Zum Inhalt

Management Guide Digitaler Humanismus

Unternehmensführung in der digitalen Welt

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Digitale Technologien prägen längst unser Arbeiten, Wirtschaften und Zusammenleben. Die Unternehmen sind mehr als Anwender von technischen Innovationen – sie formen die digitale Welt wesentlich mit. Daraus erwächst für Führungskräfte eine doppelte Verantwortung: technologischen Fortschritt zu nutzen und ihn zugleich an humanistischen Werten auszurichten.

Dieses Buch bietet praxisnahe Orientierung für Entscheidungsträger:innen, die die digitale Transformation wertebasiert gestalten wollen. Die Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zeigen, wie Unternehmenskultur, Strategien und Geschäftsmodelle mit den Prinzipien des digitalen Humanismus verbunden und im Einklang mit gesetzlichen, gesellschaftlichen und ethischen Standards umgesetzt werden können. Sie liefern zahlreiche konkrete Impulse, wie Unternehmen ihre Schlüsselrolle in einer digitalen, menschenzentrierten Zukunft verantwortungsvoll wahrnehmen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Umsetzung digitalhumanistischer Werte aus Unternehmenssicht

    1. Frontmatter

    2. 1. CEO-Perspektive: Warum und wie sollte man Digitalen Humanismus im Unternehmen umsetzen

      Ein Leitfaden zur Implementierung ethischer Prinzipien in der digitalen Transformation Georg Krause
      Zusammenfassung
      In diesem Beitrag wird dargestellt, wie die Umsetzung des Digitalen Humanismus in der eigenen Organisation gelingen kann. Wichtigste Voraussetzung dazu ist Klarheit über den Nutzen und Mehrwert für die eigene Organisation zu erlangen. Der Beitrag führt dazu konkrete Beispiele auf, in welchen Bereichen messbarer Nutzen erreicht werden kann. Weiters geht er darauf ein, wie es gelingt, einen Wertekompass als Messlatte für die eigenen Aktivitäten zu definieren und zeigt auf, wie ein Top‐Down‐Ansatz und ein Bottom‐Up Ansatz für die Umsetzung erfolgen kann und welche Verantwortlichkeiten für den erfolgreichen Einsatz zu definieren sind. In dem Beitrag werden zu allen Themen Praxistipps aus der eigenen Umsetzung dargestellt und abschließend wesentliche Lessons Learned aufgezeigt.
    3. 2. CFO-Perspektive: Projekterfolge durch Einbeziehung von Werten sicherstellen

      Wie durch wertorientiertes Vorgehen die Effizienzziele erreicht und nachträgliche Kosten vermieden werden Leopold Fischl
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die erfolgreiche Implementierung von KI bei ibis acam, um die Effizienz zu steigern und Mitarbeitende zu entlasten. Durch die Neuentwicklung eines ERP‐Systems und die Integration von KI werden wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Der Fokus liegt auf der Benutzerakzeptanz und der Berücksichtigung menschlicher Werte. Erfahrungen aus früheren Digitalisierungsprojekten und der Einsatz von Value‐Based Engineering (VBE) fließen in die Entwicklung ein, um eine positive Nutzererfahrung zu gewährleisten. Aus der Perspektive des CFO wird besonders hervorgehoben, wie die Automatisierung und Digitalisierung zu erheblichen Produktivitätsgewinnen und einer schnellen Amortisation der Investitionen führen.
    4. 3. CIO-Perspektive 1: Wiener (digitale) Lebensqualität 

      Technologischer Fortschritt und Digitaler Humanismus in Wien Klemens Himpele
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet, wie Wien durch die Integration von Technologie die Lebensqualität seiner Bürger*innen verbessert. Historische und aktuelle Beispiele zeigen, wie technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der IT, gezielt eingesetzt werden, um den Alltag zu erleichtern. Der Digitale Humanismus steht dabei im Mittelpunkt, indem er sicherstellt, dass technologische Fortschritte stets dem Wohl der Menschen dienen und ethische Werte berücksichtigt.
    5. 4. CIO-Perspektive 2: Nachhaltige Datensouveränität

