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16.06.2014 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Sie eine erfolgreiche Unternehmensvision entwickeln

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2:30 Min. Lesedauer

Führungskräfte müssen sich heute kontinuierlich mit Veränderungsprozessen beschäftigen. Die Voraussetzung für einen effektiven Change-Prozess ist eine konkrete Unternehmensvision. Wie Manager bei der Entwicklung einer solchen Vision am besten vorgehen.

Es gehört heute zur fast schon zum Alltag. Unternehmen verändern Strukturen, Prozesse und Produkte um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. In vielen Branchen, beispielsweise IT, Verlagswesen, Telekommunikation und Gesundheit ist das Thema stetige Veränderung inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Vor diesem Hintergrund hat sich das so genannte Change-Management zu einer der wichtigsten Management-Aufgaben entwickelt. Obwohl Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld in Tools und Trainings investiert haben, scheitern laut Harvard Business Manager immer noch 60 bis 70 Prozent aller Change-Projekte in Unternehmen.

Change-Management scheitert oft an schlechter Kommunikation

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Die Gründe für das Scheitern von Veränderungsprozessen sind vielfältig. Defizite in der Zielformulierung, bei der Mitarbeiterkommunikation und schlecht strukturierte Prozesse sind nur einige Beispiele. In seinem Buch „Change-Prozesse effizient durchführen“ beschreibt der Springer-Autor Manfred Noé die Erfolgsfaktoren für ein Veränderungsvorhaben und gibt Handlungsempfehlungen für die Steuerung des Change-Prozesses. Denn bei der Gestaltung neuer Prozesse liegen die Tücken oft im Detail. Daher ist es notwendig, die Prozessgestaltung immer wieder qualitativ und qualitativ zu bewerten, um Störfaktoren und Fehlerquellen zu identifizieren.

Zukunftsvision konkret ausformulieren

Für Unternehmen ist es zunächst wichtig die Vision und die Ziele, die durch Veränderungen erreicht werden sollen, genau zu definieren. Wichtig dabei ist, dass eine Vision konkret formuliert wird und „die Fantasie all jener beflügelt, die mit ihr konfrontiert werden“. Der Autor rät dazu, die wichtigsten Unternehmensziele und Zukunftsvisionen des Unternehmens in fünf bis zehn Aussagen zusammenzufassen. Welche Schritte für den Entwurf einer erfolgreichen Zukunftsvision wichtig sind, zeigt die folgendes Tabelle (Seite 47):

Vorgehensweise beim Entwurf einer Zukunftsvision
Bildung einer Arbeitsgruppe (Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmensbereichen, nicht mehr als 20 Personen, evtl. externes Know-how einbeziehen)
Festlegung des Zeitrahmens
Themen festlegen (z. B. politische und/oder gesellschaftliche Entwicklungen, allgemeine Wirtschaftssituation, technologische Entwicklungen und Innovationen, Märkte (Kunden, Lieferanten, Wettbewerb), verfügbares Know-how und Wissen)
Szenarien erstellen (ideal ist ein optimistisches, ein pessimistisches sowie ein Szenario, das die gegenwärtige Entwicklung „normal“ fortschreibt)
Bewertung
Auswertung (Abwägen von Chancen und Risiken, Identifikation von Stärken und Schwächen des Unternehmens)

Um die Unternehmensvision konkret zu formulieren sollten Unternehmen folgende Fragen klären und daraus konkrete Schritte ableiten:

  • Wo liegen die größten Diskrepanzen zwischen dem gewünschten und dem gegenwärtigen Zustand?
  • Was hindert uns daran, das gewünschte Ziel-Szenario zu erreichen?
  • Wie müsste die Unternehmensstrategie aussehen, um zu der gewünschten Unternehmenszukunft zu gelangen?
  • Welche Kernprobleme müssen angegangen werden?
  • Welche Entscheidungen sind zu treffen?
  • Welche Ressourcen werden benötigt?
  • Wer ist für was verantwortlich?
  • Wer arbeitet mit wem zusammen?

Das Wichtigste aber ist die Kommunikation mit den Mitarbeitern. Die schönste Zukunftsvision hilf wenig, wenn sie von den Mitarbeitern nicht verstanden und nicht gelebt wird.

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