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Über dieses Buch

Professionelle Fußballclubs sind nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch„ kulturelle Artefakte“. Damit unterliegen sie einerseits allen Regelungen und Gesetzen, die auch für „gewöhnliche“ Unternehmen gelten, weisen aber gleichzeitig ökonomische Spezifika auf. Diese werden insbesondere bei der Entstehung und dem Management von wirtschaftlichen Krisen deutlich. Ein Club hat im Grunde einen unsterblichen Kern und mit zunehmender sportlicher Erfolgshistorie scheinen Fußballclubs sogar grundsätzlich „too-popular-to-fail“ zu werden. Konstantin Druker zeigt in dieser wissenschaftlichen Arbeit, welchen ökonomischen Besonderheiten Clubs unterliegen und welche Implikationen dies für wirtschaftliche Krisen und deren Lösung hat.

Der Autor

Dr. Konstantin Druker ist Consultant und Sports Business Experte bei einer internationalen Unternehmensberatung. Zuvor war er an der SRH Hochschule in Heidelberg in der Lehre und Forschung in den Bereichen Finanzmanagement und Sportmanagement tätig. Er hat sein Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportökonomie an der Johannes Gutenberg–Universität in Mainz sowie der Høgskolen i Østfold (Norwegen) absolviert. Seine Promotion erlangte er an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Sowohl in den Medien als auch in wissenschaftlichen Beiträgen sind wirtschaftliche Krisen im europäischen Clubfußball keine Randerscheinung. Es ist jedoch nicht ohne weiteres klar, wie die Situation im europäischen und insbesondere im deutschen Clubfußball in dieser Hinsicht konkret zu deuten ist. Das Ziel der Arbeit ist die theoretische und empirische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex „wirtschaftliche Krisen und deren Management im europäischen und insbesondere deutschen Clubfußball“, um die mehrdeutigen Interpretationsmuster zur wirtschaftlichen Situation innerhalb dessen zu beleuchten.
Konstantin Druker

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Zusammenfassung
Es werden zunächst zentrale Begriffe aus Theorie und Praxis wirtschaftlicher Krisen und deren Management dargestellt und abgegrenzt. Im teamsportspezifischen Teil wird anschließend der Untersuchungsgegenstand genauer beleuchtet. Dazu dient die Auseinandersetzung mit der Zielfunktion von Profisportclubs, den Produktmerkmalen und der Wertschöpfung sowie den beiden besonders relevanten Stakeholdern „Fan“ und „Ligaorganisation“. Vor allem die wichtige Rolle des Fans innerhalb der (teamsportspezifischen) Wertschöpfung ist zu betonen.
Konstantin Druker

Kapitel 3. Literature Review

Zusammenfassung
Der folgende Literature Review hat zum Ziel, den hierzu nachvollziehbar eingegrenzten Forschungsstand nach verschiedenen Kriterien einzuordnen, um somit eine Gesamtaussage zu unterschiedlichen Einzelaspekten wirtschaftlicher Krisen im europäischen Clubfußball zu erhalten. Darüber hinaus werden Forschungslücken anhand aus dem Literature Review abgeleiteten künftigen Forschungsfragen, -foki und -methoden dargestellt.
Konstantin Druker

Kapitel 4. Qualitative Einzelfallanalysen wirtschaftlicher Krisen im professionellen deutschen Clubfußball

Zusammenfassung
Die Einzelfallanalysen wurden anhand der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz durchgeführt. Diese Technik ist innerhalb der (qualitativen) empirischen Sozialforschung zu verorten. Am Ende erfolgt die Zusammenfassung der Ergebnisse sowie die Beantwortung der Forschungsfragen. Dabei wird klar, dass Clubs teilweise anderen Mechanismen ausgesetzt sind und eine krisenhafte Entwicklung, so wie diese für „gewöhnliche“ Unternehmen gelten würde, nicht ohne weiteres auf Fußballclubs übertragen werden kann.
Konstantin Druker

Kapitel 5. Fazit und kritische Reflexion der Vorgehensweise und der Ergebnisse

Zusammenfassung
In der Problemstellung konnten sowohl anhand von Beispielen aus den Medien als auch anhand von Beispielen aus der einschlägigen, sportökonomischen Forschung wirtschaftlich krisenhafte Entwicklungen vieler europäischer Fußballclubs aufgezeigt werden. Diese Entwicklungen fanden parallel zur zunehmenden Kommerzialisierung und den stetig wachsenden Umsätzen der europäischen Fußballligen statt – eine (scheinbar) paradoxe Situation, die zunächst drei Interpretationsmöglichkeiten zuließ:
  • entweder sind die Strukturen der Branche nicht abgestimmt und die wirtschaftliche Lage ist tatsächlich prekär oder
  • die Medien übertreiben den Sachverhalt und es liegen bestenfalls markante Einzelfälle vor und keine krisenhafte Entwicklung der Branche oder
  • die Deutung der Situation erfolgt unter Missachtung der Branchenbesonderheiten und ist somit mindestens nicht vollständig.
  • Für alle drei Interpretationsmöglichkeiten konnten Pro- bzw. Gegenargumente gefunden werden, womit die beobachteten krisenhaften Entwicklungen im europäischen Clubfußball gedeutet werden können. Am Ende des Fazits wird dies im Rahmen einer knappen Abschlussbewertung dargestellt werden
Konstantin Druker

Backmatter

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