      Souveränes Datenmanagement als Grundlage für Innovation und Fortschritt Helmut Leopold, Lisa Höllbacher
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung einer nachhaltigen Datensouveränität als Fundament für Innovation und wirtschaftliche Prosperität, sowie insbesondere für eine positive gesellschaftliche Weiterentwicklung. Die Autoren diskutieren, wie globale Technologie‐ und Plattformentwicklungen neue Ansätze der Datenkommunikation und ‐verarbeitung ermöglichen. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von Datenverzerrungen und der Sicherstellung ethischer Grundwerte in datengetriebenen Systemen.
    6. 5. CIO-Perspektive 3: Digitaler Humanismus im Projektmanagement

      Ethische Prinzipien von der Planung bis zur Umsetzung im Projekt verankern Mario Tokarz
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Integration werteorientierter Ansätze in das Projektmanagement. Dabei wird aufgezeigt, wie ethische Prinzipien mithilfe des bewährten Plan‐Do‐Check‐Act‐(PDCA)‐Ansatzes systematisch in die einzelnen Phasen von IT‐Projekten integriert werden können, um Spannungen zwischen Produktanforderungen und ethischen Überlegungen auszugleichen. Im Mittelpunkt stehen praxisorientierte Methoden sowie anschauliche, anwendungsnahe Use Cases.
    7. 6. CHRO-Perspektive: Künstliche Intelligenz im Personalmanagement

      Menschenzentrierter Ansatz und Compliance in der Arbeitswelt Tünde Fülöp
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen und Chancen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) im Personalmanagement. Es wird diskutiert, wie KI‐Systeme zu mehr Produktivität und Innovation beitragen können, während gleichzeitig ethische und rechtliche Aspekte sowie die Einbindung der Beschäftigten berücksichtigt werden. Der menschenzentrierte Ansatz der EU und praktische Empfehlungen zur sicheren und rechtskonformen Nutzung von KI im Personalmanagement stehen im Fokus.
    8. 7. Digitale Kompetenzen zur Förderung des Digitalen Humanismus

      Eine praktische Anleitung für betriebliche Weiterbildung Alexander Schmölz
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Notwendigkeit digitaler Kompetenzen in einer zunehmend digitalisierten Welt. Er bietet eine praktische Anleitung für Unternehmen, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende nicht nur technische Fertigkeiten erwerben, sondern auch humanistische Werte im Umgang mit digitalen Technologien verinnerlichen. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von Datenverzerrungen und der Sicherstellung ethischer Grundwerte in datengetriebenen Systemen.
  3. Branchenspezifische Herausforderungen und Lösungsansätze

    1. Frontmatter

    2. 8. Ethische Digitalisierung in der Versicherungsbranche

      Chancen und Risiken in der digitalen Transformation Gerhard Lahner, Thomas Mara
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung des Digitalen Humanismus in der Versicherungsbranche, indem er praxisnahe Ansätze zur Verbindung von Technologie und menschlichen Werten aufzeigt. Bei dem Ziel, den Menschen in den Mittelpunkt technologischer Entwicklungen zu stellen besteht ein wesentliches Spannungsfeld in der Handhabung von umfassenden Kundendaten und ‐informationen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und die Wahrung der Privatsphäre. Zudem wird die Rolle von regulatorischen Anforderungen und internationalen Wettbewerbsbedingungen hervorgehoben. Der Digitale Humanismus wird als zentraler Erfolgsfaktor für eine ethisch fundierte, digitale Zukunft gesehen.
    3. 9. Vertrauen schaffen und Sicherheit geben im Digitalen Banking

      Innovative, menschenzentrierte Ansätze zur Betrugsprävention und zum Schutz der Kund:innen Natalia Major
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen und Lösungen im Umgang mit Phishing und Online‐Betrug bei Tatra banka Slowakei. Die Bank hat ein agiles, funktionsübergreifendes Team eingeführt, um Betrugsfälle zu minimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Durch den Einsatz von IT‐Systemen, Datenmodellen und gezielter Kundenaufklärung konnte die Bank die Anzahl der Betrugsfälle signifikant reduzieren.
    4. 10. Digitaler Wandel im ORF: Leichter Leben durch Technologie

