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05.01.2013 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Teil 5: Riechen und Schmecken

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2 Min. Lesedauer

Geruch und Geschmack lassen sich gezielt einsetzen, um die Wahrnehmung einer Marke zu steuern. Über diese Sinneswahrnehmungen lassen sich Marken individualisieren und multisensual abrunden.

Duft und Geschmack sind ein wichtiger Teil eines Markenerlebnisses. Sie gehören beispielsweise bei Lebens-, Pflege-, und Reinigungsmitteln zu den zentralen Leistungsbestandteilen. Aber auch bei Autos, Hotels, Restaurants- sowie an Verkaufsorten, Messen und Events kann die Ansprache diese Sinne hilfreich mit die Marke sein. Unternehmen, die ihre Kunden multisensual ansprechen und neben Sehen, Hören und Fühlen auch Geruch und Geschmack produktindividuell kreieren, können sich damit Wettbewerbsvorteile verschaffen.

In seinem Beitrag „Dufte Markenkommunikation , die Kunden auf den Geschmack bringt“ erklärt Karten Kilian erläutert Karsten Kilian, Professor für Internationales Management und ABWL mit Fokus Marketing an der Hochschule Würzburg, die Hintergründe und Chancen olfaktorischer und gustatorischer Reize.

Düfte unterstützen Markenerlebnisse

Der Geruchssinn ist ständig aktiv und Gerüche und Düfte sind untrennbar mit bestimmten Erinnerungen und Erfahrungen verbunden. Ein Duft, so Kilian, gibt dem damit verbundenen Wahrnehmungskontext eine eindeutige Identität. So assoziieren wir beispielsweise dem spezifischen Duft im Innenraum eines Neuwagens eindeutig mit dem Attribut „neu“. Ebenso wird die Milde einer Babycreme, die Wirksamkeit von Reinigungsmitteln oder auch die Sauberkeit in einem Hotel wird primär am Geruch festgemacht. Einen produktindividuellen Geruch für größere Zielgruppen zu finden, ist eine Herausforderung, da jede Einzelperson mit Gerüchen unterschiedliche Erfahrungen verbindet.

Geschmack als Verstärker für Marken

Der Geschmackssinn ist im Vergleich der schwächste der fünf Sinne und wirkt häufig im Zusammenspiel mit anderen Reizen. Konsumenten verbinden beispielsweise einen Geschmack häufig mit einer bestimmten Farbe. So konnte laut Kilian bei Geschmackstests gezeigt werden, dass bei einem gelblich gefärbten Kirschsaft nur 30 Prozent der Testpersonen den Kirchgeschmack erkannten.

Unternehmen sollten die Chance nutzen und möglichst alle fünf Sinne bei der Markenkommunikation aktivieren um ein ganzheitliches Markenerlebnis zu ermöglichen.

Lesen Sie auch:

Teil1: Multisensuales Marketing - Fünf Sinne auf Empfang

Teil 2: Multisensuales Marketing - Sehen

Teil 3: Multisensuales Marketing - Hören

Teil 4: Multisensuales Marketing - Haptik

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