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17.06.2024 | Markenstrategie | Infografik | Online-Artikel

Regenbogen-Design bringt keinen Verkaufsvorteil

verfasst von: Johanna Leitherer

2 Min. Lesedauer

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Im "Pride Month" Juni hüllen sich viele Marken gerne mit ihren Logos in Regenbogenfarben, um die LGBTQ+-Szene zu unterstützen. Doch bei den Kunden kurbelt das Design die Kauflust nur bedingt an, wie eine Studie zeigt.

Insgesamt elf Marken wurden im Rahmen einer Umfrage des Marktforschers Splendid Research im Hinblick auf die Kundenwahrnehmung unter die Lupe genommen. Dabei wurden den 1.200 Befragten Abbildungen gezeigt, die Produkte der Marken sowohl in der Orginalaufmachung als auch im Rainbow-Design zeigten. 

Letzteres wird insbesondere im Juni, der zum "Pride Month" auserkoren wurde, gerne von Unternehmen genutzt, um sich solidarisch mit der LGBTIQ+-Szene zu präsentieren. Da das echte Engagement dahinter hin und wieder Zweifel aufwirft, ist bereits vom "Rainbow-Washing" die Rede. Aber wie effektiv ziehen Marken mit einer entsprechenden Produktumgestaltung wirklich Käufer an?

Original-Design am beliebtesten

Bei allen untersuchten Markenprodukten, darunter eine Creme des Kosmetikherstellers Nivea und Sneaker des Schuhherstellers Converse, sind sich die Konsumenten zum Beispiel einig: Sie ziehen die Produkte im Originaldesign dem Regenbogen-Look vor. Bei direkter Gegenüberstellung der unterschiedlichen Designs wird das umso deutlicher, wie die nachstehende Grafik zeigt.

Politisches Statement eher untergeordnet 

  • 34 Prozent der Personen, die sich für das Original entschieden haben, tun das eben weil es das Original ist. 
  • 16 Prozent argumentieren, dass es sich dabei um die für sie vertraute Aufmachung handelt.
  • 14 Prozent finden das Design schön und 
  • knapp ebensoviele (13 Prozent) schreiben dem Original-Design Qualität und Seriosität zu.

Greifen Konsumenten gezielt zum Regenbogen-Produkt, hat das meist optische Gründe: 41 Prozent empfinden die bunte Aufmachung als schön. Vergleichsweise weniger Menschen beabsichtigen, mit ihrem Kauf die LGBTQ+Community zu unterstützen (17 Prozent).

Gendern in der Kundenkommunikation

Beim Kauf der Nivea-Creme wandert auch öfters die Regenbogen-Variante in den Einkaufskorb. Bei Sneakern von Converse entscheiden sich Kunden dagegen mehrheitlich für das Original. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung wägen Konsumenten folglich genau ab, wann sie den Regenbogen-Look optisch bevorzugen und wann sie lieber dem Original treu bleiben möchten. 

Passend zur äußeren Erscheinung entscheiden sich viele Marken dazu, innerhalb der Kundenkommunikation zu gendern

  • Der Aussage "Ich nutze gerne Produkte/ Dienstleistungen, bei denen gegendert wird" stimmen nur 16 Prozent der Befragten zu.  
  • Eine Mehrheit von 47 Prozent stimmt dem nicht zu. 
  • Geschäfte und Marken, die sich gegen das Gendern entscheiden, stoßen dagegen auf 35 Prozent Zustimmung, während
  • 27 Prozent die Aussage ablehnen. 
  • 37 Prozent sehen das Thema Gendern neutral. 
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