      Wie der ORF in seinem Angebot und seinen internen Prozessen Werte des digitalen Humanismus unterstützt Astrid Zöchling
      Zusammenfassung
      Der ORF verfolgt in seinem Wirkungskreis Ziele und Prinzipien, die auch dem Konzept des digitalen Humanismus innewohnen. Technologie unterstützt die Arbeit der Mitarbeiter*innen, ohne den Menschen aus zentralen Aufgaben – insbesondere dem Journalismus – zu verdrängen oder dessen Handlungsfähigkeit einzuschränken. Der vorliegende Artikel beleuchtet, wie dieser Ansatz in der Praxis gelebt wird, welche Grenzen dabei bestehen und wie der Bildungsauftrag des ORF durch die Förderung der AI‐Literacy, sowie der Medien‐ und Digitalkompetenz der Bevölkerung erfüllt wird. Gleichzeitig wird das Leben der Mitarbeiter*innen durch neue Technologien an vielen Stellen einfacher und effizienter gestaltet. Ein Fokus des Beitrags liegt auf den Vorteilen, die die Digitalisierung im Zusammenhang mit dem Ausbau der Barrierefreiheit bietet, etwa durch die automatische Erstellung von Untertiteln oder die Bereitstellung von Beiträgen in Einfacher Sprache. Durch konkrete Anwendungsbeispiele wird der praktische Nutzen von KI im Unternehmen veranschaulicht. Abschließend werden aktuelle Initiativen und Projekte vorgestellt, mit denen der ORF seine Mitarbeiter*innen in den digitalen Transformationsprozess einbindet. Der ORF ist davon überzeugt, dass Digitalisierung als Mammutaufgabe unserer Gesellschaft und Zeit nur gemeinsam bewältigt werden kann, und dass nur jene Technik, die ein echtes Problem für die Menschen löst, Akzeptanz und Nutzung finden wird.
    5. 11. Nutzerzentrierte Innovationsstrategien aus der Perspektive der APA

      Von User Needs bis Trusted AI Verena Krawarik
      Zusammenfassung
      Nachrichtenagenturen wie die APA – Austria Presse Agentur stehen selten im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Und doch stellen sie die journalistische Grundversorgung für die heimischen Medienschaffenden sicher und sorgen dafür, dass Entscheidungsträger*innen jederzeit am Puls der Zeit sind. Was die APA als relevant erachtet, findet sich alsbald auf vielen Ausspielkanälen wieder oder wird im Rahmen von Softwareprojekten in die eigene Organisation integriert. So ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an der Art und Weise gestiegen ist, wie die APA Nachrichten und daraus folgende Produkte produziert, welchen Leitlinien die Agentur in Zeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) folgt, und wo die Konzepte für einen nutzenzentrierten Journalismus herkommen. Der vorliegende Beitrag zeigt anhand von zwei Projekten wie in der österreichischen Nachrichtenagentur die Bedürfnisse von Kund*innen, Leser*innen und Mitarbeiter*innen gezielt ins Zentrum der Entwicklungen geholt werden.
    6. 12. Digitaler Humanismus im Gesundheitswesen

      Ethik und Technologie im Einklang für eine bessere Patientenversorgung Siegfried Meryn
      Zusammenfassung
      Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet großes Potenzial für präzisere Diagnosen, bessere Behandlungen und leichten Zugang zu Gesundheitsdiensten. Zugleich entstehen ethische Herausforderungen, etwa bei der Wahrung von Autonomie, Datenschutz und sozialer Gerechtigkeit. Die revidierte Helsinki‐Deklaration von 2024 und die österreichische eHealth‐Strategie 2024 fordern einen menschenzentrierten Ansatz, der technologische Innovationen mit ethischen Prinzipien verbindet. Ärzt*innen, Patient*innen, Pflegekräfte, Führungskräfte und die öffentliche Hand müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um digitale Technologien verantwortungsvoll einzusetzen und den menschlichen Aspekt der Medizin zu bewahren. Transparenz, Fairness und digitale Kompetenz aller Beteiligten sind dabei zentral.
    7. 13. Digitaler Humanismus bei A1

