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18.08.2017 | Management + Führung | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Netzwerkorganisationen arbeiten

Autoren:
Andreas Nölting, Andrea Amerland

Netzwerkorganisationen gehört die Zukunft. Unternehmen können so projektweise auf externes Spezialwissen zugreifen, ohne sich die Kompetenzen teuer selbst aufbauen zu müssen.

Über viele Jahre verzeichneten die Management-Literatur und der betriebliche Alltag nur zwei wesentliche Organisationsformen: die funktionale und die divisionale Organisation. Mit dem Trend zur Wissensgesellschaft, dem Siegeszug des Internets und der Konzentration vieler Unternehmen auf den Kern ihres Geschäftes hat sich sich nun auch die Netzwerkorganisation in etlichen Branchen durchgesetzt. Nach Meinung von Experten gehört dieser Organisationsform sogar die Zukunft, weil sie hierarchische Elemente der Koordination mit Marktelementen intelligent verknüpft.

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Wertschöpfungsstrukturen

Die im vorherigen Kapitel vorgestellten Wertschöpfungsprozesse benötigen Strukturen, in denen sie ablaufen: Es sind für jede Wertschöpfungsaktivität Personen bzw. Organisationseinheiten nötig, die für die Erfüllung verantwortlich sind.


Unter Netzwerkorganisationen verstehen Wissenschaftler den Zusammenschluss von autonomen, meist auch unternehmerisch selbstständigen Experten für die Durchführung eines gemeinsamen Projektes. Unternehmen können so auf externes Expertenwissen zurückgreifen, ohne dass sie diese Kompetenzen aufwendig und kostenintensiv selber aufbauen müssten. Die Experten arbeiten meist an verschiedenen Arbeitsplätzen, zum Teil auch in diversen Ländern und schließen sich per Internet zu einem Wissens-Netzwerk zusammen.

Chancen und Risiken von Netzwerkorganisationen

Netzwerkorganisationen lassen sich vor allem in Branchen finden, in denen spezielles Wissen besonders gefragt ist, etwa in der IT (Software, Content), in wissenschaftsnahen Branchen (Bio- und Nanotechnologie) oder in der Automobilproduktion. Entscheidend ist, dass die beteiligten Mitglieder ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel verfolgen.

Jörg Sydow und Markus Halfen geben in ihrem Fachartikel "Arbeit in Netzwerkorganisationen - Wertschaffung durch Verzicht auf Wertschöpfung?" einen Überblick zum Stand der Forschung. Die Springer-Autoren zeigen, wie sich Arbeit bei der Produktion in Netzwerken verändert. Ausgewählte Veränderungen sind demnach:

  • Arbeitende sind verstärkt in auf die Erstellung von Dienstleistungen spezialisierten Organisationen beschäftigt.
  • Die Arbeit erfolgt organisationsübergreifend und geht sowohl mit einer Neuaufteilung zwischen leitenden und ausführenden Tätigkeiten als auch mit einer Polarisierung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen einher.
  • In besonderen Fällen verschwimmt die Grenze zwischen vertragsmäßig Beschäftigten und Selbständigen, insbesondere in Bereichen von Crowdworking, Online-Auktionen für Teilaufträge, Freelancern und ähnlichen Formen der Semi-Selbständigkeit. 
  • Teamarbeit schließt immer häufiger Mitglieder von anderen oder mehreren Organisationen und auch (Quasi-)Selbständige mit ein. 
  • Mitarbeiterführung beziehungsweise die Steuerung der Arbeitskräfte kann entsprechend als ein durchaus widersprüchlicher Prozess erlebt werden, der sowohl die Arbeitskräfte mit untersschiedlichen Anforderungen konfrontiert als auch die mit Leitungsaufgaben betrauten Personen vor neue Integrationsaufgaben stellt.



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