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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

MIS-Grundlagen

1. Management-Unterstützungssysteme — Eine vielfältige Begriffswelt

Das Management wirksam unterstützen heißt zunächst und vor allem effektiv informieren. Das bedeutet neben der reinen Informationsbeschaffung insbesondere selektieren, verdichten und gegenüberstellen von Informationen. Dabei sind die technischen Gesichtspunkte zwar von großer Bedeutung, als Basis spielt jedoch die Informationskultur eines Unternehmens die entscheidende Rolle. Die Betonung rechnertechnischer Einzelheiten führte zu zahlreichen Definitionen von Management-Unterstützungssystemen (MUS), die in ihrer Vielfalt jedoch nur Verwirrung hervorrufen und jedem Anwender seine “eigene” Interpretation erlauben.

Andreas Kleinhans, Martin Rüttler, Erich Zahn

2. MIS als Bestandteil ganzheitlicher Management-Kompetenz

Die Aussagen über Management-Informationssysteme (MIS) können schlagwortartig zusammengefaßt werden: Die Ansätze der ausgehenden sechziger Jahre sind gescheitert.Fortschritte sind unverkennbar.Eine neue Generation von Management-Informationssystemen entsteht.Management-Informationssysteme werden die Informationskultur entscheidend verändern.

Friedhelm Großmann

3. Künstliche Intelligenz — Überzogene Erwartungen nicht erfüllbar?

Computer wurden bekanntlich dazu entwickelt, die vielen lästigen Rechenarbeiten abzunehmen, die uns die Schule trotz jahrelanger Dressur nicht sympatischer machen konnte. Die Beliebtheit dieser Maschinen beim eiligen Menschen, vom Sachbearbeiter bis zum Manager, war damit gesichert. Wenn aber alle Angestellten eines Unternehmens bereits über einen Rechner verfügen, ist es für die Hersteller an der Zeit, sich etwas Neues auszudenken.

Robert Massen

4. Aufbau von Management-Informationssystemen

Als grundlegende Merkmale eines Management-Informationssystem (MIS) gelten nach [1]: ein leistungsfähiges Instrumentarium, was heute einem Computersystem mit Daten- und Modellbank sowie modernen Betriebsarten gleichzusetzen ist,quellennahe Datenerfassung,horizontale Integration,vertikale Integration (Verdichtung),weitgehende Entscheidungsautomatisierung.

Karl Schaufelbühl

5. Informationen im Entscheidungsprozeß

Die Frage, ob mehr Informationen zu besseren Entscheidungen führen, vernachlässigt bei zunächst einleuchtender Bejahung neben logischen Problemen insbesondere die ganzheitliche Wahrnehmung von Situationen, die teilweise nicht in kommunizierbare Informationen umgesetzt werden oder werden können. Neben einer knappen Erörterung von wissenschaftlichen Erkenntnissen sollen einige Beispiele die abstrakten Formulierungen erhellen und nach dem Wert von Informationen unter verschiedenen Gesichtspunkten gefragt werden.

Bernd-D. Wieth

6. Bedeutung eines Management-Informationssystems für die Entscheidungsfindung in internationalen Unternehmungen

Die Auseinandersetzung damit, wie Entscheidungen getroffen werden oder wie Informationen diese Entscheidungen beeinflußen, welche besonderen Probleme die Internationalität von Unternehmen in der Informationsaufbereitung und Entscheidungsfindung in sich birgt, hat ganze Generationen junger Menschen mit akademischen Würden versorgt.

Sven Piechota

7. Führungsbedarfe des Managements in einer sich ständig wandelnden Umgebung

Das hier vorgestellte Management-Informationssystem (MIS) beschränkt sich nicht auf die Finanzbuchhaltung, sondern umfaßt alle Daten, die für die Beantwortung von Managementfragen notwendig sind. Für die Erarbeitung eines Management-Informationssystems in diesem Sinne ergeben sich die nachfolgend angeführten Probleme.