      Vier Thesen als Fundament und Überblick über die A1 AI-Guidelines Michael Höfler
      Zusammenfassung
      Der Artikel beleuchtet, wie A1 den digitalen Humanismus in der Praxis umsetzt. Es wird diskutiert, wie KI und Digitalisierung genutzt werden, um die Effizienz zu steigern, ohne den menschlichen Beitrag zu vernachlässigen. Der Fokus liegt auf der Balance zwischen technologischen Fortschritten und ethischen Überlegungen, um sicherzustellen, dass die Technologie den Menschen zugutekommt. Beispiele wie die A1 Fair AI‐Guidelines zeigen, wie A1 mögliche Bias minimiert und humanistische KI‐Modelle entwickelt.
  4. Methoden, Tools und Standards

    1. Frontmatter

    2. 14. Methoden zur Umsetzung des Digitalen Humanismus

      Praktische Ansätze für digitale Verantwortung und Ethik Martin Giesswein
      Zusammenfassung
      Der Beitrag bietet eine umfassende Orientierungshilfe zur Umsetzung des Digitalen Humanismus in Organisationen. Es werden methodische Ansätze vorgestellt, die digitale Verantwortung und Ethik in Unternehmensstrukturen und IT‐Systemen verankern. Der Fokus liegt auf allgemeinen Methoden zur Organisationsentwicklung, spezifischen Methoden für KI‐Systeme und ganzheitlichen Ansätzen zur Gestaltung von IT‐Systemen. Ziel ist es, dem Management praktische Werkzeuge zur Umsetzung der Werte des Digitalen Humanismus zu bieten.
    3. 15. Value Based Engineering und die Umsetzung bei ibis acam

      Erfahrungen aus einem der ersten Projekte mit dem Value Based Engineering Ansatz Svenja Schröder, Florian Wurzer
      Zusammenfassung
      Der Digitale Humanismus ist in aller Munde, aber wie kann eine konkrete Umsetzung in Digitalisierungsprojekten aussehen? Der Standard ISO∕IEC∕IEEE 24748‐7000:2022 bzw. Value Based Engineering liefern als Methode eine Antwort: Durch eine systematische Einbeziehung aller Stakeholder und derer ethischen Werte können diese Werte als Anforderungen in die Softwareentwicklung einfließen. Die Vorteile sind vielfältig: nachhaltige Geschäftsmodelle, Entdeckung ungenutzter Innovationen und risikobasiertes Systemdesign. In diesem Beitrag soll die zugrundeliegende Methode erklärt und anhand eines Softwareentwicklungsprojektes bei der ibis acam veranschaulicht werden.
    4. 16. Mit der System-Theoretic Process Analysis (STPA) Zusammenhänge verstehen und Werte schützen

      Das Zusammenspiel von STPA und VBE am Beispiel einer Lade-App für Elektrofahrzeuge Florian Wagner
      Zusammenfassung
      Um Anforderungen des Value‐Based Engineerings (VBE) wirtschaftlich und nachvollziehbar in Unternehmen und Produkten zu erfüllen, hat sich die System‐Theoretic Process Analysis (STPA) als hilfreich erwiesen. Sie wurde am MIT entwickelt und hat sich vor allem in Hochsicherheitsbereichen wie der Automobilbranche, Luft‐ und Raumfahrt durchgesetzt. Zu den prominentesten Anwendern zählen NASA, Embraer, American Airlines und Google. Am Beispiel einer Lade‐App wird die praktische Anwendung von STPA im Kontext von VBE veranschaulicht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine klare Rückverfolgbarkeit zwischen Werten und technischen Lösungen entscheidend ist, um positive Werte in einem System zu stärken.
    5. 17. Corporate Digital Responsibility als ganzheitlicher Ansatz für Digitalen Humanismus

