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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Unternehmen in der heutigen - maßgeblich durch die Globalisierung geprägten - Welt stehen in einem starken nationalen und internationalen Wettbewerb. Sie müssen in immer größerem Maße ihre Prozesse durch IT-Systeme unterstützen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu steigern. Das bietet ihnen jedoch gleichzeitig die Chance, über eine innovative Unterstützung ihrer Prozesse durch IT-Systeme Wettbewerbsvorteile gegenüber ihren Konkurrenten aufzubauen.

Philipp Louis

2. Manufacturing Execution Systeme (MES)

Für das Ziel der Arbeit, ein systematisches Vorgehensmodell für die Auswahl von Manufacturing Execution Systemen oder MES, basierend auf dem jeweiligen Produktionssystem, vorzustellen, muss zuerst eine einheitliche Definition des Begriffes MES erarbeitet werden. Da bisher weder in der Praxis noch in der Wissenschaft eine einheitliche Begriffsbildung vorhanden ist, werden im Folgenden zuerst die bisher in der Literatur häufiger verwandten Definitionen wiedergegeben und einer kritischen Würdigung unterzogen. Auf dieser Basis werden dann dem Untersuchungsziel der Arbeit entsprechende Arbeitsdefinitionen entwickelt.

Philipp Louis

3. Vorgehensmodell zur Auswahl eines MES

Prinzipiell kann bei der Auswahl eines Anwendungssystems zwischen einem „Best-of-breed“ und „One-stop-shop“ Ansatz unterschieden werden. Da ein „One-Stop-shop“-Ansatz – mithin also insbesondere die Nutzung eines ERP-Systems zugleich für die Unterstützung der Produktionsprozesse – nicht sinnvoll erscheint (vgl. Abschnitt 2.4.3), wird im Folgenden der „Best-of-breed“-Ansatz verfolgt, also für jede Teilaufgabe die Verwendung eines jeweils am besten passenden Anwendungssystems.

Philipp Louis

4. Typologische Merkmale der Produktion

Für das Ziel der Arbeit - die Erstellung eines Vorgehensmodells zur Auswahl eines MES - müssen die Anforderungen an die MES-Ebene aus dem Produktionssystem abgeleitet werden können. Da in der Realität sich aber eine sehr große Anzahl von verschiedenen Produktionssystemen finden lässt, erscheint es sinnvoll und notwendig, eine Methode zur Ordnung und übersichtlichen Erfassung der Erscheinungen von Produktionssystemen anzuwenden. Für Arbeiten mit verwandten oder vergleichbaren Zielsetzungen werden in der gängigen Literatur insbesondere die Methoden der Klassifikation oder der Typologisierung zur Reduktion der Komplexität vorgeschlagen.

Philipp Louis

5. Produktionssystemtypen

Im Folgenden werden auf Basis der in Kapitel 4 ausgewählten und definierten Produktionssystemmerkmale und deren Elementartypen Typen von Produktionssystemen gebildet, anhand derer anschließend die Ableitung von Anforderungen an die IT-Unterstützung der MESEbene erfolgen wird und somit die Tauglichkeit des hier eingeführten Instrumentariums erprobt werden. Bevor die einzelnen Typen vorgestellt werden, werden hier noch einige Grundüberlegungen zur durchzuführenden Verbundtypenbildung kurz diskutiert und es erfolgt eine weitere Präzisierung des Verbundtypenbegriffs.

Philipp Louis

6. Zur Ableitung von Anforderungen an die MES-Ebene

Nach der Definition und Diskussion der relevanten resp. hier im Weiteren zu verwendenden Verbundtypen von Produktionssystemen soll im Folgenden aufgezeigt werden, wie anhand dieser Typen Anforderungen für die Unterstützung der in Abschnitt 2.3 erarbeiteten Funktionsgruppen der MES-Ebene abgeleitet werden können. Diese Arbeit basiert auf der Grundthese, dass die Anforderungen an die MES-Ebene mit dem Produktionssystem insofern korrelieren, als dass identische Merkmalsausprägungen bzw. Elementartypenkombinationen auch zu identischen Anforderungen an die MES-Ebene führen und die Anforderungen somit determinieren. Dies gilt es anschließend kritisch zu prüfen.

Philipp Louis

7. Empirische Überprüfung der Ableitung von Anforderungen

Im folgenden Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit und somit auch die Tauglichkeit des Instrumentariums zur Ableitung von Anforderungen an die MES-Ebene insgesamt anhand einer empirischen Erhebung geprüft. Diese Überprüfung kann - auch aufwandsbedingt - nur stichprobenartig erfolgen. Dies mindert den Anspruch der Repräsentativität. Mithin soll allerdings durch die Einschränkung des Untersuchungsbereiches auf Unternehmen in der pharmazeutischen Industrie eine höhere Aussagekraft der Untersuchung erreicht werden, da durch diese Begrenzung eine höhere Vergleichbarkeit der betrachteten Produktionsbereiche untereinander gegeben ist.

Philipp Louis

8. Bewertung der Kosten von MES-Szenarien

Zur Bewertung der Kosten der einzelnen MES Szenarien innerhalb von Phase 4 des Vorgehensmodells sowie bei der Berechnung oder Abschätzung der Kosten von Anwendungssystemen im Allgemeinen dürfen nicht nur die Anschaffungs- und Einführungskosten berücksichtigt werden. So sind gerade die Anschaffungs- und Einführungskosten bei integrierten MES-Lösungen signifikant höher als die Kosten der Einführung von Einzellösungen für jedes Teilproblem wie eine Produktionsfeinplanung und eine Betriebsdatenerfassung. Die bei integrierten Produkten signifikant niedrigeren Kosten im Laufe der späteren Phasen des Lebenszyklus', wie zum Beispiel beim Support oder bei später notwendigen Erweiterungen, werden bei einer rein auf die Einführungskosten beschränkten Sichtweise vernachlässigt. Für ein Anwendungssystem kann der Lebenszyklus in die Phasen Planung, Erstentwicklung bzw. Einführung, Produktion, Weiterentwicklung und Außerbetriebnahme unterschieden werden. So wurden in einer empirischen Untersuchung von Zarnekow et al. ein durchschnittlicher Anteil von nur 21% der Lebenszykluskosten für die ersten beiden Phasen Planung und Einführung festgestellt.

Philipp Louis

9. Schlussbetrachtung

Manufacturing Execution Systeme erlangen zurzeit als Klasse von Anwendungssystemen in der Praxis eine zunehmende Bedeutung, was sich auch unmittelbar in den zuvor bereits angeführten starken Wachstumsraten des MES-Marktes niederschlägt. Ungeachtet dieser immer weiter wachsenden Verbreitung ist eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung, etwa im Fachgebiet der Wirtschaftsinformatik, bisher nicht erfolgt. So wurden und werden zwar Teilaufgaben dieser Anwendungssystemklasse - wie zum Beispiel die Produktionsplanung und - steuerung oder das Instandhaltungsmanagement - untersucht, aber die Implikationen einer integrativen Unterstützung der Prozesse der Produktion durch ein MES wurden in der Wissenschaft bisher noch nicht diskutiert.

Philipp Louis

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