Alexandre Nobs

8. Ist-Situation und Zukunftserwartungen bei Management-Informationssystemen — Ergebnisse einer Befragung

Frühzeitiges Bereitstellen und Auswerten von Informationen über unternehmensinterne und -externe Vorgänge stellen eine Ressource dar, die nicht unge nutzt bleiben darf, will man im internationalen Wettbewerb bestehen. Führungskräften geeignete Informationen mit Hilfe eines Management-Informationssystems aktuell bereitzustellen, ist erst seit einigen Jahren zu verwirklichen. Bis dahin fehlten die hardwaretechnischen Voraussetzungen. Heute bieten vor allem leistungsfähige Arbeitsplatzrechner (PC) die gerätechnische Basis, um die gestellten Anforderungen an ein Management-Informationssystem in bezug auf Bedienungskomfort, Schnelligkeit und Grafikfähigkeit zu erfüllen.

Rolf Hichert, Martin Stumpp

MIS-Einführung

9. Informationen für Manager — Von der Datenfülle zum praxisnahen Management-Informationssystem

Der Begriff Management-Informationssysteme hat immer wieder die Gemüter erhitzt. Hämisch wurden dem Kürzel MIS Buchstaben hinzugefügt, um daraus mies oder MISt zu machen. Enttäuschung hatte sich breit gemacht, nachdem in den 60er Jahren versprochen wurde, nach der Einführung einer automatisierten Informationsverarbeitung auf der operativen Ebene sei es nur ein kleiner Schritt zur Unterstützung des Managements mit geeigneten Informationen aus der großen Datenbank (vgl. [1, 2]).

Rolf Hichert, Michael Moritz

10. Voraussetzungen für die erfolgreiche Implementierung moderner Management-Informationssysteme

“Das Studium eines konventionellen Management-Informationssystems ist wie Sterne betrachten: Es kann sich zwar um eine funkelnde klare Information handeln, aber sie ist leider Lichtjahre alt und daher viel zu spät für eine sinnvolle Reaktion.” Mit dieser kosmischen Analogie umriß ein McKinsey-Beraterkollege eine der Ursachen für das zumindest teilweise Versagen der Management-Informationssysteme der siebziger und achtziger Jahre. Gleichgewichtig daneben stehen vermutlich noch viele andere Ursachen, insbesondere: Die Erwartungen des Top-Managements an das Management-Informationssystem waren unrealistisch hoch.Die Anforderungsspezifikationen waren in der Regel äußerst unklar, vage und änderten sich manchmal schneller, als sie der Systemanalytiker “verdauen” konnte.Die Aufgabe, eine leistungsfähige Systemunterstützung auszuarbeiten, wurde zu weit “wegdelegiert”.Wirklich benutzerfreundliche Informationstechnik war meist nicht verfügbar.Die wenigen gut funktionierenden Management-Informationssysteme jener Zeit erzeugten derartige Informationsberge oder -überflutungen, daß spätestens in der zweiten oder dritten Abweichungsanalyse auch die letzte Benutzerakzeptanz verlorenging.

Detlev Hoch

11. Systematisierung betriebswirtschaftlicher Problemlösungen bei Management-Informationssystemen

Für den erfolgreichen Einsatz eines Management-Informationssystems (MIS) ist es wichtig, bereits bei der Konzeption auf mögliche Problemfelder einzugehen. In einem ersten Schritt lassen sich die Probleme drei Kategorien zuordnen: betriebswirtschaftliche,EDV-technische undorganisatorische Problemfelder.

Rolf Hoellger

12. Controlling und Informationsmanagement als Kernsysteme der Führungsteilsysteme im Unternehmen

Innerhalb des Führungssystems einer Organisation nimmt das Controlling eine wichtige Stellung ein. Seine traditionelle Rolle beschränkt sich auf das Informationssystem als Weiterentwicklung des herkömmlichen Rechnungswesens oder auf Planung, Steuerung und Kontrolle für den operativen und taktischen Bereich. Heute ist seine zentrale Zwecksetzung die Koordination der Führungsteilsysteme wie Ziel-, Planungs-, Kontroll-, Informations-, Organisations- sowie Personalführungssystem. Ohne diese Unterstützungsfunktion könnte die Unternehmensführung neben der Festlegung der Unternehmenspolitik die anderen wesentlichen Aufgaben, nämlich die Formulierung der Ziele und der Strategie sowie deren Durchsetzung und Kontrolle nur unzureichend ausfüllen. Diese über die traditionellen Aufgaben hinausgehende Zwecksetzung ist durch die Herausforderungen, denen sich ein Unternehmen in der heutigen Zeit gestellt sieht, unabdingbar geworden: Kürzere Innovationsschübe und Produktlebenszyklen, dynamischeres Umwelt- und Marktgeschehen, erhöhter Wettbewerbsdruck, Diskontinuität, Komplexität und Fremddynamik prägen das Umfeld. Strukturen im Unternehmen ändern sich: Neue Sparten (Divisions) kommen hinzu, frühere werden eliminiert, Unternehmen fusionieren, Organisationsstrukturen ändern sich, Führungskräfte wechseln die Unternehmen.