      Aufbau eines CDR-Managementsystems und die Umsetzung bei Merck Karin Dietl, Simon Lucas, Jean Enno Charton
      Zusammenfassung
      Die „Triple Transition“ – aus der digitalen, ökologischen und sozialen Transformation – stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Corporate Digital Responsibility (CDR) dient als verbindendes Element, um ethische, nachhaltige und technologische Ziele miteinander zu verknüpfen. Digitale Ethik etabliert sich nicht nur als neue akademische Disziplin, sondern auch als neue Ausprägung der praxisorientierten Technik‐ und Unternehmensethik und fordert eine verantwortungsvolle Gestaltung digitaler Innovationen. Diese Entwicklung fördert nicht nur den Erhalt zentraler gesellschaftlicher Werte, sondern stärkt Vertrauen, Compliance und nachhaltige Geschäftsmodelle, die den Wandel aktiv vorantreiben. Angesichts der bevorstehenden globalen Umbrüche und Unsicherheiten in den nächsten Jahrzehnten bietet CDR die Chance, digitale Innovation verantwortungsvoll zu gestalten und Vertrauen in eine sich wandelnde Gesellschaft zu stärken.
    6. 18. Der BRZ-Prüfkatalog für vertrauenswürdige KI

      Digitaler Humanismus im öffentlichen Sektor Wolfgang Kabelka
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die konkrete Umsetzung des digitalen Humanismus im öffentlichen Sektor durch den BRZ‐Prüfkatalog für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz (KI). Der Katalog zielt darauf ab, ethische Prinzipien wie Transparenz, Fairness und Verantwortlichkeit in KI‐Systemen zu verankern. Durch die Berücksichtigung sozialer Nachhaltigkeit und die Förderung von Diversität und Inklusion wird ein menschenzentrierter Ansatz verfolgt, der die Akzeptanz und Nutzung von KI in der Gesellschaft stärkt.
    7. 19. Kybernetische Steuerungsmodelle zur Umsetzung des Digitalen Humanismus

      Ein integrativer Ansatz für ethische und technologische Innovation Armin Preis
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Anwendung kybernetischer Steuerungsmodelle zur Umsetzung des digitalen Humanismus. Es wird ein Managementmodell vorgestellt, das normative Aspekte wie Werte und Regularien sowie Steuerungsmodelle und Feedbackschleifen integriert. Der Fokus liegt auf der Sicherstellung ethischer Werte in der digitalen Transformation durch Value‐Based‐Engineering und holistische Veränderungsansätze. Ziel ist es, die menschlichen Werte in der technologischen Entwicklung zu bewahren und weiterzuentwickeln.
  5. Rahmenbedingungen, Förderungen und andere Perspektiven

    1. Frontmatter

    2. 20. Willkommen im Zeitalter des wertebasierten Managements

      Von funktionalen Ansätzen zu ethischen und nachhaltigen Strategien Sarah Spiekermann, Monika Zvonic, Martin Giesswein
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet die Entwicklung des Managements von funktionalen Ansätzen hin zu einem wertebasierten Management. Es wird diskutiert, wie Unternehmen durch die Integration von ethischen, ökologischen und sozialen Werten in ihre Strategien und Prozesse langfristigen Erfolg sichern können. Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Stakeholder‐Dialogen und der Einbindung vielfältiger Interessen, um Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die positive Werte für alle Beteiligten generieren.
    3. 21. Digitaler Humanismus als Innovationsstrategie

