 6: Erneutes Überdenken und  Diskutieren des Modells, Einbindung von Verbesserungsvorschlägen

Schritt 7: Ziel – Flächendeckende Einführung des neuen Modells

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