Barbara Lix

13. Besondere Randbedingungen und Zielsetzungen bei der Einführung eines Management-Informationssystems in einem mittelständischen Unternehmen

Das Wettbewerbsumfeld mittelständischer Unternehmen ist schwieriger geworden, der Wettbewerbsdruck wird stärker, Märkte verschieben sich, neue Anbieter mit qualitativ hochwertigen Produkten treten in vorhandene Märkte ein. Wie empirische Untersuchungen belegen, können strategisch genutzte Informationssysteme in den Händen eines gut geführten Unternehmens die Erfolgschancen verbessern. Ein weiteres Ergebnis von Untersuchungen ist, daß Unternehmen mit hohem organisatorischem Reifegrad und bei Anwendung von Informationssystemen nicht nur im Umsatz, sondern vor allem eben auch beim Ergebnis und beim Zahlungsmittelüberschuß (Cash-flow) besser abschneiden als nicht mit Planungs- und Informationssystemen arbeitende Unternehmen.

Dietmar Oebels

14. Zur Wirtschaftlichkeit von Management-Informationssystemen

Vor zwanzig Jahren gab es noch keine Personalcomputer. Damals war die Anschaffung eines Computers eine kostspielige Investition, die einen langwierigen Entscheidungsprozeß voraussetzte. Erschwert wurde die Entscheidung insbesondere dadurch, daß es kaum Erfahrungen mit der Nutzung von Rechnern gab. Die Entscheidungsträger mußten sich erst mit den Grundlagen, der Funktionsweise und den Anwendungsmöglichkeiten von Computern vertraut machen. Schon damals wurde versucht, rechnerunterstützte Management-Informationssysteme aufzubauen. Komplizierte Systeme wurden entworfen. Die praktische Umsetzung stieß allerdings auf erhebliche Schwierigkeiten, die Akzeptanz dieser Systeme war gering. Management-Informationssysteme gerieten in Mißkredit.

Günter Franke

15. Integrationskonzepte bei der Einführung eines Planungs- und Berichtswesens in einem internationalen Beratungsunternehmen

Die Revisuisse Price Waterhouse entstand aus dem Zusammenschluß der schweizerischen Treuhandfirma Revisuisse und der Price Waterhouse Schweiz im Oktober 1989. Die neu formierte Gruppe wies im ersten Geschäftsjahr Honorareinnahmen in Höhe von 135 Mio. sFr aus. Die Revisuisse Price Waterhouse beschäftigt in der Schweiz rund 1 000 Mitarbeiter und ist in der Wirtschaftsprüfung, der Steuer- und Rechtsberatung, der Unternehmensberatung sowie in den Bereichen Treuhand und Informatik tätig.

Heinz Steiner

16. Aufbereitung von Marktinformationen im Rahmen eines Management-Informationssystems

Marktinformationen bilden als absatzrelevante Kennziffern eigener Produkte und auch solcher von Wettbewerbsprodukten die Grundlage zahlreicher unternehmerischer Entscheidungen. Der Bedarf an wissenschaftlich abgesicherten Informationen ist mit zunehmender Komplexität und Vielfalt der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in den letzten Jahren stark gestiegen.

