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03.07.2014 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Warum Interim Management Veränderungen beschleunigt

Autor:
Eva-Susanne Krah
2:30 Min. Lesedauer

Interim Manager sind in deutschen Unternehmen beliebt. Ihre externe Expertise wird geschätzt, wie eine neue Studie zeigt. Klug eingesetzt, lassen sich Veränderungen in Unternehmen mit ihnen beschleunigen.

Sie können führen, bringen externes Wissen und Erfahrung ein und sind unparteiisch, wenn es um sensible Geschäftsinteressen oder interne Belange im Unternehmen geht. Interim Manager sind laut einer neuen internationalen Studie der Recruiting-Spezialisten von Michael Page Interim nicht nur geschätzt. weil sie Unternehmen in unangenehmen Situationen unterstützen und Kostenvorteile bewirken. Die freiberuflichen Experten werden vor allem gerne eingesetzt, weil sie ihr Know-how in Unternehmen und deren Projekte aktiv einbringen und sie in Krisensituationen mit richtigen Entscheidungen unterstützen. Dass bestätigen knapp drei Viertel (72,2 Prozent) der befragten Arbeitgeber in der Untersuchung. Neun von zehn deutschen Unternehmen bewerten ihre bisherigen Erfahrungen mit Interim Managern als positiv und sehr positiv (86,9%). Die gleiche Anzahl von Firmen geht davon aus, dass der Bedarf an Interim Management in den nächsten zwölf Monaten zumindest gleich bleiben oder sogar ansteigen wird. Dabei sind Interim Manager gerade auch für internationale Unternehmenseinsätze interessant: 87 Prozent arbeiten bereits global oder würden dies tun.

Interim Manager als Veränderer

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Insbesondere, wenn es um Veränderungsprozesse in Unternehmen geht, haben Interim Manager, die nur für einen bestimmten Zeitraum, bei Personalengpässen oder für spezifische Projekte von Unternehmen eingekauft werden, einen Vorteil: Sie können Veränderungen konsequent und flexibel ungeachtet der bisherigen Unternehmenssituation begleiten und Restrukturierungsprozesse beschleunigen. Das meinen auch mehr als die Hälfte der befragten Studienteilnehmer. Welche Rolle Interim-Führungskräfte spielen, macht der Autor Norbert Eisenberg in dem Buch "Headhunter" von Dieter Hofmann und Rainer Steppan deutlich. Anhand eines Beispiels aus der Bankenbranche analysiert er im Kapitel "Interim Management in Deutschland" (Seite 237 - 244) die klassischen Rollen für Interim Manager. Sie bringen eine professionelle Management-Dienstleistung nicht nur

  • im klassischen Projektmanagement oder
  • in Verkaufs- und Kaufphasen von Unternehmen, sondern auch
  • bei der Restrukturierung von Unternehmen und Geschäftsbereichen.

Dieses Feld sei "gerade im Zuge der Finanzkrise zum wichtigsten Einsatzgebiet von Interim Management" geworden, sagt Eisenberg. Typische besetzte Funktionen sind seiner Erfahrung nach die des Chief Restructuring Officer (CRO), des CEO oder CFO sowie die Leitung von Funktionsbereichen wie zum Beispiel Einkauf oder Projektmanagementfunktionen.

Lotse für das Unternehmen

Dabei geht es darum, von außen gewonnene Fähigkeiten ins Spiel zu bringen, die aus eigenen Ressourcen nicht gestemmt werden können, und gleichzeitig die operative Restrukturierung zu begleiten. Für Veränderungsprozesse können Unternehmen Manager auf Zeit als Trumpfkarte einsetzen: Denn diese agieren unbelastet von der Unternehmensgeschichte und als Lotse für das Unternehmen. Dabei sei "die Erfahrung des Managers im Umgang mit vergleichbaren Situationen wichtiger ist als die Erfahrung im Unternehmen selbst", weiß Eisenberg.

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2011 | OriginalPaper | Buchkapitel

Interim Management in Deutschland

Quelle:
Headhunter

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