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20.09.2018 | Markenführung | Im Fokus | Onlineartikel

Diese digitalen Marken sind top

Autor:
Bernhard Schaar

Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar. 


Immerhin stemmen sich deutsche Markenunternehmen wie Miele, Adidas, Ravensburger, Weleda, BMW und Siemens noch gegen den Siegeszug der digitalen Services und halten die deutsche Fahne hoch. Doch die US-Internetplattformen und Technologie-Marken breiten sich weltweit unaufhaltsam aus und werden auch von deutschen Konsumenten als immer relevanter für ihr Leben angesehen.

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So geht Apple als Sieger in drei von vier Eigenschaften eines aktuellen Markenrankings hervor, die für die Markenberatung Prophet die Relevanz einer Marke definieren. Das US-amerikanische Technologieunternehmen aus Kalifornien steht für außerordentliche Kundenorientierung, einzigartige Kreativität und kontinuierliche Innovation wie keine andere, zumindest wenn es nach den über 10.000 befragten deutschen Konsumenten für das Markenranking geht. Das gilt geschlechter- und altersunabhängig. Nur in der Dimension rigoroser Pragmatismus schafft es Apple nicht in die Top 3, sondern wird von anderen technologisch geprägten Unternehmen wie Paypal, Google und Amazon verdrängt.

Die zehn relevantesten Marken 2018

1. Apple
2. Google
3. Android
4. Lego
5. Amazon
6. Netflix
7. Playstation
8. Spotify
9. Paypal
10. Samsung
Quelle: Markenranking Prophet

Technologiemarken punkten mit Nutzererlebnis

Die Marke Paypal ist bei Verbrauchern hierzulande so beliebt und relevant, weil sie wie besonders für rigorosen Pragmatismus steht. Keine andere Marke macht laut dem Urteil der Befragten das Leben so einfach, bietet ein derart konsistentes Erlebnis, und ist so verlässlich. Zusätzlich genießt sie das größte Vertrauen der deutschen Konsumenten insgesamt. Google hingegen erhält hierzulande höchsten Zuspruch, weil das Leben der Menschen mithilfe der Produkte des Unternehmens einfacher gestaltet wird, die digitalen Services immer verfügbar sind und konsistente Qualität liefern.

Amazons Kunden schätzen hingegen die ständige Verfügbarkeit, das konsistente Einkaufserlebnis oder die neuen nützlichen Services wie Amazon Wardrobe, den Lebensmittellieferservice Amazon Fresh und auch Services, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, wie etwa den Sprachassistenten Alexa. Das Betriebssystem Android, insgesamt auf Platz 3 des Rankings, punktet bei deutschen Verbrauchern durch seine enorme Nutzerfreundlichkeit, die einfache Anwendung und die hohe Verbreitung in Smartphones – wenig überraschend dabei auch die starke Bewertung der Innovationskraft der Marke. Der Streamingdienst Netflix, Aufsteiger des Jahres im jährlichen Markenranking, berührt seine Kunden emotional, ist modern und zugänglich. Besonders positiv sehen die Nutzer die Verlässlichkeit der Marke und insbesondere die weiblichen Nutzer können sich ein Leben ohne Netflix nicht mehr vorstellen.

Konsumenten lieben Marken, die Komplexität reduzieren

Wie schaffen es die Technologiemarken im Leben der Menschen immer relevanter zu werden? Eine Antwort hierauf liefern Erkenntnisse, die Prophet nach einer detaillierten Analyse der Daten erstellt hat. Mit dem wachsenden Angebot an Produkt- und Dienstleistungsportfolios wird die Konsumwelt immer unübersichtlicher und das Bedürfnis nach Komplexitätsreduktion steigt. Große, smarte Technologiemarken wie Apple, Google, Android oder auch Samsung schaffen dies erfolgreich, indem sie ihre Geräte und Dienste miteinander verknüpfen und dem Konsumenten dadurch ein konsistentes Erlebnis über verschiedene Endgeräte bieten. Andere Marken wie Whatsapp oder Paypal gelingt es durch All-in-One-Lösungen, Komplexitäten zu vereinfachen.

Millenials treiben digitale Marken voran

Eine weitere Antwort findet sich in einem Trend, der von den Millenials – also jungen Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, der ersten Generation der Digital Natives – vorangetrieben wird. Der deutsche Konsument hat einen neuen Ich-Fokus, und digitale Marken personalisieren ihre Dienste immer geschickter. Der Trend geht auch hierzulande eher zum individuellen, maßgeschneiderten Erlebnis und darauf bauen diese Marken auf.  Bei Spotify oder Netflix geht es um die bestmögliche Erfahrung für die Nutzer selbst – sie bekommen eine persönliche Komfortzone, in der sie sich einfach und ohne viel Nachdenken beispielsweise mit digitalem Entertainment unterhalten lassen können. Mit personalisierten Vorschlägen gehen auch Marken wie Amazon auf die individuellen Wünsche der Kunden ein. Individualität wird zelebriert. Hyperpersonalisierung ist das Zauberwort, und das gelingt datennutzenden Technologie-Marken weit besser als analogen.  

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