Uwe Domke

MIS-Technologie

17. Realisierung von Management-Unterstützungssystemen mit Planungssprachen und Generatoren für Führungsinformationssysteme

Sich immer rascher wandelnde Umweltbedingungen, Wettbewerbssituationen und Unternehmensstrukturen erfordern eine ständige Anpassung der Informationsverarbeitung und die Erarbeitung neuer Konzepte. Parallel dazu ist die Entwicklung der Datenverarbeitung durch immer leistungsfähigere Arbeitsplatzrechner (PC), komfortablere Benutzeroberflächen, bereichsübergreifende Datenbanken und neue Kommunikationstechniken gekennzeichnet. Sie stimulieren die Integration der Datenverarbeitung in die Unternehmensorganisationen und führen zu neuen, differenzierten und verbesserten Formen der Informationsbeschaffung und -aufbereitung (Data Support) und der Entscheidungsunterstützung zur Planung und Kontrolle (Decision Support).

Wilhelm Hummeltenberg

18. MIS-Werkzeuge in der Großrechner- und Personalcomputer-Umgebung

Management-Informationssysteme (MIS) arbeiten in weiten Bereichen mit unternehmungsinternen Daten aus dem Bereich der operativen Basisdatenverarbeitung, die in verdichteter und aufbereiteter Form dem Management für vielfältige Analyse- und Entscheidungszwecke zugänglich gemacht werden. Hinzu kommen externe Informationen über das wichtige Umfeld der Unternehmung in Form von Markt- und Wettbewerbsinformationen, sowie die häufig sehr unstrukturierten und stark textorientierten Daten über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Damit muß die technische Konzeption eines MISwerkzeugs einem äußert starken Integrationsbedürfnis Rechnung tragen. Dies gilt einerseits für Fragen der Hardware-Konfiguration und andererseits in noch deutlicherem Maße für die Fähigkeiten von Programmsystemen, Zugang zu unterschiedlichen Datenquellen zu ermöglichen. Unter rein technischen Gesichtspunkten ist dies heute keine Schwierigkeit mehr, da vielfältige interne wie auch externe Informationen für ein Unternehmen zugänglich sind und ein entsprechendes Angebot an Schnittstellen bei professioneller Software zur Verfügung steht. Die Forderung nach einfacher Bedienbarkeit sowie der Zwang zu hoher Flexibilität bei möglichst geringem Aufwand für das Erstellen und die Pflege beleuchten das eigentliche Problem dieser neuen Softwarekategorie.

Rainer Paulus

19. Rechnerunterstützte Führungsinformationssysteme

Schon vor mehr als 20 Jahren wurden erste Versuche unternommen, Management-Informationssysteme in Unternehmen einzuführen. Diese Versuche sind jedoch weitgehend fehlgeschlagen, da die damaligen Systeme vor allem in ihrer Handhabbarkeit für Führungskräfte keine adäquaten Lösungen anboten. Dadurch ist der Begriff Management-Informationssysteme teilweise noch heute negativ belegt. Die rasante Entwicklung von Arbeitsplatzrechnern (PC) und die Integrationsmöglichkeiten der großrechnerunterstützten Datenverarbeitung haben die Voraussetzungen für eine völlig neue Klasse von ManagementInformationssystemen geschaffen. Im Englischen hat sich dafür der Begriff Executive Information Systems (EIS) [1] herausgebildet, im Deutschen: Führungsinformationssysteme.

Hermann Wenzel

20. Basisdaten-Zulieferung für ein Management-Informationssystem

Ein Management-Informationssystem benötigt Basisdaten aus dem Unternehmen, um zum Leben zu erwachen. Denn nach der Analysearbeit, der Konzeptentwicklung und der technischen Ausführung ist das System eine “leere” Hülse, die mit Daten gefüllt werden muß. Erst wenn für mehrere Jahre und später auch regelmäßig unternehmensumfassend die benötigten Daten in das Informationssystem eingegeben werden, kann die Geschäftsführung jederzeit auf entscheidungsrelevante Daten zugreifen.