      Von IT-Risiken zu gesellschaftlichem Fortschritt Erich Prem, Hannes Werthner
      Zusammenfassung
      Als Initiative für eine menschenentrierte Digitalisierung setzt sich der digitale Humanismus für eine verantwortungsvolle Entwicklung der Informationstechnologie ein, die Demokratie und Inklusion fördert. Er steht damit nicht im Gegensatz zu Innovation, sondern kann sogar als Innovationstreiber wirken. Durch die Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte hilft der Ansatz des digitalen Humanismus, individuelle und gesellschaftliche Risiken abzufedern. Damit ist er auch ein Instrument der Innovationsstrategie. Als gesamtgesellschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Ansatz zeigt er aber auch die Wechselwirkung bzw. auch Schwierigkeit zwischen einzelunternehmerischer Aktivität und Optimierung auf der einen Seite und gesamtgesellschaftlichem Fortschritt auf der anderen Seite. Letztendlich ist es eine Gesamtsystemfrage, die entsprechende Anreize und Markteingriffe erfordert.
    4. 22. Der EU AI Act: Aus der Pflicht eine Tugend machen

      AI Leadership Compass zur Kombination von Ethik, Compliance und Betriebswirtschaft Stefan Tauber, Martin Giesswein
      Zusammenfassung
      Ausgehend von der humanistischen Digitalpolitik der EU legt dieses Kapitel den Schwerpunkt auf den AI Act und seine Implikationen für Unternehmen. Es beleuchtet die ideale Balance zwischen regulatorischer Verpflichtung und ethischem Gestaltungswillen – eine Verbindung von rechtlichem Sollen und moralischem Wollen. Für das Management ergibt sich daraus ein klarer Imperativ: die bestmögliche Strategie zu gestalten und umzusetzen, die gesellschaftlichen und unternehmerischen Interessen gerecht wird. Als konkrete Hilfestellung wird der AI Leadership Compass strukturiert erklärt und auf vier Ebenen erläutert: strategische Führung, operative Führung, HR‐Management und Selbstführung.
    5. 23. Technologie im Dienst der Gesellschaft

      Verankerung des digitalen Humanismus in der öffentlichen Beschaffung Martin Schiefer, Maria Troger
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beschäftigt sich mit der Verankerung des digitalen Humanismus in der öffentlichen Beschaffung als Hebel für eine verantwortungsvolle Nutzung von Technologie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Öffentliche Auftraggeber können ihre Vorbildwirkung bei öffentlichen Ausschreibungen nutzen, um europäische Werte und Rechtsgrundlagen hochzuhalten und ein ethisches und humanes Miteinander zu fördern. Mit Vergaberecht kann der digitale Humanismus in die Gesellschaft gebracht werden und den Spagat zwischen Laissez‐faire und Überregulierung durch innovative und gleichzeitig digital ethische Beschaffungen auflösen.
    6. 24. Digitaler Humanismus jenseits von „Human-in-the-Loop“

      Partizipative Ansätze zur Förderung menschenzentrierter Technologien Peter Parycek, Diogo Sasdelli, Noella Edelmann
      Zusammenfassung
      Als Antwort auf die durch die digitale Transformation herbeigeführten gesellschaftlichen Herausforderungen zielt die Bewegung des Digitalen Humanismus darauf ab, den technologischen Fortschritt mit humanistischen Werten zu kombinieren, um somit eine möglichst menschenzentrierte Entwicklung der digitalen Transformation zu fördern. Viele der in diesem Kontext gestellten Forderungen lassen sich im Zusammenhang mit dem hoch relevanten KI‐Themenfeld unter dem Begriff „Human‐in‐the‐Loop“ zusammenfassen, d. h. der Vorstellung, dass Menschen nach wie vor bei (besonders wichtigen oder sensiblen) Entscheidungsfindungsverfahren beteiligt sein müssen. Der vorliegende Beitrag diskutiert die Rolle von Human‐in‐the‐Loop‐Ansätzen im Kontext des Digitalen Humanismus. Es wird argumentiert, dass Human‐in‐the‐Loop in vielen Fällen nicht mit einer fortschrittlichen bzw. humanistischen Auffassung zur digitalen Transformation vereinbar ist, sondern eher den Ausdruck eines konservativen bzw. technologiekritischen Standpunkts darstellt. Als ergänzende Alternative zur Verwirklichung der Ziele des digitalen Humanismus wird ein partizipativer, auf anderen Beteiligungsformen (bspw. Co‐Creation) basierender Ansatz nahegelegt, der die Teilhabe einschlägiger Stakeholder ermöglicht und somit Menschenzentriertheit erfüllt, ohne in die ausschließlichen Lösungskonzepte der Human‐in‐the‐Loop‐Ansätze zu münden.
    7. 25. Digitaler Humanismus in der Wiener Wirtschaftsförderung

