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16.09.2013 | Management + Führung | Interview | Onlineartikel

"Schnelligkeit wird noch mehr an Bedeutung gewinnen"

Autor:
Andreas Nölting

Springer-Autor ("Die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert) und Berater Manfred Faber plädiert für flexible Arbeitsmodelle in der Wissensgesellschaft.

HR-Consultants

In der Wissensgesellschaft müssen Unternehmen und Arbeitnehmer noch rascher und flexibler auf den Markt reagieren. Das Instrument Interim Management wird daher für viele Projekte wichtiger, meint Springer-Autor und Personalexperte Manfred Faber.

Springer für Professionals: Herr Faber, welche Rolle spielt das Thema Interim Management in der künftigen Arbeitswelt?

Manfred Faber: Interim Management wird weiter an Bedeutung gewinnen. Unternehmen müssen noch flexibler werden, um sich an die Erfordernisse der Wirtschaft anzupassen. Und jeder neue Zustand erfordert von den Mitarbeitern einen anderen Wissenshintergrund, oft auch eine andere Persönlichkeit. Außerdem ist es nicht mehr möglich, wichtige Positionen zu lange unbesetzt zu lassen. Schnelligkeit wird noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das flexible Instrument Interim Management kann hier Unternehmen gut unterstützen.

Wie steht die Generation der Digital Natives zum Thema Interim Management?

Diese neue Generation möchte sich nicht mehr langfristig fest binden und der Job ist nicht mehr alleinig im Vordergrund. Daher ist Interim Management eine hervorragende Arbeitsform, wie man Arbeit und private Interessen gut vereinbart. Idealerweise pflegt man einige „Stammkunden“, die man wechselseitig in verschiedenen Projekten bedient und baut sich dadurch eine Art von Bindung auf, die ein Mindestmaß an Sicherheit bietet. In den Projektpausen bleibt genügend Zeit für andere Aktivitäten. Jedoch ist wichtig, dass man seine Erfahrung erst mal in verschiedenen Firmen und Verantwortungen entsprechend gewinnt, denn Interim Management funktioniert nicht ohne fundiertes Fachwissen, eine ausgereifte Persönlichkeit und erprobte Umsetzung.

Was verstehen Sie unter dem Begriff Crowd Sourcing und welche Vorteile bietet es Unternehmen?

Ich verstehe darunter, dass ein Unternehmen mit einer kleinen Kernmannschaft aus festen Mitarbeitern agiert, die die strategischen und langfristigen Aufgaben steuern. Neben dieser Kernmannschaft gibt es einen gut gepflegten Pool von freien Mitarbeitern und ausgewählten Agenturen, die die notwendige Erfahrung und Persönlichkeit beisteuern. Danach verlassen diese Menschen das Unternehmen und machen Platz für andere Fachleute und Persönlichkeiten. Sollte ein ähnlicher Zustand wieder eintreten, kann aber natürlich auf bereits bekannte Mitarbeiter erneut zurückgegriffen werden. Vorteile: Das Unternehmen hat zu jeder Zeit das richtige Know-how zur Verfügung und ist insgesamt wendig, weil es eine überschaubare Zahl an Mitarbeitern hat.

Welche Bedeutung kommt abhängigen Beschäftigten künftig noch zu?

Langfristige Aufgaben können nur mit der Stammmannschaft am effektivsten gelöst werden. Leider wird das heute zu häufig übersehen und man trennt sich zu schnell von altgedienten und erfahrenen Mitarbeitern. Man darf nicht vergessen, dass es lange gedauert hat, bis sich diese Arbeitsform der abhängig Beschäftigten etablieren konnte. Eine Änderung wird aufgrund der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht mehr so lange dauern, trotzdem muss man bedenken, dass Menschen hinter all diesen Entscheidungen stehen und Menschen ändern sich nicht so schnell wie es der Technik gern lieb ist.

Sind wir auf dem Weg zu einer Wissensgesellschaft und wie könnte diese aussehen?

Ich glaube, dass sich mehr und mehr eine vernetzte Wissensgesellschaft etabliert. Gerade durch Nutzung des Internets kann das Wissen gut geteilt werden und gemeinsam an neuen Ideen oder deren Weiterentwicklung in Real-Zeit gearbeitet werden. Hat man früher das Wissen behütet, geht es heute mehr darum das Wissen mit anderen zu teilen, um es zu erweitern und durch Schnelligkeit einen Marktvorteil zu erlangen.

 

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2012 | OriginalPaper | Buchkapitel

Die Wissensgesellschaft

Quelle:
Liquid Work

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