Elmar Schiffelholz

21. Betriebswirtschaftliche Konzeption und softwaretechnische Realisierung eines Management-Informationssystems

Mit dem Management-Informationssystem TZ-Info wird ein breites Spektrum an Erfahrungen mit Management-Informationssystemen (MIS) angeboten. Da sich in diesem Beitrag alle Aussagen auf das System TZ-Info beziehen, soll es im folgenden kurz nur das System genannt werden [1]. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein Softwareprodukt, das als fertige MIS-Lösung installiert werden kann, sondern gewissermaßen um eine in sich geschlossene MIS-Philosophie, die von der Definition der Aufgabenstellung über die softwaretechnische Realisierung bis hin zur erfolgreichen Systeminstallation und -schulung reicht. Das System bietet schlüsselfertige Softwarelösungen fr eine Vielfalt von MISAnwendungen vom Top-MIS eines mittelständischen Unternehmens [2] über Systeme für Marketingplanung und Controlling [3, 4] bis zu Systemen für Konsolidierungs- und Reportingaufgaben in internationalen Großunternehmen [5]. Jede Softwarelösung wird mit Hilfe eines Generators auf die besonderen Randbedingungen und Ziele des Anwendungsfalles angepaßt (Individualsystem). Wichtig zum Verständnis der Philosophie ist die Abgrenzung eines Management-Informationssystems von operativen Informationssystemen (Tab. 1).

Rolf Hichert, Michael Moritz

MIS-Lösungen

22. Prognosemodelle im Rahmen des Finanzmanagement-Informationssystems CS TELFIN

Die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) ist eine weltweit tätige Universalbank mit Schweizer Basis. Sie wies 1989 eine Bilanzsumme von 138 Mrd. SFr aus, beschäftigte rund um den Globus 17 500 Mitarbeiter und erzielte einen Reingewinn von 783 Mio. SFr. In der Schweiz unterhält die SKA ein dichtes Netz von 311 Geschäftsstellen. International ist sie mit 73 ausländischen Filialen, Vertretungen und Tochtergesellschaften in allen fünf Erdteilen präsent.

Patrick Eberle

23. Aufbau eines Spartenberichtswesens

Die VARTA-Batterie AG schaut auf mehr als 100 Jahre Erfahrung auf dem Batteriesektor zurück. Das Unternehmen ist der einzige Batteriehersteller der Welt, der das gesamte Batteriespektrum von der kleinsten Knopfzelle bis zum raumfüllenden Großakkumulator anbietet. Als führend in Deutschland und in Europa sowie als einer der größten Hersteller der Welt erzielte der VARTA-Konzern im Jahr 1989 einen Umsatz von mehr als 2 Mrd. DM. Knapp 14 000 Mitarbeiter stehen weltweit im Dienst des Unternehmens. Zum Konsolidierungskreis zählen mehr als 30 Gesellschaften. Das Unternehmen wird divisional geführt, d.h. die Führungs- und Organisationsstruktur ist nach Sparten gegliedert (Abb. 1).

Peter Feurstein

24. Nutzung eines Top-Management-Informationssystems in einer mittelständischen Brauerei

Die Alpirsbacher Klosterbräu, deren Produkte bei ihren Kunden eine ausgesprochen hohe Qualitätsakzeptanz haben, setzt zunehmend auch auf qualitative Dienstleistungen.

Carl Glauner, Hanspeter Tscholl

25. Planung und Erstellung eines Management-Informationssystems in einem internationalen Konzern — Praktische Anwendung und Erfahrungen

Henkel bezeichnet sich als Markenartikel-Unternehmen und Spezialist für angewandte Chemie. Die Henkel-Gruppe ist weltweit tätig mit 22 Firmen im Inland und 135 ausländischen Gesellschaften in 50 Ländern. Stammhaus und Führungsgesellschaft ist die Henkel KGaA in Düsseldorf.

Klaus Schwarzrock

26. Automatischer Datentransfer im Rahmen eines Vertriebsinformationssystems

RAFI ist eine Spezialfabrik für elektrotechnische Produkte. Seit 1986 ist das Unternehmen mit 1000 Beschäftigten eine Tochter der Hoesch AG, Dortmund. Mit etwa 25 000 verkaufsfähigen Artikeln wurde im Jahr 1989 ein Umsatz von 130 Mio. DM erwirtschaftet. Das Produktspektrum läßt sich in vier Hauptgruppen einteilen: elektronische Bauelemente, z.B. Drucktaster, Signalleuchten, Befehlsgeräte und ReihenschalterBedienungspanels wie Flacheingabesysteme und Folientastaturen,Kommunikationssysteme, z.B. PC-Tastaturen, individuelle Eingabe- und Datenkommunikationssysteme (Btx, ISDN usw.),Steuerungssysteme für Anwendungen in der Elektrotechnik, im Maschinenbau, im Automobilbau und in der Hausgerätetechnik.