      Roadmaps und Praxistips von Wiener Unternehmen Kristina Maurer, Eva Czernohorszky
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet, wie die Wirtschaftsagentur Wien gemeinsam mit Kollaborationspartnern wie dem Wiener Wissenschafts‐, Forschungs‐ und Technologiefonds (WWTF) den Digitalen Humanismus in der Wirtschaftsförderung vorantreibt. Durch Förderprogramme wie „Roadmaps Digitaler Humanismus“ werden Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützt, menschenzentrierte digitale Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse zu etablieren. Beispiele erfolgreicher Förderprojekte und Kurzinterviews mit geförderten Unternehmer*innen zeigen, wie digitale Technologien ethisch und nachhaltig implementiert werden können.
    8. 26. Der Wiener Weg zum Digitalen Humanismus

      Der Beitrag Wiens zu einer werteorientierten Digitalen Transformation – Motivation, Hintergründe und Maßnahmen Michael Stampfer
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beleuchtet Erfolge und Chancen Wiens in der Verbesserung der Lebensqualität durch die Digitalisierung und entsprechende Policies. Das ist wichtig, denn die digitale Revolution ist tatsächlich eine solche. Sie greift tief in Strukturen ein und fordert unser Verständnis von Freiheit massiv heraus. Unsere Bemühung muss sein, eine Balance zu schaffen zwischen individueller Freiheit und stabilen Institutionen, die soziale Freiheit und Wohlfahrt fördern. Der Wiener Wissenschafts‐, Forschungs‐ und Technologiefonds (WWTF) spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung von Spitzenforschung und der Integration menschlicher Werte in der digitalen Transformation. Mit dem Programm Digitaler Humanismus hat der WWTF schon viele Initiativen und Projekte unterstützt.
Titel
Management Guide Digitaler Humanismus
Herausgegeben von
Georg Krause
Martin Giesswein
Copyright-Jahr
2026
Electronic ISBN
978-3-658-49869-6
Print ISBN
978-3-658-49868-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-49869-6

Die PDF-Dateien dieses Buches wurden gemäß dem PDF/UA-1-Standard erstellt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Dazu gehören Bildschirmlesegeräte, beschriebene nicht-textuelle Inhalte (Bilder, Grafiken), Lesezeichen für eine einfache Navigation, tastaturfreundliche Links und Formulare sowie durchsuchbarer und auswählbarer Text. Wir sind uns der Bedeutung von Barrierefreiheit bewusst und freuen uns über Anfragen zur Barrierefreiheit unserer Produkte. Bei Fragen oder Bedarf an Barrierefreiheit kontaktieren Sie uns bitte unter accessibilitysupport@springernature.com.

    Bildnachweise
    Schmalkalden/© Schmalkalden, NTT Data/© NTT Data, Verlagsgruppe Beltz/© Verlagsgruppe Beltz, EGYM Wellpass GmbH/© EGYM Wellpass GmbH, rku.it GmbH/© rku.it GmbH, zfm/© zfm, ibo Software GmbH/© ibo Software GmbH, Sovero/© Sovero, Axians Infoma GmbH/© Axians Infoma GmbH, genua GmbH/© genua GmbH, Prosoz Herten GmbH/© Prosoz Herten GmbH, Stormshield/© Stormshield, MACH AG/© MACH AG, OEDIV KG/© OEDIV KG, Rundstedt & Partner GmbH/© Rundstedt & Partner GmbH, Doxee AT GmbH/© Doxee AT GmbH , Governikus GmbH & Co. KG/© Governikus GmbH & Co. KG, Vendosoft/© Vendosoft