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06.08.2013 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Wie erkenne ich meine Berufung?

Menschen, die ihre Berufung gefunden haben, fühlen sich in ihrem Element. Springer-Autor und Karriereberater Jürgen Nawatzki beschreibt in einem Gastbeitrag wie man die eigene Mitte finden und sich so selber besser verwirklichen kann.

Immer mehr Menschen stellen sich heute die Frage nach dem Sinn ihrer Arbeit. Im Gegensatz zum Job, der in erster Linie eine Möglichkeit zum Geldverdienen ist, handelt es sich bei der Berufung um den inneren Ruf, den ein Mensch verspürt, etwas Bestimmtes zu tun. Es ist unsere Lebensaufgabe, diese Berufung zu finden und mit allen uns zur Verfügung  stehenden Energien und Kräften zu leben. So muss ein Schriftsteller einfach schreiben und ein Arzt aus Berufung heilen.

Menschen, die ihre Berufung gefunden haben, fühlen sich in ihrem Element. Sie kennen ihr Ziel und verfolgen dieses konsequent. An Weggabelungen und Wendepunkten ihres Lebens können sie sich auf ihre innere Stimme verlassen, die ihnen den richtigen Weg weist. Sie sind sich zudem über den Sinn ihres Lebens im Klaren und haben eine Antwort auf die Frage, warum sie auf der Welt sind. Diese Tatsache verleiht ihnen viel Energie, die andere für die Suche nach dem Sinn ihres Lebens verbrauchen.

Wenn Menschen eine Aufgabe als sinnvoll erleben

Zusätzlich sind Menschen, die ihre Berufung leben, oft auch materiell erfolgreich, da sich die Dinge dort bewegen, wo viel Energie ist. Weiterhin haben Sie eine hohe Lebensqualität, weil sie einen Großteil ihrer Zeit Dinge tun, die sie glücklich machen. Arbeit, Freizeit und Urlaub verschmelzen miteinander. Und sie gehen einer Arbeit nach, die sie aus sich selbst heraus motiviert. Das heißt, sie sind intrinsisch motiviert. Im Gegensatz dazu wirken extrinsische Motivationsfaktoren wie Geld oder Statussymbole oft nur kurzfristig.

Unsere Berufung zu leben, heißt zudem, etwas Sinnvolles in unser Leben zu integrieren und uns selbst zu verwirklichen. Wenn Menschen eine Aufgabe als sinnvoll erleben, fällt sie ihnen meist ganz leicht. Last but not least haben glückliche Menschen, die ihre Lebensaufgabe kennen, oft eine unwiderstehliche Anziehung.

Unsere Berufung hat ihren Sitz im Unbewussten. Auf dieses haben wir jedoch keinen direkten Zugriff. Wir können es füttern, müssen dann aber abwarten, bis bestimmte Erkenntnisse in Form von Intuition und Inspiration in unser Bewusstsein gelangen. Es bekommt sozusagen die Argumente vom Verstand geliefert und arbeitet permanent an der Lösung. Diese Inkubationszeit dauert bei verschiedenen Menschen unterschiedlich lange.

Unter anderem hängt sie davon ab, wie weit der Prozess der Berufungserkenntnis bereits fortgeschritten ist. Ist dieser Prozess bereits weit fortgeschritten, weil sich der Betreffende schon länger mit diesem Thema befasst, gelingt die Entdeckung der Berufung meist schneller als wenn sich der Betreffende erst am Anfang seiner Suche befindet. Dann können leicht Wochen und Monate ins Land ziehen. Es gibt auch Fälle, bei denen die Entdeckung der Berufung Jahre gedauert hat.

Tiefes Vertrauen in den eigenen Weg

Dabei stellt sich natürlich die Frage, woran man erkennt, dass man seine Berufung gefunden hat. Die Antwort lautet: Man weiß es einfach. Es ist ein Gefühl absoluter Klarheit und Gewissheit, das aus dem tiefsten Inneren kommt. Man weiß es einfach, wenn es sich um die eigene Berufung handelt. Das Denken ist dann klar, rein und eindeutig. Man will nicht mehr, was andere vielleicht von einem erwarten, sondern das, was man selber wirklich will. Man spürt die eigene Mitte und tiefes Vertrauen in den eigenen Weg und die eigene Bestimmung.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Self-Leadership

Quelle:
Self-Leadership und Führung

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