Heribert Lang

27. System für Konzernkonsolidierungen

Die Sandoz AG umfaßt sechs Divisionen, davon die Division Ernährung mit ihren weltweit 27 Tochtergesellschaften. Diese ist in die folgenden Produktgruppen aufgeteilt: Getränke, Backwaren, Knäckebrot, Snacks, Sportlergetränke und -riegel, Produkte zur Gewichtsreduktion, klinische Diätetika, Kindernährmittel und Reformprodukte. Das Produktesortiment der einzelnen Tochtergesellschaften ist unterschiedlich. Die Hälfte der Tochtergesellschaften hat Produktionsstätten, die die jeweiligen Inlandsmärkte und andere Schwestergesellschaften beliefern.

Patrick B. Brown

28. Ergebnisorientierte Unternehmenssteuerung in einem mittelständischen Handelsunternehmen

Die Steinebronn GmbH mit Stammsitz in Stuttgart und Niederlassungen in mehreren anderen Städten Deutschlands hat im Jahr 1990 mit 250 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als 75 Mio. DM erarbeitet.

Alfred Schopf

29. PC-Netzwerk als geeignete Technologie für Anwendungen eines Management-Informationssytems

Maschinenbau und Elektronik ist der Slogan, der plakativ die beiden wichtigsten technischen Säulen unserer modernsten Produkte, der Industrieroboter, charakterisiert: Maschinenbau als schneller Umsetzer für das, was die Elektronik an Befehlen erzeugt. Beides muß zusammenwirken, damit ein Roboter mit hoher Geschwindigkeit eine vorgegebene Bahn unter ganz bestimmten Bedingungen durchläuft.

Walter Reis

30. Computergestütztes Berichts- und Statistikwesen für die Werkleitung auf der Grundlage eines Management-Informationssystems

Die Carl Schenck AG in Darmstadt wurde 1881 gegründet und wuchs seitdem zu einem erfolgreichen Unternehmen der Investitionsgüterindustrie. Das heutige Produktspektrum umfaßt hochwertige und meist kundenspezifische Maschinen, Anlagen und elektronische Ausrüstungen zum Auswuchten, Prüfen, Wägen, Dosieren, Fördern und Lagern sowie komplette Spanplattenanlagen. Die wichtigsten Abnehmer sind Hersteller von Kraftfahrzeugen, Motoren und Motorteilen, Elektrogeräten und -maschinen sowie Unternehmen der Grundstoff-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie. Im Geschäftsjahr 1989/1990 erwirtschaftete das Unternehmen 770 Mio. DM Umsatz, davon über 60 % im Export; im selben Jahr beschäftigte es 4700 Mitarbeiter, darin eingeschlossen waren über 1000 Ingenieure. Weltweit waren über 7000 Mitarbeiter im Konzern tätig, der Weltumsatz betrug im genannten Zeitraum 1,1 Mrd. DM.

Andreas Dembowsky, Hans-Jürgen Heß

31. Ein Software-Werkzeug für die Unterstützung des Managements beim Vertrieb von Kapitalanlageprodukten

Deka, Despa und Deka International S.A. sind zentrale Investmentgesellschaften der Sparkassenorganisation (S-Finanzgruppe). Sie verwalten Kundengelder in Publikums- und Spezialfonds. Das Produktspektrum umfaßt nationale und internationale Aktien-, Renten- sowie Immobilienfonds und über 100 Spezialfonds, darüber hinaus werden etwa 300 000 Investment-Ansparkonten und Auszahlpläne geführt.

Heinz Renner

32. Von der bereichsbezogenen zur gesamtheitlichen Planung und Informationsverarbeitung bei einem Motorradhersteller

Die BMW Motorrad GmbH + Co ist als Vertriebstochter der BMW AG Teil der Sparte Motorrad im BMW Konzern. Der Jahresumsatz beträgt rund 500 Mio. DM. Derzeit bieten wir weltweit 15 Modelle und eine Vielzahl Sondervarianten für Behörden an. An unsere Kunden liefern wir jährlich mehr als 31 000 Fahrzeuge aus. Die Vertriebsgesellschaft wickelt ihr Verkaufsgeschäft mit rund 115 Mitarbeitern ab. Es werden 14 ausländische Tochtergesellschaften mit Importeurfunktion, Importeure sowie der Handel im Inland direkt beliefert. Wir liefern Motorräder nahezu in alle Länder der Welt und sind ein bedeutender Motorradlieferant für Behörden in der westlichen Welt. Gerade die Behörden schätzen unsere individuell angepaßten Produkte, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit unserer Motorräder.

