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20.04.2015 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Wo Frauen am liebsten arbeiten

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2 Min. Lesedauer

Die frauenfreundlichsten Unternehmen kommen aus dem Mittelstand und legen besonderen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für Firmen zahlen sich Frauen- und Familienfreundlichkeit sowohl für den wirtschaftlichen Erfolg als auch für das Employer Branding aus.

Wo lässt es sich als Frau am besten arbeiten? Diese Frage stellte sich das Arbeitgeberportal Kununu und veröffentlichte ein Ranking der frauenfreundlichsten Unternehmen in Deutschland. Basis sind 444.520 Erfahrungsberichte, die Mitarbeiter auf dem Portal hinterlassen haben. Gleichberechtigung, flexible Arbeitszeiten Homeoffice-Möglichkeiten zählen dabei zu den wichtigsten Kriterien. Interessant: Alle Firmen kommen aus dem Mittelstand und kein bekanntes Dax-Unternehmen hat es in die Top Ten geschafft. 

Die frauenfreundlichen Unternehmen in Deutschland

Aam it GmbH, Wismar
Codecentric AG, Solingen
P + Z Engineering GmbH, München
Iteratec GmbH, München
ITK Engineering AG, Kuhardt
Office Events GmbH, Liederbach
Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH, Emden
Compusafe Data Systems GmbH, Frankfurt
CPC Unternehmensmanagement GmbH , Frankfurt
Campana & Schott Realisierungsmanagement GmbH, Frankfurt

„Es gibt kaum eine Firma, die das Wort Frauenförderung nicht aktiv nach außen tönt. Interessant wird es, wenn man hinter die Kulissen blickt und erhebt, welche Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen tatsächlich angeboten werden,“ kommentiert Martin Poreda, Gründer und CEO von Kununu die Ergebnisse.

Springer-Autor Malte Ristau-Winkler glaubt auf jeden Fall daran, dass Unternehmen von einer gezielten Frauenförderungen profitieren. „Das größte, am schnellsten aktivierbare und qualifizierbare Potenzial finden wir tatsächlich bei den Frauen, präziser: den Müttern“, schreibt er ihn seinem Beitrag „Fachkräfte dringend gesucht – von der Engpassanalyse zur erfolgreichen Sicherung“. Dabei sei die Vereinbarkeit von Job und Familie die entscheidende Voraussetzung für Frauenkarrieren. Hinzukommt, dass sich Familienfreundlichkeit unmittelbar auf das Employer Branding auswirkt und damit das Recruiting neuer Fach- und Führungskräfte erleichtert.

Work-Life-Balance als wichtigstes Karriereziel

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Auch für Studenten und Young Professionals ist über alle Fachrichtung hinweg „eine ausgeglichene Work-Life-Balance“ das Top-Karriereziel, wie Stefan Lake in seiner Studie „Karriereziele und Erwartungen an den Arbeitgeber von Studierenden und jungen Berufstätigen: Umfrageergebnisse 2008 bis 2013“ herausgefunden hat. Als fundamentale Bausteine einer frauen- und familienfreundlichen Personalpolitik sehen Anne Goedicke und Tobias Ellenberger folgende Maßnahmen:

  • Betreuungsangebote und Familienservice

  • Arbeitszeitpolitik

  • Elternzeit

Fazit: Es sind sowohl die Unternehmen als auch die Politik gefordert, Bedingungen zu schaffen, die Frauen trotz Familienverpflichtungen eine gleichberechtigte Karriere ermöglichen. eine offene Unternehmenskultur ist die Voraussetzung, damit Familienfreundlichkeit im Unternehmen kein leeres Versprechen ist. Diese aber muss von den Führungskräften vorgelebt werden.

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