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11.06.2018 | Markenstrategie | Im Fokus | Onlineartikel

Mit Fußball den Digitalstandort stärken

Autor:
Gabi Böttcher

Die Zukunft ist digital – zumindest für die Startup-Region Frankfurt Rhein-Main. Global glänzt Frankfurt bereits heute mit der höchsten Dichte an FinTech-Startups weltweit und schafft damit einen "Mikrokosmos des Erfolgs", wie Techquartier (TQ) verlauten lässt. Die Innovationsplattform für die Startup-Community in der Region bietet mit über 20 Partnern aus Industrie, Wissenschaft und Politik mehr als 120 Community-Mitgliedern ein ebenso innovatives wie kreatives Umfeld für die Entwicklung neuer Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle und arbeitet unter anderem eng mit der Goethe-Universität Frankfurt zusammen. Als neuesten Partner stellte das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum "FinTech-Hub" gekürte Netzwerk kürzlich den frischgebackenen Deutschen Pokalsieger Eintracht Frankfurt vor.

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Der Traditionsclub hat laut Aussage seines Vorstands Axel Hellmann das erklärte Ziel, "der digitalste Bundesligist" zu werden. Was liegt da näher als die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk, in dem das Know-how für die Herausforderungen der Zukunft gebündelt ist? Zumal TQ inzwischen den FinTech-Fokus abgelegt und sich der gesamten Startup-Szene geöffnet hat. 

Für Eintracht-Vorstand Hellmann ist die Digitalisierung kein Projekt oder Prozess, sondern ein Prinzip: "Wachstumsmodelle für die Zukunft entwickeln", definiert der Eintracht-Vorstand das Ziel. Die Emotionen, die naturgemäß in einem Fußballverein eine große Rolle spielen und in der Region Frankfurt Rhein-Main regelmäßig 50.000 Menschen in die Commerzbank-Arena locken, dienen für ihn dabei als wachstumstreibendes Element. Fakt ist: Fans sind heute Kunden, die es durch eine Vielzahl von Angeboten zu binden gilt.

Erhebliches Innovationspotenzial für alle Beteiligten

Der Dialog mit den Startups biete dem Club, der sich als mittelständisches Unternehmen definiert, Chancen für die eigene Unternehmensentwicklung – etwa in Form von neuen Möglichkeiten des Kundenbeziehungsmanagements infolge der Digitalisierung. "Gleichzeitig fördern wir Gründer bei der Umsetzung interessanter Geschäftsideen und machen so den Standort attraktiv für Startups", weist Hellmann auf die Win-win-Situation des Modells hin. So hat der Deutsche Pokalsieger gemeinsam mit TQ das Bootcamp "Money meets Idea – SportsTech" für ambitionierte Startup-Unternehmen durchgeführt, die digitale Anwendungen im Sportbereich entwickeln.

Eine "hervorragende Möglichkeit des gegenseitigen Lernen und erhebliches Innovationspotenzial für alle Beteiligten" bietet die Kooperation nach Überzeugung von Dr. Thomas Funke, Co-Director von Tech Quartier. Ab Sommer 2018 sollen mit der Veranstaltungsreihe "Laptop & Leibchen" junge Unternehmer und Studenten der Goethe-Uni zu einem regelmäßigen Austausch zusammengebracht werden. Ziel dieser Events ist unter anderem die Entwicklung von innovativen Lösungen – wie zum Beispiel Apps, Videoübertragungen oder Bezahlsysteme –, die den Verein bei der Digitalisierung des Stadionerlebnisses voranbringen.

Mit der Digitalisierungs-Offensive streben sowohl Eintracht Frankfurt als auch die Region Frankfurt Rhein-Main das an, was nach Überzeugung von Fabian und Cornelia Gerstenberg mit Online-PR erreicht werden soll: "Aufmerksamkeit auf Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen lenken, Reichweite erhöhen, Meinungen ändern oder verstärken und letztlich Multiplikatoren und Zielgruppen begeistern und an das eigene Unternehmen binden", fassen die Springer-Autoren die Ziele erfolgreicher PR im Kapitel "Erfolgreiche Online-PR im Social Web" (Seite 23) des Buches "Quick Guide Social Relations" zusammen.

In der digitalen Kommunikation ist Eintracht Frankfurt bereits spitze: 2017 holte der Club den Titel des "Social-Media-Meisters" unter allen Bundesligisten, 2018 wurde die Eintracht Vize-Meister hinter Bayern München. Auf solchen Erfolgen lässt sich aufbauen. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass sich das Engagement der Eintracht im Bereich SportsTech auszahlen und völlig neue Chancen eröffnen wird", freut sich etwa der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir über die Kooperation zwischen Sport, Unternehmertum und Forschung zur Stärkung der Region als Digitalstandort und zur Image-Förderung. Er verhehlt dabei keineswegs, dass er Frankfurt Rhein-Main bis zum Jahr 2022 gern als das deutsche Silicon Valley – als etablierte Tech-Region und digitalen Vorreiter in Europa – sehen möchte. Als "digitales Startup-Ökosystem", wie es  im Masterplan zur Wachstumsstrategie des Landes Hessen festgehalten wurde.

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