Hilbert Didion

33. Anwendung eines Management-Informationssystems als Führungs- und Entscheidungssystem

Die Deutsche Lufthansa AG ist eines der führenden Luftverkehrsunternehmen in der Welt. Sie belegte 1989 auf der Rangliste des internationalen Linienverkehrs in der Frachtbeförderung den ersten, im Passagierverkehr den vierten Platz. Mit 43 169 Mitarbeitern erzielte sie 1989 einen Umsatz von 11,812 Mrd. DM und leistete mit 150 Verkehrsflugzeugen weltweit 360 Millionen Flugkilometer.

Jürgen G. Seitz

34. Management-Informationssystem in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen

Die Maschinenfabrik J. A. Becker & Söhne wurde 1897 als handwerklicher Maschinenbaubetrieb von Jakob August Becker gegründet. Zunächst wurden mechanische Spindelpressen für Obst und Trauben, seit den dreißiger Jahren werden hydraulische Hebebühnen und die dazugehörigen Kompressoren gebaut.

Joachim G. Schmauser

35. Wirtschaftliche Bewertung zur Planung und Steuerung von Entwicklungsprojekten eines Technologiekonzerns

“Technik für das Leben”. Dieses Leitmotiv des Lübecker Drägerwerkes bedeutet Hochtechnologie rund um das sichere Atmen: zu Lande, in der Luft, unter Wasser und selbst im Weltall. Das bedeutet auch allseits anerkanntes Know-how in der Medizin-, Sicherheits- und Gasmeßtechnik.

Dietmar P. F. Möller

36. Praktische Anwendung eines Management-Informationssystems in einem Unternehmen der Schuhindustrie

Am Anfang stand die Liebe zum Schuh, aus der dann im Jahre 1949 die Begeisterung für das Schuhemachen erwuchs. In jenem Jahr wurde in Barmstedt, der kleinen Schusterstadt nördlich von Hamburg, die Schuhproduktion mit 14 Mitarbeitern aufgenommen und der Grundstein für ein erfolgreiches und wachsendes Unternehmen gelegt. Schon bald mußte die Produktionskapazität des Werkes Barmstedt erweitert werden, 1964 folgte der Aufbau eines neuen Werkes im österreichischen Spittal. Dieser Standort brachte neben einer beträchtlichen Ausweitung der Produktionskapazität eine große Nähe zu den italienischen Lederlieferanten. Mit dem Bau des Werkes Rosenheim und der Verlegung der Zentrale von Barmstedt nach Rosenheim setzte sich der Zug des Unternehmens nach Süden und damit auch die weitere Expansion fort.

Bodo Th. Bölzle

37. Management-Informationssystem auf der Basis eines flächendeckenden Btx-Datensammelsystems

Die Post kennt praktisch jeder in Deutschland. Das kann man mit Fug und Recht behaupten, wenn über 60% der Bundesbürger auf die Frage, was ihnen zur Farbe Gelb einfällt, als erstes auf die Post kommen. Wie Umfragen außerdem belegen, bekommt die Post in der öffentlichen Meinung ausgesprochen gute Noten, auch wenn die veröffentlichte Meinung manchmal einen anderen Eindruck erweckt.

Klaus Dibbern

38. Management-Informationssystem für einen Dienstleistungs- und Produktionsbetrieb

Die Migros Betriebe Birsfelden (MBB) sind im Konzern Migros-Genossenschaftsbund ein Dienstleistungs- und Produktionsbetrieb und dem Departement Planung und Logistik unterstellt. MBB beschäftigt 360 Personen und erzielte für seine Dienstleistungen und den Verkauf von Papierwaren einen Umsatz von rund 66 Mio. DM. Davon beträgt der MBB-Anteil konzernintern 93,1%.

Freddy Grolimund

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